Bar Convent Guide – Night Guide Berlin

Bars 19.9.2014

Es ist Nacht in Berlin und für einen kurzen Moment gilt es, auch außerhalb der bewährten Cocktailbars einen Happen zu nehmen, und einen zweiten Blick auf die nächtliche Hauptstadt und ihre Nachtgestalten zu riskieren. 

„Vegetarier ist das indianische Wort für: Schlechter Jäger“ könnte das Motto lauten im Chicago Williams. Es gibt Fleisch und Bier und noch mal Fleisch. Beliebter Treff der Bartenderszene, da der Ort betrieben wird von unterhaltsamen Gestalten, die Shaker und Eiswürfel gegen Gabel und Grill tauschten.

Immer Uff und das Wegbier

Berlin wäre nicht Berlin ohne seine Eckkneipen. Besonders außerhalb der Szenebezirke trifft man dort, teilweise rund um die Uhr, Berliner Herz mit Schnauze. Zu einer mitternächtlichen Bulette und Molle mit Korn treffen Blaumann und Anzug aufeinander und genießen Orte mit Namen wie, Zum Hecht, Zur Quelle, Kaputter Heinrich, Narkosestübchen und Immer Uff.

Die jüngere und internationale Atmosphäre lässt sich vortrefflich genießen entlang der Hipster- Ausgehmeile Torstraße in Mitte oder in der Oranienstraße in Kreuzberg mit ihrer türkischen Prägung. Mit einem Wegbier auf der Warschauer Brücke in Friedrichshain und in den Kneipen und Kulturstätten auf dem nahen RAW-Gelände findet sich rasch Anschluss an weitere Gestalten der Nacht oder eine Kollision mit einem der berüchtigten Berliner Radfahrer.

Bettelaktivisten und Berlin leuchtet

Einer der ruhigsten Orte der nächtlichen Stadt ist der Pariser Platz am Brandenburger Tor. Wo tagsüber die Touristenhorden drängeln und Kohorten verkleideter Bettelaktivisten nutzloses Entertainment suggerieren, hat man das berühmte Wahrzeichen nach Sonnenuntergang fast für sich allein und darf einen Moment lang andächtig innehalten.

Pünktlich zum Bar Convent Berlin beginnt auch in diesem Jahr das Konzept „Berlin leuchtet“  bei dem zahlreiche Gebäude und Wahrzeichen von Lichtkünstlern illuminiert werden.

Spätes, Heftiges und Deftiges

„Durst ist schlimmer als Heimweh!“ Das alte Zitat stimmt, aber auch die Nahrungsgrundlage zum Getränkegenuss sollte stimmen. Den Hunger stillt beispielsweise das legendäre Schwarze Café in Charlottenburg rund um die Uhr. Späte spanische Küche bietet das El Borriquito, nur wenige Straße weiter.

Dorade oder Lammkarree perfekt gegrillt serviert der Pascha Grill in dem Imbiss an der Potsdamer Straße in Schöneberg. Wer dringend eine nächtliche Currywurst benötigt, findet bei Curry 36 am Mehringdamm und am Bahnhof Zoo entsprechende Fürsorge.

Vortreffliche chinesische Küche nach Kanton-Art bis nachts um drei serviert das Restaurant Aroma an der Kantstraße. Deftige Speisen heimischer Machart tischt die Berliner Republik jeden Tag bis morgens um sechs Uhr auf.

Für nächtliche Noteinkäufe bietet sich der Kaisers am Nollendorfplatz an, oder der Rossia Supermarkt im Bahnhof Charlottenburg, dessen Öffnungszeiten mit 24 Stunden an sieben Tagen recht großzügig bemessen sind. Bei allem anderen helfen die legendären Berliner Spätis, jene spätverkaufenden Kioske, die im ganzen Stadtgebiet die Nachtschwärmer versorgen. Besonders hingewiesen sei auf den Edel-Späti „Whatever …“  in der Torstraße in Mitte. Feine Biere, Edelspirituosen und Champagner kann man nachts immer brauchen!

Photo credit: Oberbaumbrücke in Berlin via Shutterstock

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