Notizen aus Neu-Delhi. Angereist für Cocktails, eingestiegen mit Bier.

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Diageo lädt zu den World Class Finals, um den besten Bartender des Jahres festzustellen und die Welt schaut vorbei. Letztes Jahr in Griechenland, davor in England und dieses Jahr in Indien. Am Montag beginnt die Finalrunde in Neu-Delhi, wofür sich nach verschiedenen Vorrunden 34 Tender aus eben so vielen Nationen qualifiziert haben. Die ersten sind nun schon vor Ort und auch Mixology hat eingecheckt.

Der weltgrößte Getränkehersteller Diageo setzt seit Jahren neue Maßstäbe in Sachen Wettbewerb. Die Diageo World Class hat sich nach wenigen Jahren zu einem der renommiertesten Wettbewerbe der Mixologen-Szene gemausert und erprobt sich jetzt mit einer Großveranstaltung auf dem asiatischen Kontinent. Mixology konnte da natürlich eine Einladung nicht ablehnen. Nach langatmigem Flug erreicht man den Indira Gandhi International Airport Delhis. Dieser präsentiert sich ganz ordentlich, sowohl in Sachen Sauberkeit, wie koordinatorisch. Die Abfertigung funktioniert schnell und problemlos.

Draußen dann eine Hitzewand. Es ist ungefähr Mitternacht, das Thermometer schlängelt sich immer noch um die 30° Celsius und die Luft ist feucht und getränkt von Abgasen. Mit einem Kleinbus geht es dann schnell Richtung Imperial Hotel Neu-Delhi. Auf dem Weg können erste Eindrücke gesammelt werden. Zum Beispiel, dass Autofahren in Indien ein raues und herzloses Geschäft ist. Als Mitteleuropäer wäre man hier hinter dem Steuer verloren. Darüber hinaus finden sich unzählige Hunde auf und an den Straßen und auch der Blick über den Straßenrand ist nicht sehr erfreulich. Viele Barracken oder provisorische Unterkünfte oder nur Unterstände prägen das Bild. Falls größere Gebäude auftauchen, sind diese zumeist von Mauern umgeben und werden von Sicherheitskräften bewacht. Mehr lesen

Jameson Bartenders Ball. Abendveranstaltung mit konfusem, regelfreiem Wettbewerb?

Debatte 6 comments

Ein im Mai veranstalteter Jameson-Wettbewerb, organisiert mit Unterstützung der Deutschen Barkeeper Union, sorgt für Aufsehen. Die Veranstaltung barg solche Missstände, dass eine Berliner Bartender sich genötigt sah, einen Brief an die Veranstalter zu verfassen. Seine Suche nach Kommunikation und Aufklärung verlief jedoch bisher gleich einem Selbstgespräch in einer Geisterstadt.

Wettbewerb belebt jedes Geschäft. Das ist kein Geheimnis und gilt auch für die Spirituosenwelt. Immer ausgefeilter Konzepte werden von PR-Agenturen für Spirituosenkonzerne und einfache Hersteller entwickelt, um Bartender zu animieren sich mit bestimmten Produkten zu beschäftigen. Und selbstverständlich nutzen viele Bartender wiederum diese Chance sich mit Fachkollegen zu messen, ihre Stärken und Schwächen auszuloten und im besten Fall sogar noch einen ansehnlichen Gewinn mit nach Hause zu tragen. Wenn alles gut läuft, eine win-win Situation für Veranstalter, Teilnehmer und Gäste der Veranstaltungen.  Doch ohne das nötige Fingerspitzengefühl kann auch ein Wettbewerb entgleiten. Mehr lesen

Notizen aus der Provinz Part IV: Bars in Tübingen, zwischen wahnwitzigen Bootsrennen und glasklaren Eiswürfeln in Fachwerkhäusern

Bars 3 comments

Es geht in die nächste Runde der Provinzreihe. Tübingen am Neckar zog Mixology in den Bann, faszinierte, enttäuschte und überraschte. Eine Studentenmetropole, die zu leben weiß und sich ihre eigenen Traditionen geschaffen hat. Eine Trinktour durchs Städtle, die am Ende überraschend positiv ausfällt.

Ein langer Bar-Abend fängt zumeist mit einem nahrhaften und umfangreichen Essen an. Oder sollte es zumindest. Alles andere grenzt an Masochismus. Zum Essen auch schon einen Drink? Klar! Wenn es möglich ist, kann man doch zugreifen. Es sollen manche sogar ihre Restaurants gezielt nach den vorhandenen Spirituosen wählen. So auch auf dem eigenen Ausflug nach Tübingen. Doch bevor eingedeckt wird, noch ein paar Worte zu Tübingen. Der nahezu mittelgroßen, schwäbischen Stadt am westlichen Rande der Alb, südlich von Stuttgart, die im Wesentlichen auf zwei Bergen errichtet wurde und es irgendwie schafft, badische Lebenslust mit schwäbischer Präzision zu verbinden. Mehr lesen

Gemischte Links 27-6-2011: Rum Revolution +++ Trends und Unsitten in Bars +++ Personalisierte Algorithmen

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+++ Rum Revolution angeführt von Jeff “Beachbum” Berry +++ Rum Rat Pack +++ Mai Kai +++ Atomic Grog Blog +++ Trends und Unsitten +++ Jim Meehan und Kate Krader +++ Entwicklungen im Internet +++ Zeit-Online +++ Automatische Vorsortierung +++

Rum Revolution wurde gestartet

„But in the friendly environs of The Mai-Kai, which actually pre-dates Castro’s revolt by several years, the revolutionaries were armed only with good spirits.“ (Jim Hayward/slammie.com)

Jeff „Beachbum“ Berry, Wayne Curtis, Stephen Remsberg, Ian Burrell und Martin Cate. Alleine schon zum Teil legendär, sind diese fünf Herren zusammen mehr als nur eine kleine Hausnummer, wenn es um Rum geht. Und genau in dieser Konstellation waren die Kenner des Zuckerrohr-Destillats vor wenigen Wochen gemeinsam auf der Bühne im Mai-Kai in Fort Lauderdale. Eines der herausragenden Lokale polynesischer Kultur in den USA.

Jim „Hurricane“ Hayward, Betreiber des Atomic Grog Blog, welcher sich speziell um die Tiki-Kultur kümmert, war vor Ort und hat akribisch Notizen geführt. Beim durchlesen des Textes kann man fast nicht anders, als sich zu wünschen, die Zeit zurück zu drehen, um ebenfalls an der Veranstaltung partizipieren zu können. Eine interessante und auch amüsante Lektüre.

http://www.slammie.com

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German Rum Festival: Eine eigene Messe für das Zuckerrohrdestillat in Berlin

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Der Berliner Dirk Becker organisiert im Oktober zum ersten Mal das „German Rum Festival“. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. Oktober in der Berliner Station statt.

Dirk Becker hat vor über zwanzig Jahren seine Zuneigung zum karibischen Gold entdeckt: „Damals kochte ich regelmäßig mit einem guten Freund und der brachte immer Rum mit, wovon ich gerne probierte.“ Seitdem hat er sich eingehend mit dem Studium der Kategorie befasst und trifft sich regelmäßig mit Rum-Koryphäen aus anderen Ländern. Dabei kam ihm auch schon „vor ungefähr drei Jahren die Idee ein Festival, ausschließlich für Rum, auch in Deutschland ins Leben zu rufen“. Denn vergleichbare Veranstaltungen erfreuen sich schon seit Jahren in anderen Ländern größter Beliebtheit. Mehr lesen

LemonAid und ChariTea: Mit Wortspiel in eine faire Zukunft

Limonaden

LemonAid Beverages GmbH möchte die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Und dafür legen sich zwei junge Hamburger mächtig ins Zeug. Die zwei trinkbaren Zugpferde der Unternehmer hören auf die mindestens doppeldeutigen Namen LemonAid und ChariTea. Der stete Tropfen höhlt sogar den Granit der manchmal unbarmherzigen Getränke-Industrie. Mehr lesen

Shots #11: Lemon Hart Rum feiert Comeback +++ Cartron poliert sein Äußeres auf +++ Bruegge Bar an der Kottbusser Straße

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Ob sich Demerara Overproof gut mit feinen französischen Likören paaren lässt, wird hier nicht verraten. Lediglich, dass Interessierte es in absehbarer Zeit versuchen können. An der Kottbusser Straße hat derweil ein neues Café- und Barkonzept eröffnet. Alles ist möglich.

 

Cartron. Die Liköroffensive auf dem deutschen Markt geht weiter. Seit nun schon zwei Jahren hat Brand Support die französische Liköre aus dem Hause Cartron im Portfolio. Cartron hat seinen Sitz in der Weinregion Burgund und ist seit 1882 im Familienbesitz. Mit einem rundum neuen Design der Liköre wird dieses Jahr dann auch die Werbetrommel verstärkt gerührt. Die Liköre, die für viele als Geheimtip gelten, werden in ihrer komplett überarbeiteten Flaschenausstattung gleich in mehreren Städten im Rahmen von Tastings vorgestellt.

Bisher zog Brand Support durch Köln (Pacific Bar) und Düsseldorf (Bar Alexandra). Für die Vorstellung im Juli in der Frankfurter Minibar ist leider, laut Brand Support Geschäftsführer Achim Hoss, noch kein Termin gefunden. Anfang August wird Cartron im Ruhrgebiet vorgestellt werden und im Herbst folgen nach aller Voraussicht Hamburg, Berlin und München. Wer sich über die Tastings auf dem Laufenden halten möchte, soll sich gerne direkt bei Brand Support melden (info@brand-support.de).

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Gemischte Links 17-6-2011

Gemischte Links

+++ Captain Cork +++ Manfred Klimek verlässt das Schiff +++ Dirk Würtz +++ Karl Lagerfeld entwirft Gläser +++ Schwedische Firma Orrefors +++ Bier-Cocktails aus New York +++ Frank Bruni für die New York Times +++ Erfrischender Sommertrend +++

Captain Cork ohne Captain Cork

„Ich habe mein Kapitänspatent auf Captain Cork ruhend gestellt. Die Geschäftsführung konnte zuletzt mehrere Anfragen nicht geschäftsmäßig korrekt beantworten.“

Es ist vielen nicht ganz klar, wie das passieren konnte, aber es geschah wahrhaftig. Der Weinjournalist Manfred Klimek, auf den hier in den letzten Jahren vielfach als „Manfred Klimek alias Captain Cork“ verwiesen wurde, hat seine Kapitänsmütze niedergelegt. Die Wein-Tageszeitung Captain Cork existiert derweil weiter, aber der oftmals provokante, mindestens aber polarisierende Klimek ist von Bord. Die Meinungen hierzu sind so vielseitig wie über sein Schaffen für das Portal.

Die Diskussion zum Thema findet man auf der Seite von Dirk Würtz. Einem Winzer aus dem Rheinhessischen. Die Debatte folgt dem ersten Interview mit Manfred Klimek nach seinem Verlassen des Steuers auf der Captain Cork Seite. Eine wahre Meinungsflut rollt dem Interview hinterher, die zwischen den Zeilen viele der Probleme des Schreibens im Internet offenbart. Eine lohnenswerte Lektüre.

http://wuertz-wein.de

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Rainer Hosie: Rum trinkender Deutscher, schottischen Ursprungs

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Charles Hosie GmbH ist nicht irgendein Name in der Riege der deutschen Spirituosenimporteure. In den stürmischen 60ern und 70ern war das Familienunternehmen Hosie, mit seinen damaligen zwei Kernmarken Bacardi und Gordons der deutsche Marktführer in Sachen Import von Alkoholika. Heute, einige Jahrzehnte später, beginnt sich das Traditionsunternehmen, nach einer vorübergehenden Auszeit, erneut empor zu arbeiten. Ein Blick auf eine Familie, die aus dem deutschen Spirituosengeschäft nicht wegzudenken ist.

Die Federführung bei der Wiederbelebung der Tradition hat Rainer Hosie inne, der Enkel des Unternehmensgründers Charles Georg Hosie. Der Vater des ursprünglichen Gründers, Daniel Hosie, kam Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Nähe der schottischen Metropole Glasgow nach Hamburg. Laut Rainer Hosie hat auch schon sein Urgroßvater Daniel in Hamburg Alkoholika verkauft: „Damals noch auf der Pritsche einer schott‘schen Karre.“ Zur Gründung des Unternehmens im Jahre 1918 drehte sich die Welt der Hosies noch nicht ausschließlich um Alkohol. Neben den unterschiedlichsten Lebensmitteln aus der ganzen Welt wurden hauptsächlich Dosentomaten importiert. Doch Spirituosen aus England, Schottland, Frankreich, Italien und den USA waren von einer stetig wachsenden Bedeutung und nahmen bald eine zentrale Rolle ein. Mehr lesen

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+++ Limonaden +++ Sommelier Sebastian Bordthäuser +++ Die Welt Online +++ Münsteraner Bier Pinkus Müller +++ Die Zeit +++ Biergeschichte und Brautechniken +++ Cocktail-Historie +++ Gary Regan, David Wondrich und Wayne Curtis +++ Huffington Post und liquor.com +++

Mit Erfrischung in den Sommer

„Früher, ja, da bekam man meist nur die Limonade serviert, deren Name auch die Aschenbecher und Sonnenschirme des Lokals zierte.“

Sebastian Bordthäuser, der Chefsommelier des Zwei-Sterne-Hauses Steinheuers Restaurant zur Alten Post in Bad Neuenahr, stürzt sich für Welt Online in den Kosmos der Limonaden. Ein erfrischendes Thema, das ihm offensichtlich gerne durch den Magen geht. Angefangen mit der Relevanz von für die Gesellschaft, geht es weiter zur Geschichte der Limonade.

Im Anschluss an den kleinen historischen Exkurs stellt Bordthäuser seine 14 favorisierten Brausen vor. Darunter sind einige der Bekanntesten des aktuellen Bar-Buisness. Jedem einzelnen Produkt widmet er eine kleine Verkostungsnotiz. Wer sich in seiner Bar noch nicht genügend auf den Sommer vorbereitet fühlt, wird hier sicherlich Inspiration finden. Kleinere Fehler im Text können dabei getrost übersehen werden.

http://www.welt.de

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Notiz aus einem Leading Hotel of the World: „Ihr seid dumm!“

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Wenn fremde Personen sich um Kopf und Kragen reden, ist es schwer, die innerliche Ausgeglichenheit zu bewahren. Gleichzeitig aber auch sehr erheiternd. Schnell wird dann zum Beispiel klar: Wo Leading Hotel of the World drauf steht, ist noch lange nicht „Leading Bar of the World“ drin. Und Eier sind eine existentielle Bedrohung. Mehr lesen

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+++ Christoph Keller und seine Stählemühle +++ Schwarzwald Gin Monkey 47 +++ Brand eins +++ Gerolsteiner Geschäftsführer Axel Dahm +++ Mineralwassermarkt +++ Frankfurter Allgemeine Zeitung +++ Die perfekte Bloody Mary +++ Durstige Chemiker +++

Perfektion in bärtiger Person

„Die Stählemühle liegt an einem Bächlein am Rand eines Dorfes im Hegau, zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee.

Innerhalb weniger Jahre vom Kunstbuchverleger zum Brenner. Und nicht zu irgend einem Brenner. Christoph Keller begeistert schon seit geraumer Zeit Liebhaber feinster Obstbrände mit den Produkten aus seiner Stählemühle. Mit seinem Geschäftspartner Alexander Stein hat er neben seinen Bränden auch noch den Schwarzwald Gin Monkey 47 ins Leben gerufen. Ein nicht unumstrittenes, aber mit Sicherheit ein erfolgreiches Produkt.

Eva Simon hat sich für brand eins aufgemacht, einen Blick in die Vergangenheit des Bärtigen Destillers zu werfen. Und dieses Portrait ist ausführlich geworden. Die Familie findet hier genau so ihren Platz wie die Detailversessenheit des Brenners und sein Hang zum Exzentrischen.

http://www.brandeins.de

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Gemischte Links 6-6-2011

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+++ Zum Bier in die Apotheke +++ Hinrich Lührssen +++ Karla von Karlsberg +++ Licor 43 Competition +++ DresdenEins +++ Trendbarometer der Barszene +++ Royale Drinks von Angus Winchester +++ Paul Bellini und das fab Magazin +++ Vier Drinks in 20 Minuten +++

Betrunken in der Apotheke

„Mit dem Geburtstagskind an der Spitze stürmen wir die nächste Apotheke, nur eine Straßenkreuzung von Klaus-Dieters Wohnung entfernt.“

Fünf Jahre ist es schon her, dass Karlsberg den glorreichen Versuch startete, in Apotheken Fuß zu fassen. Die Strategie war denkbar einfach: Nach dem deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier ist ein reines Naturprodukt. Naturprodukte sind gesund. Gesundes gehört in die Apotheke. Der Konsument geht also dem Genuss des kühlen Blonden nach und pflegt derweil sogar noch bewusst Körper und Geist. Einen Versuch in einer Gesellschaft voller Gesundheitsfanatiker war es zumindest wert.

Den Informationen von Spiegel Online zu folge, wird das Apotheken-Bier „Karla“ heute nicht mehr vertrieben. Diese Information kann an dieser Stelle nicht bestätigt werden. Nichts desto trotz ist der online gestellte Buchauszug aus der Feder von Hinrich Lührssen ein Schmankerl. Denn Lührssen führt den Versuch, Bier in Apotheken zu vertreiben, durch eine „Apotheken-Zechtour“ wunderbar ad absurdum.

http://www.spiegel.de

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Die Lebensstern Bar im Playboy

Bars 1 Kommentar

Einige deutsche Bars haben es schon in den Playboy geschafft. Und dies nicht aufgrund der Oberweite der Bediensteten und deren Bereitschaft sich zu entkleiden. Auch die Sieger des „Glenfiddich Award für Barkultur“ werden mit einem umfassenden Porträt in dem Magazin „für alles was Männern Spaß macht“ belohnt.

Während die monatlich erscheinende deutsche Ausgabe des Häschen-Magazins auf eine Geschichte zurückblicken kann, die bis ins Jahr 1972 reicht, wird der Bar Award aus dem Hause Glenfiddich in Deutschland erst seit 2004 verliehen. Eine unabhängige Fachjury bewertet hierfür jeweils Konzept, Philosophie, Atmosphäre, Service, Innovation und Kreativität der in Frage kommenden Bars. Während man sich in den ersten Jahren als Bar hierfür bewerben konnte, änderte sich das Konzept des Wettbewerbes 2007. Seitdem nominiert jedes Mitglied der Jury fünf Bars. In einer folgenden gemeinsamen Beiratssitzung werden dann zehn Bars für die endgültige Nominierung festgelegt. Mehr lesen

Gemischte Links 3-6-2011

Gemischte Links

+++ Gepanschter Alkohol +++ Türkei +++ Eagle Blow Gin +++ Matt Robold +++ Kernkompetenzen von Bartendern +++ Club-Mate +++ Hacker der Welt lieben fränkische Brause +++ Süddeutsche Zeitung +++

Wenn Alkohol zur Waffe wird

„Nachdem mittlerweile drei Personen an gepanschtem Alkohol gestorben sind, wächst in der Türkei die Angst vor weiteren Fällen.“

Qualität wird nicht überall groß geschrieben. Nachdem drei deutsche Berufsschüler vor zwei Jahren nach Alkoholkonsum in der Türkei verstarben, gab es nun erneut schwere Vorfälle im beliebten Urlaubsziel. Drei russische Reiseleiterinnen erlagen den Folgen ihres Konsums von gepanschtem Fusel. Fast 20 weitere Personen liegen mit teilweise lebensbedrohlichen Alkoholvergiftungen noch heute im Krankenhaus.

Verschiedene Importwaren aus Nordzypern stehen im Verdacht verschnitten worden zu sein. Darunter ein Whisky Namens „Mister Burdon“, ein Raki Namens „Raki7“ sowie Gin und Wodka unter dem Namen „Eagle Blow“. Bei dem Versuch Letzteren zu googlen, um einen Blick auf die umstrittene Preziose zu erhaschen, findet man sich in der Welt der Waffenfreunde wieder. Eine Tatsache die man im beginnenden Sommer bei der Buchung des „All-Inclusive-Urlaubes“ durchaus im Hinterkopf behalten sollte.

http://www.tagesschau.de

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Diageo World Class 2011 – Auf dem Weg nach Indien

Wettbewerbe

Am 23. Mai 2011 trafen sich 19 der weltbesten Bartender zum „Diageo World Class Northern Europe Final“ in Berlin. Bei diesem Wettbewerb wurden die nationalen Gewinner von insgesamt acht europäischen Nationen gekürt, die im Juli nach Neu-Delhi fliegen werden, um dort den Diageo World Class Bartender zu küren.

Die Nordeuropa Finalrunde der Diageo World Class 2011 ist beendet. Aus acht Ländern kamen jeweils drei nationale Sieger nach Berlin, um erneut gegeneinander anzutreten. Die Wettbewerbsteilnehmer durchliefen drei Stationen. An der ersten, genannt „Classic & Vintage Drinks with a Twist“, mussten die Teilnehmer mit den vor Ort gegebenen Zutaten spontan zwei Drinks meistern.

Danach galt es vier von Jurymitgliedern georderte Klassiker der Cocktailgeschichte mit vorhandenen Diageo-Produkten innerhalb von nur vier Minuten zu kredenzen. Und im letzten Durchgang stand die Herausforderung „Food-Pairing“ auf dem Programm, die von Ian Burrell und Simon Difford bewertet wurde. Am Ende des Tages konnten sich folgende Tender für die endgültige Finalrunde in Neu-Delhi vom 11. bis zum 15. Juli 2011 qualifizieren: Mehr lesen

Gemischte Links 26-5-2011

Gemischte Links

+++ Alkoholpolitik +++ Neue Züricher Zeitung +++ Peter Richter und Joachim Güntner pro Alkohol +++ Tequila Suicide oder Koks auf Malle +++ Ergo windet sich für Saubermänner +++ Michèle Roten über Verwässerung +++ Süddeutsche Zeitung +++

Rauschrecht, statt Gesetzeswut

„Wenig fehlt, und der jakobinesche Gesundheitswahn wird nach dem Rauchen nun auch das Trinken stigmatisieren und den Genusstrinker entmündigen.“

Es wurde in letzter Zeit regelmäßig zum Thema gemacht und es wird auch weiter präsent bleiben. In welchem Umfang sind politische Einschnitte in das Leben von Trinkern zu erwarten? Werden Freunde des Alkohols oder gar des Alkohol-Rausches wirklich ähnlicher restriktiver Politik unterliegen, wie Freunde des Tabaks? Die vor kurzem vorgelegten Statistiken des Gesundheitsministeriums, schütteten wieder Wasser auf die Mühlen der Abstinenzverfechter.

Lichtblicke sind Personen wie Peter Richter, der mit seinem Buch „Über das Trinken“ ein klares Statement für den Rausch gibt. Erst gestern stimmte Joachim Güntner auf der Onlinepräsenz der Neuen Züricher Zeitung mit in diesen Tenor ein. Er wünscht sich, dass das Fehlverhalten einer Minderheit nicht dazu führen soll, dass die Mehrheit von der Politik abgestraft und gegängelt wird.

http://www.nzz.ch

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Eine neue Runde Maker‘s Mark Julep Derby

Porträts

Der April hat uns die ersten Ausläufer des Sommers gezeigt. Langsam krochen sie durch die Straßen und brachten in die meisten Herzen ausgelassene Vorfreude auf die Jahresmitte. Auch das augenblickliche Teilzeittief kann da die Stimmung nicht wirklich trüben. Die wärmste Jahreszeit ist auf dem Vormarsch und sie hat wie immer die passenden Erfrischungsgetränke im Schlepptau: zum Beispiel den Mint Julep.

Und wie im vergangenen Jahr engagieren sich erneut die Macher und Vertreiber des immer beliebter werdenden Kentucky Straight Bourbon Whisky Maker‘s Mark für den Erhalt und die Verbreitung des lange Zeit gefährdeten Cocktails. Denn nach dem Deutschen Maker‘s Mark Mint Julep Derby 2010 wurden gestern die Pforten zur Anmeldung für die zweite Runde geöffnet. Diese unterscheidet sich im Wesentlichen in einer Hinsicht vom Cup im letzten Jahr. Während in der ersten Runde noch Minze neben Maker‘s Mark Whisky als Ingredienzie feststand, darf nun auch die Minze ausgetauscht werde. Mehr lesen

Van Nahmen. Privatkelterei mit ökologischem Spitzenprofil

Porträts

Rote Sternrenette, Haschberger Holunder und Konstantinopler Apfelquitte sind wie Kaiser-Wilhelm-Apfel und Frambozen Rhabarber keine wüsten Frucht-Mixturen aus niederländischen Laboratorien. Sie sind vielmehr ehrwürdige und einstmals verbreitete Früchte, die heute als bedroht gelten. Am Niederrhein gibt ein Familienunternehmen diesen und anderen Sorten eine zweite Chance und darf sich nicht nur aus diesem Grund seit mindestens 1995 als Vorreiter des globalen Denkens und des regionalen Konsumieren verstehen.

Einige Familien widmen sich über Generationen hinweg einer gemeinsamen Leidenschaft. So auch die van Nahmens aus dem beschaulichen Hamminkeln im nordwestlichen Nordrhein-Westfalen. Das Familienunternehmen Van Nahmen kann auf nahezu ein Jahrhundert Geschichte zurückblicken. Im Jahr 1917 als „Rheinische Apfelkrautfabrik“ gegründet, wurde Mitte der 30er-Jahre, als Pasteurisierung auch in Deutschland üblich wurde, mit der Herstellung von Obstsäften begonnen.

In dritter und vierter Generation halten die Van Nahmens bis heute an ihrer handwerklichen Mostertradition fest, was ihnen unzählige Erfolge beschert hat. Allein 2010 wurden 19 Säfte des Hauses von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) ausgezeichnet. Mehr lesen