Nach dem Markteintritt von Thomas Henry Anfang des Jahres, folgt nun eine weitere Neuheit im Limonadengeschäft – 1724 Tonic Water. MIXOLOGY ONLINE ließ sich ein paar Fläschchen in die Redaktion bestellen und prüfte die Sprudelflüssigkeit auf die Purgenießbarkeit und die Mixibilität.
1724 Tonic steht erst seit diesem Jahr den Chinin-Freunden zur Verfügung und hat schon im Einführungsmarkt Spanien, laut Markeneigner Global Premium Brands, die Erwartungen übertroffen. Das aus Argentinien stammende Produkt scheint die Südländer zu überzeugen. Folgen sollen nun laut Export Manager von Global Premium Brands, Conor O’hAonghusa, das Vereinigte Königreich und Deutschland. Noch ist es sehr schwer, 1724 zu bekommen, da es erst seit Kurzem durch die Enólogos AG aus Frechen vertrieben wird. Dieses Tonic Water ist daher bisher nur einer kleinen Gruppe Konsumenten bekannt.
Doch was hat 1724, was die anderen Tonic Waters auf dem Markt nicht haben? Ein paar Klicks auf der sehr modern und jugendlich eingerichteten Internetseite verraten Folgendes:
„Handgepflücktes, natürliches Chinin von 1724 Metern überm Meer aus Peru“, wohl der Ursprung des Namens, „wo das Chinin weniger bitter ist, als beispielsweise in Indien”, fügt Conor O’hAonghusa auf Nachfrage hinzu. Weiter verspricht die Seite die Verwendung von “reinem, unkontaminiertem Bergwasser aus Patagonien, Argentinien”. Wird das reichen, um sich im satten Limonadenmarkt ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten zu können?
Conor O’hAonghusa hat klare Vorstellungen, wie er das Getränk auf dem Markt positionieren möchte. Einerseits soll 1724 Tonic als perfekter Mixer für diverse Spirituosen dienen, dabei nennt er Vodka, Rum, Tequila und Gin in einem Atemzug, andererseits soll das Getränk auch für den Purgenuss geeignet sein.
1724 ist ein Premiumprodukt und möchte als solches auch im Markt wahrgenommen werden. Mit dem Slogan „Higher Quality is not for everyone“, scheint sich das Erzeugnis in eher elitären Kreisen niederlassen zu wollen.
Auf die kleine Flasche warten also diverse Aufgaben. Wie sie diesen gerecht wird? „Die Vielseitigkeit ist dadurch geboten, dass Süße und Bitterkeit gut ausbalanciert sind und dass, wie bei Champagner, leicht und fein karbonisiert wurde“, begründet O’hAonghusa die ehrgeizige Aufgabenbreite.
Gin Mare und 1724 Tonic in stiller Ehe
Interessant zu wissen, ist, dass Global Premium Brands gleichzeitig auch Gin Mare, den mediterranen Gin von der Costa Dorada, besitzt und herstellt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob 1724 ein Komplementärprodukt des ebenfalls vorwiegend im Süden getrunkenen Gin Mare ist oder ob sich dieses Tonic Water wirklich so differenziert verwenden lässt, wie es die Vertreiber und Produzenten versprechen. Nach einem kurzen Gespräch mit dem deutschen Importeur von 1724, Enólogos, wird klar, dass da verkaufstechnisch eine klare Kopplung stattfindet. So können beispielsweise Gastronomen 1724 Tonic nur zusammen mit Gin Mare beziehen. Nur den Endverbrauchern ist es gestattet, das Tonic Water singulär zu beziehen. Dies führt offenbar dazu, dass sich die Gastronomen als Endverbraucher ausgeben und die 1724 Flaschen zu einem satten Verbraucherpreis von 1.99 € pro Flasche einkaufen. Nun wird im Hause Enólogos überlegt, das Junktim zwischen Gin Mare und 1724 Tonic generell und unterschiedslos auszuweiten.
All diese Informationen stimulierten die redaktionsinterne Neugier und veranlassen die MIXOLOGY ONLINE Redakteure kurzerhand, sich an den Tresen zu setzen, und das Neugetränk in verschiedenen Variationen zu beschnuppern und zu schlürfen.
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