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Ice Ball Maker ab sofort in Europa erhältlich

Barwerkzeuge 19.11.2009 15 comments

Wem der Sinn nach Luxus in seiner Bar steht und hochwertige Spirituosen mit einem “Perfect Serve” begleiten möchte, der sollte sich schnell an Steven Pattison wenden.

Der Mitbegründer des Belfaster Connoisseur Club sowie selbstständige Bar Consultant mit Drinksology hat ein Faible für hochwertige Bar-Utensilien und vertreibt seit Kurzem europaweit einen Ice Ball Maker. Dieser schmilzt innerhalb einer Minute aus quadratischen Eisblöcken perfekt gerundete Eisbälle.

Laut Steven kosten die irischen Ice Ball Maker 395 GBP netto plus Versand, was beim derzeitigen Wechselkurs fürwahr ein Schnäppchen ist. Interessenten wenden sich am besten direkt an Steven (steven@drinksology.net) für nähere Informationen.

Nachtrag 4.1.2010: Das Original aus Japan wurde übrigens von der Firma “Taisin” auf den Markt gebracht:

http://www.taisin-ss.co.jp/html_docs/indexaa.html

 

Links:

www.drinksology.net

www.taisin-ss.co.jp

15 comments

  1. jpebert

    @helmut
    Deine Eiskugel liegt bereit, hat eine rote Schleife drum und wurde beschriftet “Für Helmut” ;)

    Ich freue mich, wenn Du vorbeischaust! Bis dahin …

  2. Jigger

    Super, danke.

  3. JohannM

    @jpebert

    Die klare Eiskugel oder vielmehr der klare Eisblock ist auch ein Sache, die mich seit geraumer Zeit beschäftigt.
    Zu den Ergebnissen (da kommt der Chmiefuchs durch):
    Das mit Abstand beste Ergebnis erzielte ich mit destilliertem Wasser, ABER destilliertes Wasser entzieht dem Körper (bzw. den Organen) Elektrolyte, was – wenn ein Gast seinen Drink verwässern lässt – bei labilen Menschen zu Kreislaufbeschwerden führen kann, also keine gute Idee! (Auch wenn die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering ist, man will ja nix riskieren.)
    Das beste verkaufstaugliche Ergebnis habe ich mit “entmineralisiertem” Wasser erzielt, Dabei wurden dem Wasser durch einen Kohlestofffilter ein Großteil seiner Salze, Spurenelemente und Mineralien entzogen. Und durch die bewährte “try-and-error-Methode” bin ich drauf gekommen, dass es für die Klarheit des Eises von Vorteil ist, wenn dieses möglichst schnell gefriert (respektive in kleinen Mengen, nicht bei extremer Kälte). Die Methode war dann, in einer Form einen Eisblock in extrem dünnen Schichten aufzugefrieren, Schicht für Schicht. Eine Sch…arbeit! Aber das Ergebnis war durchaus sehenswert.
    Die nächste Experimentstufe sollte nun das Gefrieren durch flüssige Gase sein, aber ich bemerke gerade wie schwer es ist an sowas ran zu kommen…

    Frohes Frosten

    Hannes

  4. jpebert

    Wer ein ähnliches Gerät sehen, ausprobieren und darüber fachsimpeln möchte, kann gern in der rivabar vorbeikommen.

    Jean-Pierre

  5. VanRheinberg

    Hi,

    Kann mir vielleicht jemand verraten, wo man die auf dem Foto des Posts gezeigten Barwerkzeuge finden kann?

    MfG

    VR

  6. Redaktion

    @VanRheinberg:
    Bei cocktailian.de solltest du fündig werden.

    Grüße,

    Marco

  7. littmann85

    wir haben ihn uns schon vor zwei monaten selber bauen lassen!
    is echt n schöner showeffekt für die gäste!

  8. coco

    @littmann85: Wart ihr mit dem “Selbstbauen” viel günstiger dran?

  9. littmann85

    @coco:etwas schon

  10. Helmut Adam

    Ist eine schöne Beschreibung auf der Seite. Was mich persönlich interessieren würde: was ist die Methode um das überschüssige Wasser, das beim Produzieren des Balls entsteht, loszuwerden? Ist ein bisschen umständlich, wenn man jedes Mal den Untersatz auskippen muss….

  11. jpebert

    @helmut

    Man stellt das Teil auf das Abtropfsieb, wovon jeder Bartresen fast immer mindestens eins hat, beispielsweise … weitere Varianten auf Anfrage ;)

    Es muss ja nicht jedesmal auf dem Tresen aufgebaut werden

    Du kannst gern mal vorbeikommen und Dir die Funktionsweise meines Selbstbaus anschauen.

    Übrigens Preise: Ich hatte vor über einem Jahr danach gesucht und eine Bezugsquelle gefunden. Für einen 6 bzw. 7cm Taisin Ice Bal Mold musste man mit +- 1200€ rechnen, absolut unrentabel, was der Grund für den Selbstbau war. 395 GBP ist ein besserer Preis. Günstig ist das auch nicht unbedingt. Mein Selbstbau (Drehen, Bohren, etc.) hat noch weniger gekostet, ca. 250 €, ohne Material. Beim Material muss man mit 50€ rechnen, manchmal kann man Buntmetall auch sehr preiswert beim Buntmetallhändler (Schrottplatz) kaufen.

    (Vielleicht sollte ich noch einige Exemplare bauen lassen? ;)

  12. Helmut Adam

    @jpebert
    Da kommt das geballte Wissen des Ingenieurs durch. ;) Abtropfsieb: logisch! Diese Fläche benötigen kleine Bars aber meist für etwas anderes. Muss man sich wohl noch ein Abtropfsystem basteln, aus dem man die Flüssigkeit per Schlauch ableiten kann.

    Vorbeikommen: Stell mir schon mal ein Gin Tonic kalt. Becherglas natürlich. Muss ja die Eiskugel reinpassen. ;)

  13. Jigger

    Aber ihr friert die Eiskugeln schon nochmal ein oder? Dann kann man jauch einfach die Eiskugelformen nehmen, die es schon ne weile lang gibt…
    Ohne Doppelfrosten stelle ich mir das sehr wässrig vor?

  14. jpebert

    @jigger

    Wir haben natürlich einige Kugeln vorbereitet und in den Froster gelegt. Zur Rushhour ist es manchmal notwendig, da keine Zeit bleibt, um die Kugel just in time zu machen. Hinzu kommt, dass wir das Gerät auf der Kaffeemaschine erhitzen lassen und der Wärmevorrat bei unserem Teil für max. 2 Kugeln reicht. Danach braucht es eine Weile, um sich wieder zu erwärmen. Alternativ kann man das Teil auch mit heißem Wasser, bspw. aus der Kaffeemaschine erwärmen, was aber seinen Aufwand hat. Wie gesagt meistens bleibt keine Zeit dafür, in dem Fall greife ich auf die vorbereiteten Kugeln aus dem Froster zurück.

    Ich habe nun schon eine Weile damit experimentiert – um auf Deine Frage des Verwässerns zurückzukommen. Als Fazit kann ich sagen, dass die Kugel am besten a la minute gefertigt wird. Sie ist dann perfekt für die weitere Verwendung. Du wirst Dich jetzt fragen warum:

    1. Gefrostete Kugeln stehen unter ziemlich großer Spannung, sobald Du sie mit Alkohol, der Raumtemperatur hat, begießt. Die Oberfläche erwärmt sich dabei stark und dehnt sich aus, der Kern nicht. Im Ergebnis kann es passieren (und ist es des öfteren auch), dass die Kugel in mehrere Teile zerspringt. In dem Fall kann man gleich auf Eiswürfeln zurückgreifen.

    2. Andererseits verwenden wir einen tiefgekühlten Eisblock, um die Kugel zu fertigen. D.h., die Oberflächentemperatur dr fertigestellten Kugel hat ca. -1 Grad und der Kern ca. -10 (kommt auf den Froster an). Das ist perfekt, um einen Drink, wie einen Old Fashioned zu kühlen. Warum Kugeln besser statt (mehreren) Würfel sind brauche ich an der Stelle nicht zu erwähnen. Das haben schon genug Fachleute in verschiedenen Foren und Publikationen getan (Oberflächengröße). Ich erlaube mir aber vielleicht noch den Hinweis, dass zu kaltes Eis nicht so gut (schnell) kühlt. Als Daumenregel gilt, das ungefähr -1 Grad Celsius Randtemperatur und -5 Grad (möglicherweise auch weniger) Kerntemperatur eines Eiswürfels (oder einer Kugel) der optimale Kompromiss zwischen guter (schneller) Kühlwirkung und Verwässern ist.

    Ich hoffe, dass Beantwortet Deine Frage.

    Eine Frage beschäftigt mich aber trotzdem schon seit längerer Zeit: Wie bekommt man die Kugel glasklar?
    Ich habe einiges schon probiert, von doppelt gekochtem Wasser bis hin zur Verwendung von stillem Wasser. Nichts hat wirklich geholfen. Die besten Ergebnisse habe ich mit stillem Wasser erzielt, um den Block zu frieren, aus dem dann die Kugel getaut wird. Ein Teil der Kugel bleibt aber trotzdem milchig. Das Problem habe ich bereits mit Günther Windhorst (vom Windhorst ;) diskutiert. Er meinte, dass es unmöglich ist, den Block ganz klar zu bekommen, es sei denn das Wasser wird während des Gefrierprozesses bewegt, was man sich beispielsweise ähnlich dem Paddelsystemen moderner Eismaschinen vorstellen kann. Beim Gefrierprozess kommt es sonst wohl zu Lufteinschlüssen, die sich unter der zuerst gefrorenen Oberfläche absetzen. Falls irgendjemand eine Idee hat (oder mehr weiß als ich), wie man trotzdem einen glasklaren Block friert, dann wäre ich sehr dankbar für das “Wie”.

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