Seit die Diageo World Class im Jahre 2009 ins Leben gerufen wurde, hat diese jährlich stattfinden Veranstaltung sich innerhalb kürzester Zeit zum renommiertesten Cocktailwettbewerb der Welt gemausert. Nun, im dritten Jahr, ging der Spirituosenkonzern Diageo neue Wege und wagte sich mit der Austragung der Finalrunde des Wettbewerbs in die indische Hauptstadt Neu-Delhi. Und wer vor Ort dabei sein konnte, den erwartete ein wahres Feuerwerk an vielseitigen Veranstaltungen neben den viertägigen Finalwettbewerben.
Trommelgruppen, groß angelegte Tanzeinlagen, bemalte Elefanten, mehrere Live-Acts und vieles mehr wurde in Neu-Delhi aufgeboten, um die Gäste aus aller Welt bei Laune zu halten. Tagsüber mussten sich die Finalisten an unterschiedlichen Bars in sechs verschiedenen Challenges beweisen. Alle anderen konnten zusehen, oder sich die Zeit mit Vorträgen, Tastings und Podiumsdiskussionen versüßen. Nachts wurden die Bühnen für größere Veranstaltungen geöffnet. Fulminant durchgeplant, stand eine Mottoparty nach dem anderen an.
Mit Groove und Tanqueray Drinks
Eröffnet wurde mit einer Tanqueray Party, die kaum wieder zum Stillstand gebracht werden konnte. Tanqueray hat seinen neuen Marketing-Weg gefunden und möchte als Stilspirituose mit Soul und im Chic der Zwanziger wahrgenommen werden. Unterstrichen wurde der Weg mit einem zur Kampagne gehörenden neuen Song von Aloe Blacc. Dieser sorgte erst letztes Jahr auch in den GSA-Ländern mit seinem Track “I need a Dollar” nicht nur in den populären Charts für Begeisterung. Im Augenblick ist der neue Song leider noch nicht im Netz zu finden, aber man kann vorab schon einen Ohrwurm mit Hüftschwunggarantie versprechen.
Teilweise überschlugen sich die Finalisten in ihrer Kreativität, während aber auch gewisse kontinentale Unterschiede bemerkbar wurden. Unglaublich stark zeigte sich Europa an den vom indischen Star-Designer Tarun Tahilliani entworfenen Challenge-Bars. Für Europa vor der Preisverleihung auch nur einen Favoriten zu vermuten, wäre vermessen gewesen. Allein die deutschsprachigen Teilnehmer legten, soweit es verfolgt werden konnte, eine absolut saubere und innovative Leistung vor.
Der junge, für die Schweiz angetretene Deutsche, Henning Neufeld (Les Trois Rois, Basel) arbeitete sich mit der Präzision eines Uhrwerks und der ihm in die Wiege gelegten norddeutschen Gelassenheit durch den Wettbewerb. Der Österreicher Heinz Kaiser (Dino’s Bar, Wien) bestach durch faszinierende Vielfalt und gewaltige, kreative Schaffenskraft. Und der deutsche Thorsten Spuhn (Modern Masters, Erfurt), der es zum zweiten Mal bis in die Finalrunde schaffte, war derartig akribisch und intensiv vorbereitet, dass man nur noch staunen konnte.
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