Axel Klubescheidt

Axel Klubescheidt und Monkey 47: Karussell der Nacht XXIII

Bars 4.9.2017

Axel Klubescheidt wechselt die Botschafter-Marke, und auch Magda Karkosz steht ab sofort als Bar Ambassador vor und hinter dem Tresen. Was sich sonst noch tut? Der Prenzlauer Berg wird weiter in Bar-Hinsicht belebt und Düsseldorf hat einen prominenten Bartender wieder zurück. Das Karussell – es dreht sich immer weiter.

Der Bar Convent Berlin und die MIXOLOGY BAR AWARDS, sie beide sind nur noch ein paar Wochen entfernt. Zeit, vorher noch einmal einen Blick zu werfen auf die wichtigsten aktuellen Job-Rochaden der Barbranche. Wie immer steht Berlin nicht still, doch zunächst schauen wir zu einem großen Namen aus dem Ruhrpott: Axel Klubescheidt.

Axel Klubescheidt: Schwarzwald statt Schweden

Große Veränderungen gibt es nach über sechs Jahren bei Axel „Aki“ Klubescheidt: Als Markenbotschafter für den schwedischen Absolut Vodka prägte der frühere Bartender (u.a. FCUK Yoga, Essen) seit 2011 die Entwicklung des Brand Ambassador-Berufs in Deutschland entscheidend mit, zudem gelang es Klubescheidt immer wieder, der oft verpönten Kategorie Vodka zu einer positiveren Wahrnehmung in der Community zu verhelfen.

Doch damit ist seit 1. September Schluss, denn Klubescheidt wechselt quasi „intern“ von Schweden in den Schwarzwald. Als neuer Globaler Markenbotschafter widmet sich der Erfinder des Le Gurk-Cocktails ab sofort der Marke Monkey 47. Der wichtigste deutsche Gin, der seit Anfang 2016 mehrheitlich zu Pernod Ricard gehört (wie auch Absolut), hatte ja im Frühjahr mit Dino Zippe seinen Markenbotschafter verloren. „Der Fokus soll im ersten Jahr klar auf Deutschland, Österreich und die Schweiz gelegt werden“, erklärt Klubescheidt. Danach wird er als Global BA gemeinsam mit dem französischen Mutterkonzern jedoch auch weitere wichtige Märkte ins Visier nehmen. Und wer jetzt denkt, das Axel Klubescheidt ab sofort einfach nur Gin & Tonics serviert, der irrt: „Wir werden sicherlich keine simplen Masterclasses oder G&T-Tastings machen, sondern wirklich einzigartige Events und Angebote für Bartender“, so der frischgebackene Teilzeit-Schwarzwälder. Und wir wissen schließlich: So ein Espresso Martini – einer von Akis erklärten Lieblingsdrinks – schmeckt ja auch mit Gin ziemlich gut!

Von der Bar zum Bar Ambassador: Magdalena Karkosz

Eine neue Berufsgenossin bekommt Klubescheidt seit August mit Magdalena Karkosz. Die Veteranin des Hamburger Le Lion, zuletzt tätig als Barchefin im Prinzipal Kreuzberg, hat nämlich jüngst die Seiten gewechselt. Seit gut einem Monat nun steht sie als „Bar Ambassador“ für Moët-Hennessy in Amt und Würden. Der französische LVMH-Konzern, weltweit einer der führenden Hersteller von Luxusgütern, nennt unter anderem die Champagnerhäuser Moët & Chandon, Veuve Clicquot und Ruinart, sowie ferner z.B. Glenmorangie, Ardbeg, Hennessy Cognac und Belvedere Vodka sein eigen – besonders für die bekennende Champagner-Liebhaberin Karkosz quasi ein „perfect match“.

„Der Fokus im On-Trade lag bisher vor allem auf Hotels, Restaurants und Clubs. Aber das wird sich nun ändern!“ meint Karkosz freudig. Fortan kümmert sie sich dezidiert darum, alle Marken des Unternehmens in den besten Bars Deutschlands zu kommunizieren und bekannter zu machen. „Ich stehe voll und ganz hinter dem Portfolio und freue mich auf neue Herausforderungen mit einem tollen Team“, blickt Karkosz zuversichtlich in die Zukunft. Treffen kann man sie natürlich auch beim kommenden Bar Convent Berlin am Stand ihres neuen Arbeitgebers.

Von Burlesque zu Bryk: Jürgen Wiese

Nicht nur auf Magda Karkosz müssen die Betreiber der Burlesque-Konzeptbar Prinzipal Kreuzberg ab sofort verzichten, sondern ebenfalls auf Jürgen Wiese. Nach knapp einem halben Jahr zieht es den gebürtigen Bayern in den Kollwitzkiez nach Prenzlauer Berg, wo er nun die Teams der beiden Bars von Carsten Schröder – Bryk Bar (Rykestraße) und MyJune (Sredzkistraße) –  verstärkt.

Wie schon zuvor im Prinzipal und Sticks & Sushi wird der frühere Goldene Bar-Mitarbeiter Wiese auch in Bryk Bar und MyJune in einer Teilzeitstelle arbeiten, da er auch weiterhin als Markenbotschafter für Birds Weissbrand tätig bleibt – ein Job, den der zweifache Vater schon seit einem Jahr mit Freude wahrnimmt. Es tut sich also weiterhin etwas im Viertel um die Prenzlauer Allee, wo neben den besagten Bars auch Immertreu, Birra, Monterey Bar und Fifty Cocktail Heroes mittlerweile für einen echten Trink-Hotspot sorgen.

Dustin Heimsoth wird neuer Cocktailheld

Diesen florierenden Bar-Kiez bereichert ab sofort auch Dustin Heimsoth. Der 28jährige, seinerseits ganz klassisch über eine Hotelfachlehre in den Beruf gekommen, bringt umfangreiche Erfahrungen mit zu seinem ersten Berliner Engagement: Nach Etappen in der Bremer Lemon Lounge, stählenden Service-Zeiten auf der MS Europa 2 und der Kölner Al Salam Orient Lounge unter Mohamad Nazzal war Heimsoth zuletzt ein halbes Jahr als Jägermeister-Stipendiat im The Gibson unter dem weltberühmten Perfektionisten Marian Beke tätig.

Das erlangte Wissen bringt er ab sofort im Fifty Cocktail Heroes zur Anwendung und natürlich auch ins Glas: „Jetzt bin ich in Berlin im Fifty angekommen, einem tollen neuen Barprojekt von Michael Blair. Ich habe nach London eine neue Herausforderung gesucht und Michael kam auf mich zu – der Rest ist Geschichte“, blickt er zuversichtlich in die Zukunft. Ob er wohl künftig die doppelt eingelegten Perlzwiebeln von Marian Beke mit einem lachenden und einem weinenden Auge vermissen wird?

Carsten Möller und die Capella 2.0

Ein knappes halbes Jahr nach seinem Abschied ist er wieder da, in seiner neuen, alten, neuen Heimat: Carsten Möller beendet sein Gastspiel in der Bar des Bülow Palais zu Dresden und kehrt zurück in die Capella Bar des Breidenbacher Hof in Düsseldorf. Bis März war die sächsische Frohnatur mit dem beeindruckenden Lebenslauf (u.a. Zürich, Wien, London und München) bereits 2 ½ Jahre in der Bar des ehrwürdigen Hotels tätig gewesen, nach dem Abgang von Bar Manager Thorsten Feth tritt Möller (früher stellvertretender Barchef) nun dessen Nachfolge als „Kopf“ der Bar an.

„Nachdem es in Dresden nicht so geklappt hat wie es sollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und die Zusammenarbeit beendet“, eröffnet Möller, parallel habe sich die offene Möglichkeit an der alten Wirkungsstätte ergeben. „Nach vielen positiven Gesprächen und nachdem mir auch Thorsten dazu geraten hat, habe ich mich zu der Rückkehr entschieden“, freut er sich nun auf die neue Herausforderung in bekannten Gemäuern. „Ich bin mega-gespannt!“ Für die Capella Bar, die in den letzten Monaten viele Abgänge verschmerzen musste, ein sehr positiver Schritt.

Damit schließen sich die Akten des letzten Karussells der Nacht vor dem Bar Convent Berlin 2017. Falls Sie jemanden kennen, der kürzlich einen neuen Posten angetreten hat, oder sich das Karussell für Sie selbst gedreht hat, freuen wir uns über eine Nachricht an nils@mixology.eu. Oder sie sprechen uns einfach beim BCB an. Cheers!

Photo credit: Foto via Tim Klöcker.

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