Karl Lichtenegger ist der Erfinder von ONe. Er besuchte kürzlich MIXOLOGY ONLINE, um die Redaktion von der Versatilität seines Produktes zu überzeugen. Er ist der Meinung mit ONe die unverselle Mischlimonade erfunden zu haben. Mixology-Herausgaber Helmut Adam konnte seiner Argumentation nicht folgen und schlug vor, die Diskussion in die Öffentlichkeit zu tragen. MIXOLOGY ONLINE präsentiert die Anti-These von Helmut Adam: “Der Ansatz einer universellen Mischlimonade widerspricht der Bar-Evolution und ist daher nicht haltbar.”
Mein Name ist Helmut Adam. Als Bartender mit mehrjähriger internationaler Berufserfahrung bin ich überzeugt: „Der Ansatz einer universellen Misch-Limonade für alle Spirituosenarten widerspricht der Bar-Evolution und ist daher nicht haltbar.“ Warum dies so ist, möchte ich in den folgenden Zeilen darlegen.
Der auf den Galapagos-Inseln lebende Darwinfink ist ein kleiner Rockstar unter den Vögeln. Und das nicht, weil er so gut singen kann oder sein Gefieder besonders bunt gescheckt oder zerzaust ist. Nein, er ist ein Rockstar, weil es den kleinen gefiederten Gesellen nicht nur einmal gibt. Ganze 14 (!) Arten des Darwinfinken bevölkern die kargen Inseln im Pazifik [Wir bedanken uns für den Hinweis eines Lesers. Der Redaktionskompass war etwas verwirrt. Die Inseln liegen im Pazifik. d.Red.] Atlantik, um die sich im letzten Jahrhundert Briten und Argentinier balgten. Der kleine Darwinfink in seiner Vielgestalt soll uns daher als Beispiel dienen, weshalb die Evolution Vielfalt fördert und die Idee einer unversellen Barlimonade leider ein Schuß in den Ofen ist.
Weshalb wählt die Natur den Weg der Vielfalt? Weshalb gibt es nicht die eine Finkenart, die den gesamten Lebensraum beherrscht und sich mit allen Vegetationsformen arrangieren kann? Die Antwort ist einfach und von Evolutionstheoretikern bereits vielfach bestätigt worden. Der Erfolg liegt in der Nische! Eine Art, die auf einen bestimmten Lebensraum spezialisiert ist, besitzt eine höhere Anpassungsfähigkeit und damit eine größere Überlebenschance.
Aus dem Urahnen des Galapagos-Finken haben sich aus diesem Grund 14 Arten entwickelt, die alle auf unterschiedliche Lebensräume und Nahrungsarten spezialisiert sind. Acht der Finkenarten leben beispielsweise auf Bäumen, drei auf Kakteen und die restlichen drei sind Bodenbewohner. Ungefähr die Hälfte der Darwinfinken-Arten hat sich auf pflanzliche Nahrung, die andere Hälfte wiederum auf Insektennahrung spezialisiert. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglichte es dem Darwinfinken, nahezu den gesamten Lebensraum der Galapagos-Inseln zu bevölkern.
Die „Vegetation“ Spirituose
Betrachten wir nun die Bar und sehen die Spirituosen in der Bar als die Vegetation an, auf der die Mischlimonaden als flüssige Darwinfinken andocken. Diese Vegetation ist über Jahrhunderte entstanden und trotzdem noch dabei, sich ständig zu diversifizieren. Wir haben Spirituosen auf Traubenbasis, Getreidebrände, Obstbrände und Schnaps, der aus Agaven gebrannt wird. Wir haben Liköre, Bitters und Zuckerrohrdestillate.
Unsere Urväter an der Bar entdeckten, dass nahezu alle Spirituosen in der Kombination mit Süße und Säure, mit Zitronensaft und Zuckersirup, ihre Aromen auffalteten und angenehm zu trinken waren. Mit der Erfindung der Karbonisierung kam noch ein zusätzlicher Effekt hinzu. Es war nun möglich, erfrischende, verdünnte Mischungen herzustellen, die das zivilisierte Genießen von Getränken, von Fizzes, Collins und Co. beförderte und attraktiv machte. Findige Geschäftsleute kamen schnell darauf, dass man die Zutaten, die eine Spirituose „aufschlossen“ und ihre Aromen zugänglicher machten (nämlich Zitrus, Zucker und Sodawasser) in Flaschen abfüllen konnte. Voilà! Der flüssige Darwinfink war geboren, bis heute bekannt als die Limonade. Beliebt nicht nur bei Erwachsenen als Mischgetränk zu diversen Alkoholika, sondern auch bei Kindern zum rauschfreien Purgenuß. Ein wahrer Darwin-Champion, die Limonade.
Die Limonade als Beispiel flüssiger Evolution
Schnell jedoch stellte sich heraus, dass die Zugabe bestimmter Substanzen und Essenzen zur Limonade, diese noch geeigneter in der Kombination mit bestimmten Spirituosen machte. Bittere Chinarinde als Zugabe zur einfachen Limonade etwa ließ das Tonic erstehen, bis heute der perfekte Begleiter für Gins aller Art.
Aus der Infusion verschiedener Kräuter und Gewürze in die Limonade entstand die Kola, die sich flugs mit dem Rum vermählte, um gemeinsam als Cubra Libre den Siegezug um die Welt anzutreten. Eine Rennaissance wiederum feiert in unseren Breiten derzeit das Ginger Beer, eine würzig-scharfe Ingwerlimonade, die nicht nur Rum und Vodka gut aussehen läßt, sondern sogar Kräuterliköre wie Jägermeister und Ramazzotti im Longdrinkglas zur Hochform treibt.
Die Idee der universellen Mixlimonade widerspricht unserem Individualisierungsstreben
Der werte Leser sieht, dass auch beim flüssigen Darwinfinken, der Limonade, die Evolution erbarmungslos auf Vielfalt setzt und damit dem erfolgreichsten Säugetier der Erde, dem Menschen, die Wahl eines, seinem Geschmack entsprechenden Getränks ermöglicht. Denn nicht nur schmecken wir verschieden, wir Super-, Medium- und Non-Taster, nein, wir möchten uns auch ganz klar durch unsere Getränkewahl von unserem Tresennachbarn abheben.
„Ich bevorzuge mein Gin & Tonic mit Fentimans!“ hören wir den einen sagen. „Fentimans? Zu starke Zitrusnote“, erwidert prompt sein Sitznachbar. „Nichts geht über Fever Tree, ein richtig trockenes Tonic, das die Aromen des Gin nicht überdeckt!“ Wir sehen, selbst in den Unterarten der Limonade bleibt die Evolution nicht stehen. Nein, sie setzt sich fort und bringt immer neue Unter-Unterarten von flüssigen Darwinfinken, von Tonics, von Ginger Beers und Kolas hervor.
Keine Chance für die universelle Mischlimonade
Die Idee der universellen Mixlimonade steht auf verlorenem Posten. Sie versucht sich gegen die Evolution zu stemmen, dabei ist sie nur ein Teil von ihr. Sie widerspricht nicht nur der generellen Entwicklung des Getränkemarkes, der einer immer stärkeren Diversifizierung und Segmentierung unterworfen ist. Sie ignoriert zusätzlich auch die Tatsache, dass wir Menschen unterschiedlich schmecken und die Wahl unserer Getränke auch auf Entscheidungen für einen bestimmten Lebensstil beruht.
Entweder entscheidet sich die Limonade, die stolz die Flagge der universellen Einsetzbarkeit schwenkt, sich clever ebenfalls eine Nische zu suchen oder sie wird auf ewig beliebig und nichtssagend bleiben. Denn was ist ONe anderes als eine neue Interpretation der Limonade mit einer neuen Variation von Süße, Säure und diversen pflanzlichen Aromen? Wir sehen hier nur eine neue Unterart von flüssigem Darwinfink, deren Überleben in einem Raubtiergetränkemarkt nicht garantiert ist.
Bild: “immel” Karl Dichtler, aboutpixel.de
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Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist die Antithese von Helmut Adam zum Thema “Gibt es die universell einsetzbare Mischlimonade für Spirituosen?” Interessiert sie die These von Karl Lichtenegger? Dann folgen Sie diesem Link: http://mixology.eu/?p=11123
(Offenlegung: Karl Lichtenegger veröffentlichte seine These als Gastautor auf MIXOLOGY ONLINE auf Einladung der Redaktion. Außer ONe in verschiedenen Kombinationen mit Spirituosen am Tresen der MIXOLOGY Office Bar ist im Rahmen dieser Veröffentlichung nichts geflossen. Beide Autoren, Karl Lichtenegger und Helmut Adam, veröffentlichten ihre Beiträge ohne vorherige Ansicht des jeweiligen Gegentextes. Beim im Artikel abgebildeten Vogel handelt es sich übrigens um einen europäischen Grünfinken und nicht um einen Galapagosfinken, der genau genommen wiederum der Familie der Tangaren und nicht der der Finken zugeordet wird.)
Tom Siegmund (8 months ago)
Red Bull war nahe dran, aber wer trinkt seinen Whiskey schon damit?! (hoffe nicht viele;)
Und Red Bull Cola ist für mich der Hammer. ONe hab ich noch nicht probiert. Finde die Überzeugung des Erfinders ja stark, aber der Name und die Strategie werden sich wohl nicht durchsetzten.
Es lebe die Vielfalt und die Geschmäcker
Jean-Pierre Ebert (8 months ago)
Lieber Helmut,
mit Barbezug ein absurdes Thema.
Welcher Barfly möchte schon immer das Gleiche trinken, es sei denn er ist auf Weltraummission und darf wegen Platz- und Gewichtsbeschränkung keine Auswahl sondern nur genau einen Wodka, einen Gin, einen Whiskey und ein Softgetränk mitnehmen, womit das gewählte Softgetränk dann automatisch universell wäre. Absurd in jeder Hinsicht ;)
Nichtsdestotrotz, die durchaus pompöse Gegenargumentation verlangt meine ganzen Respekt.
Herzlichst,
Jean-Pierre
Karl Lichtenegger (8 months ago)
Hallo Ihr da draßen vor und hinter den Bars!
Ich war grundsätzlich skeptisch, als ich die Einwilligung zu dieser Debatte gab. leider fühle ich mich hier nun auch bestätigt:
1.) die Frage war: Gibt es eine universell einsetzbare Mischlimonade? Die Antithese befasst sich allerdings mit der Frage “Benötigt die Barkultur eine solche?” Viellicht ist dies wieder ein Fall von: “Es kann nicht sein, was nciht sein darf!”
2.) ONe macht die Vogelwelt erst sichtbar und es werden Spirituosen mischbar an die bis zum heutigen Tag keiner gedacht hat! Wer kennt schon die bunte “Vogelwelt” tausender Spirituosensorten, deren geschmackliche Virtuosität im Verborgenen blüht, weil sie kein Komplementärprodukt über den Tresen bringt..
Welcher Mixer/Filler hebt die unterschiedlichen Geschmacksnuancen der gesamten Martinipalette von bianco bis dóro so hervor?
Hier wird nicht gleichgemacht sondern hier wird eine Vielfalt auch von “komischen Vögeln” erst sichtbar!
Ich gehe davon aus, dass keiner der Kommentatoren ONe tatsächlich als Filler probiert und “gegen” andere Filler verglichen hat.
Darum folgender Vorschlag: 3 Spirituosen wahllos herausgegriffen und gemischt mit ONe sowie mit jedem anderen bekannten Filler am Markt verglichen:
Welcher Mixer kann hier gegen ONe antreten und die Spirituose in ihrer geschmacklichen Eigenständiglkeit besser ergänzen?
Ich setze 1,000,- Euro aus meiner Privatschatulle, wenn mir jemand einen Mixer vorstellt, der die unterschiedlichen geschmacklichen Nuancen von Tanqueray Ten, Midori, Pimms, Martini,Hennessy ……………genauso hervorhebt wie ONe.
ONe steht für geschmackliche Vilefalt und nichtt für “Gleichmacherei” und das läßt sich beweisen!!!!!!!!!!!
Also jederezit auf in den Kampf: 3 Produkte aus drei Spirituosensegmenten gegen jeden anderen Mixer.
Freue mich auf einen sportlichen Wettkampf!
Mit besten Grüßen
Karl Lichtenegger
drinkmix (8 months ago)
Nehme den Wettkampf gerne an, aber ich habe keine Bezugsquelle. WO bekomme ich ONE? Dann mixe ich auch gerne mit.
drinkmix (8 months ago)
Noch ein Kommentar zur eigentlichen Diskussion.
@Karl Lichtenberger
Ich gebe Ihnen recht, viele Diskussionsbeiträge sind eigentlich nicht der Diskussion zuträglich sondern eher eindimensional.
Nur damit ich das besser verstehe: Sie behaupten, ONE unterstützt JEDE Spirituose mit der geschmacklichen Eigenheit, das heißt für mich, dass ONE die Spirituose nur streckt und selber komplett in den Hintergrund zu treten? Ich selber habe ONE bisher nur pur getrunken und fand es pur ein wenig flach, den Ansatz als Mischlimonade habe ich nicht verfolgt.
Karl Lichtenegger (8 months ago)
Sehr geehrter Frau/Herr drinkmix!
ONe wurde abgesehen von der oberflächlichen Betrachtung als Limonade als perfektes Komplementärgetränk zur Spiriutose entwickelt. Das heißt es streckt nicht einfach, sondern bietet jeder Spirituose, gleich ob Single Malt, Pimms, Amaretto, Blue Gin, Bols Banane, Vanille… Absolut Mandarin, Strawberry…………eine Basis auf der sie Ihre geschmacklichen Eigenheiten entfalten kann.
Somit kann man generell jede Spirituose in leichter Longdrinkform genießen, vorausgesetzt die Spirituose schmeckt. “Geschmäcker sind ja bekanntlich auch sehr verschieden!”
Ausnahme bilden nur Liköre auf Milchbasis, die flocken aus.
Natürlich stehe ich zu meiner Kampfansage und lasse ONe gegen jeden Filler/Mixer antreten.
Bezugsquellen sind alle Großhändler in Berlin. auch in den Lehmannstores wird ONe geführt.
Freue mich auf diese Herausforderung. Denke wir sollten uns noch eine unabhängige Jury zusammenstellen lassen und dan die gesamte “Vogelwelt” der Spirituosen erkunden.
Beste Grüße
Karl Lichtenegger
Helmut Adam (8 months ago)
Werter Herr Lichtenegger!
Sie sind ganz offenbar besessen von ihrer Idee, anders kann ich mir Ihr Verhalten hier in den Kommentaren nicht erklären.
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1.) die Frage war: Gibt es eine universell einsetzbare Mischlimonade? Die Antithese befasst sich allerdings mit der Frage “Benötigt die Barkultur eine solche?” Viellicht ist dies wieder ein Fall von: “Es kann nicht sein, was nciht sein darf!”
2.) ONe macht die Vogelwelt erst sichtbar und es werden Spirituosen mischbar an die bis zum heutigen Tag keiner gedacht hat! Wer kennt schon die bunte “Vogelwelt” tausender Spirituosensorten, deren geschmackliche Virtuosität im Verborgenen blüht, weil sie kein Komplementärprodukt über den Tresen bringt..
Ad 1.): Offenbar sind Sie Argumenten nicht zugänglich. Meine Antithese belegt anhand der Bar-Evolution, dass so etwas wie die universell einsetzbare Mischlimonade in der Bar keinen Platz finden wird. Nirgendwo wird mit “Barkultur” argumentiert. “Es kann nicht sein, was nicht sein darf!” Nun ja, natürlich “darf” ONe sein, was es sein will. In seiner eigenen Welt. Genau so “darf” ich aber der Meinung sein, dass ONe in der Bar keinen Stich landen wird, da es geschmacklich einfach zu beliebig ist. Darf ich? Danke sehr!
Ad 2.) Spirituosen werden kreiert, um als Spirituose getrunken zu werden. Eine Spirituose, die einen Filler benötigt, um zu existieren oder ihren Wert unter Beweis zu stellen, rangiert ganz unten in der Hackordnung der Bar. Sie tun gerade so, als hätte die Welt der Spirituosen darauf gewartet, vom Heilsbringer ONe erlöst zu werden vom Schicksal des “Nicht getrunken werdens”. Das ist absurd.
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Unterschiedlicher Meinung sein zu dürfen – das ist das Privileg der Demokratie. Hier, auf unserer Plattform, auf MIXOLOGY ONLINE, bekommen wir nun aber langsam ein “ästethisches Problem”.
ONe als Produkt hat für uns, offen gesagt, eher einen geringen Nachrichtenwert. Allein in der Form der Debatte fanden wir es akzeptabel und haben Ihnen, Herr Lichtenegger, die Plattform dafür gegeben.
Die Regeln waren klar und fair. Sie haben hier Publicity bekommen. Sie konnten Ihre Meinung darstellen. Jetzt fühlen Sie sich eigenartigerweise nicht richtig dargestellt oder verstanden, dabei ist genau das das Wesen einer Debatte, dass die Positionen nicht übereinanderliegen.
Nun gehen Sie aber plötzlich her und wedeln hier in den Kommentaren, hier auf MIXOLOGY ONLINE, mit Geldscheinen herum. Das ist natürlich eine völlig neuartige Art der Zielgruppenansprache. DAS sind wahrhaft überzeugende Argumente. Und genau so innovativ wie ONe. ;)
Sie sehen, Herr Lichtenegger, jetzt werde ich ein wenig spöttisch. Normalerweise verweisen wir bei solchen Aktionen nämlich auf unsere Mediadaten, da wir sie als werblichen Mißbrauch unserer Plattform ansehen. Oder wir drücken schlicht und einfach die Löschtaste. Aber selbstverständlich gibt es auch für solche Aktionen, wie sich in den Kommentaren beweist, die richtige Zielgruppe. Und daher würde ich auch vorschlagen, Sie ziehen mit der ganzen Aufmerksamkeit, die sie hier – ganz umsonst – bekommen haben, um auf eine andere Plattform.
Prosit!
Helmut Adam.
Joerg Meyer (8 months ago)
Leider kann man bei diesem REDAKTION nicht erkennen wer es geschrieben hat. Helmut?
Vorweg:
Herr Lichtenberger, ich finde nach nur zwei Kommentaren gleich mit “Ich war grundsätzlich skeptisch, als ich die Einwilligung zu dieser Debatte gab. leider fühle ich mich hier nun auch bestätigt:” zu argumentieren, ist übertrieben.
ONe finde ich, ohne es je probiert zu haben, von Ansatz uninteressant. Einer für alles passt nicht zu meinem Konzept. Was aber nicht heißen mag, das es nicht irgendwo erfolgreich ist. In einer guten Bar sehe ich es nicht. Ein Filler für alle ist für mich hochgradig uninteressant. Warum soll das etwas besonderes sein? Diese marketinggerechte “sondern bietet jeder Spirituose… eine Basis auf der sie Ihre geschmacklichen Eigenheiten entfalten kann” ist vielleicht ein USP – doch, was für einer? Was zu allem passt, erscheint mit eher als Mittelmaß…
Gruß
Jörg Meyer
Joerg Meyer (8 months ago)
Pardon, das mit dem Helmut hatte ich überlesen ? war das gerade auch schon da?
Helmut Adam (8 months ago)
@Joerg Nein, wurde gerade erst nacheditiert, war ein unvollständiger Fehlpost.
Karl Lichtenegger (8 months ago)
Ich schicke voraus, dass ich weder jemanden beleidigen noch seine Kompetenz in Frage stellen möchte.
fFr mich war die Fragestellung klar: Gibt es eine perfekte Mischlimonade? Hier steht faus meiner Sicht ONe weit vorne!
Die Antihese geht aber von der Fragestellung aus: Wird eine universelle Limo benötigt?
Hierzu ist meine Meinung, dass nachdem der Spiritusoenkonsum in Deutschland seit Jahrzehnten konstant sinkt ,mit Sicherheit ein Handlungsbedarf für die Industrie besteht.
Außerdem sehe ich durch ein mehr an Möglichkeiten, wie dies ONe als Filler bietet, auch keine Gleichmacherei.
Ein “Mehr an Möglichkeiten” hat stets den Indiviualismus gefördert und nicht eingeschränkt.
Etwas befremdet bin ich immer wieder, wenn man etwas Neues verdammt und zum Schluß damit endet: “Probiert habe ichs noch nicht, aber!”.
Also abschließend möchte ich mich bei jedem entschuldigen, dem ich zu Nahe getreten bin. Dies lag nicht in meiner Absicht.
Beste Grüße nach Berlin
Karl Lichtenegger
Helmut Adam (8 months ago)
Herr Lichtenegger,
“Die Antihese geht aber von der Fragestellung aus: Wird eine universelle Limo benötigt?”
Ich frage mich, wo Sie das herauslesen. Die Antithese betrachtet den Ansatz der universellen Mischlimonade vor dem Hintergrund der Bar-Evolution und kommt zu dem Schluss, dass er nicht funktioniert.
Dafür muss man ONe nicht verkostet haben. In meinem Fall habe ich das sogar und – ganz klar – das Produkt und sein Ansatz haben mich nicht überzeugt.
ONe wird hier auch nicht “verdammt”, sondern in der Antithese schlicht und einfach dem vom Produkt formulierten “Funktions”-Anspruch widersprochen.
ONe mag gerne seine Zielgruppe finden und niemand – auch ich nicht -spricht dem Produkt seine Existenzberechtigung ab. Wozu auch. Die regelt der Markt. Angebot und Nachfrage.
Alles andere von mir kritiserte ist eher eine falsche Interpretation von Plattform und Zielgruppenansprache. Um das zu erfahren, hätte aber auch eine Mail an die Redaktion genügt.
Mit besten Grüßen, HA.
Dominik MJ (8 months ago)
Ich verstehe das Produkt nicht wirklich!
ONe eine Limonade, die sich mit jeder Spirituose mixen lässt?
Wo ist denn die Zitronenlimonade, sich viele mit Hingabe in so ziemlich allem einschenken?
Und dann denke ich, dass es nicht unbedingt immer bei einem Highball nur um die Spirituose geht – es geht um das Zusammenspiel – um neue Geschmackswelten, die sich eröffnen [besonders beim G&T zu entdecken].
Am meisten stört mich jedoch an der Debatte stört mich der Punkt: “kauft es und probiert es selber aus” – bei geschätzten 100,000+ :) Lesern von Mixology wäre es ein kommerzieller Erfolg dies “100,000″ Flaschen zu verkaufen…
Vielleicht wäre es eine bessere Art die “1000 Euro damit zu verpulvern” Gratisproben an alle Interessierten zu verschicken [nein - ich brauch keine Probe]?
Karl Lichtenegger (7 months ago)
Lieber Diominic,
danke für Deine Anregung. Ich bin vom Begriff “der These” ausgegangen: Eine These ist eine Behauptung deren Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf. Und diesen Beweis wollte ich mit dem Hinweis, dass man sich jederzeit von der Funktion selbst überzeugen kann, antreten.
Im Übrigen bin ich ganz Deiner Meinung, dass das Zusammenspiel der Zutaten das Besondere eines guten Highball bildet.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum man eine Zutat verdammt, bevor man sie probiert hat und die neuen Möglichkeiten des Zusammenspiels verschiedener Aromakomponenten ignoriert.
Grundsätzlich bin ich aber froh, dass Bartender wie Dale de Groff zumindest damit arbeiten und begeistert sind.
Ach ja natürlich jeder der möchte bekommt eine Kiste gratis zum Probieren.
(Einfach auf unsere Facebookseite anfordern schicken wir gerne!)
ONederful week