Andre Pintz

Im Gespräch mit André Pintz

Bars 24.2.2014

Er ist als Bartender im Steigenberger Grandhotel Handelshof Leipzig tätig und Gewinner der diesjährigen Made in GSA Competition. Als jüngstes Mitglied des Hubertus Rats will er als Stipendiat die weite Welt sehen und sehnt sich nach Metropolen wie New York City, Kapstadt oder Tokio. MIXOLOGY-ONLINE war im Gespräch mit dem Durchstarter André Pintz.

Der erste Drink den André Pintz in seiner Karriere zubereitet hat, war ein Ki-Rum-Ba. Damit nahm es dann seinen Lauf. Knappe sieben Jahre später präsentiert er den „The Burning Huntsman“,  der Drink mit dem sich Pintz bei der Made in GSA Competition 2014 durchsetzen konnte und tritt damit in die Fußstapfen von Thorsten Spuhn, dem Wettbewerbsgewinner von 2013. „Die Konkurrenz war unglaublich stark und das Wettbewerbsniveau war noch höher als im letzten Jahr! Ich kann es noch gar nicht so richtig realisieren, aber langsam kommt der Sieg an“, freut sich ein sichtlich stolzer Pintz.

Lerne die Regeln

Er hat ein ganz klares Konzept, um Wettbewerbe für sich zu entscheiden. Er verfolgt das Prinzip der exakten Planung und Vorbereitung. Ein organisiertes und natürliches Auftreten rundet sein fachliches Profil ab. Pintz holte sich Rat bei einem erfahrenen Branchenkenner, der ihm lediglich einen Satz mit auf dem Weg gab: „Lerne die Regeln“ und das hat sich für Pintz wohl ausgezahlt.
Seine gastronomische Reise beginnt 2007 in Gera. Die Aloha Beach Bar wird zu seinem ersten Projekt. „Ich habe große Töne gespuckt und wollte mit den Großen im Sand spielen“, verrät er lachend. Durch sein Selbststudium und das stetig wachsenden Interesse für das Handwerk des Bartendings, konnte er den „Aloha Spirit“, der im hawaiischen für Gutmütigkeit und Gastfreundschaft steht, für sich entdecken.

Seine Qualitäten als Gastgeber konnte Pintz weiter während seiner Berufsausbildung zum Restaurantfachmann in  der Barclay’s Sport & Event Bar verfeinern. 2010 zieht es ihn nach Leipzig. Zunächst in die Ausgehmeile Barfußgäßchen und letzten Endes in das Steigenberger Grandhotel Handelshof, in dem Pintz bis heute seiner Kreativität freien Lauf lassen kann.

Dr. House und immer auf Touren

Sein Ideenreichtum führte Pintz 2013 in das Finale der Gosling’s Cocktail Aging Competition, bei der er den dritten Platz belegte. Seinen Ehrgeiz und sein Streben vergleicht er mit dem der TV-Serienfigur „Dr. House“, einem Hochleistungs-Soziopaten, der fokussiert den Blick auf ein Ergebnis richtet und bereit ist viele und auch steinige Wege auf sich zu nehmen, um das Ziel zu erreichen. Denn Erfolg lebt von Disziplin, Leidenschaft und Ergebnissen.
Man könnte meinen, dass ein beschäftigter junger Mann, der immer auf Touren ist, die Freizeit etwas ruhiger gestaltet. Ganz im Gegenteil. In seiner privaten Zeit schnappt sich Pintz sein Wakeboard und sucht das kühle Nass. Im Winter greift er auch gerne zum Snowboard. Hinzu kommt, dass sein Beruf sein Hobby ist. Regelmäßige Seminare, Tastings und sein Engagement als Jugendreferent der Deutschen Barkeeper Union prägen den Rest der so raren Mußestunden.

Reiseziele und Zukunftspläne

Als gegenwärtiger Stipendiat des Hubertus Rats wäre Pintzs Wahldestination East Village in New York City. Genauer würde er gerne Jim Meehan, dem Macher der „Please Don’t Tell“ Bar im Crif Dogs, über die Schulter schauen. Pintz hat sich selbst auf die Zubereitung von Klassischen Drinks und „experimantal Cocktails“ spezialisiert. Sein Grundethos bei der Ausübung seiner Profession, macht ihn zu der aufstrebenden Person die er heute ist. „Arroganz oder Ignoranz haben einen Bartender selten weiter gebracht. Das Lernen von anderen, prägt den eigenen Stil. Jüngeren Bartendern kann ich nur mit auf den Weg geben: „Verstell dich nicht und sei du selbst.“
Der sympathische Leipziger wird im Sommer an der Diageo World Class Europe teilnehmen und versuchen Deutschland nach bestem Wissen zu vertreten. MIXOLOGY ONLINE und die Augen vieler interessierter Kollegen werden den künftigen Werdegang der Erfolgsgeschichte André Pintz verfolgen.

Photo credit: Andre Pintz via Katja Hiendlmayer

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