Kokain. Bartender über eine präsente Droge in ihrem Alltag.

Debatte 13.11.2011 8 comments

 

Ein Artikel über das Koksen in Bars vom US-Amerikaner Jack Lauterback erregte enormes Aufsehen. Das Textstück sei verherrlichend, war der Hauptvorwurf. Und turnusmäßig wurde monoton wiederholt, dass es sich um eine illegale Droge handele. Als ob dies niemand wüsste. Auf Grund des hohen Diskussionbedarfes entschied sich die MIXOLOGY ONLINE Redaktion den Artikel hier zur Debatte zu stellen. Zweisprachig und mit gewissen Auflagen für die Kommentarfunktion.

An article about cocaine by American bartender and author Jack Lauterback in our recent print issue caused a big stir. Readers commented the article would glorify the use of the drug. And in a non-ending cycle we got told, that cocaine is an illegal drug. As if nobody knew. As there obviously is the need for a debate, MIXOLOGY ONLINE has decided to publish the article online. Bilingual and with certain restrictions for comments.

 

Im Magazin wurde der Artikel wie folgt eingeleitet: „Jack Lauterback nimmt wie immer kein Blatt vor den Mund und bekennt sich auch selbst zum Konsum der Droge in Maßen. Noch hört er keine Stimmen und fängt daher Stimmen anderer Kokainkonsumenten ein.“

Er fängt Stimmen ein! Einen Part den viele der Kritiker offenbar übersehen haben. Der Artikel ist verwirrend und an manchen Stellen provokant. Die eigenen Statements des Autoren zum Thema sind auf engem Raum gefasst. Und dies sind seine eigenen, subjektiven Gedanken zum Thema und sie damit selbstverständlich diskussionswürdig, wenn nicht sogar diskussionsbedürftig. Eine Welle an Kommentaren über Facebook bezüglich des Artikels und vereinzelte, sehr kritische Blogbeiträge veranlassten die MIXOLOGY ONLINE Redaktion nun den Artikel auch ins Internet zur Diskussion zu stellen.

Da die bisherige Auseinandersetzung nicht immer thematisch und inhaltlich verlief, sowie teilweise nur aus stumpfen und gehaltlosen Verunglimpfungen des Autors oder gar der Mixology Redaktion bestand, entschieden wir uns, die Kommentarfunktion in diesem Zusammenhang etwas restriktiver zu verwalten. Das bedeutet, dass nur Kommentare freigeschalten werden, die folgenden Kriterien entsprechen:

1.) Damit der Autor auf die Debatte eingehen kann, werden nur englische Kommentare freigeschaltet.

2.) Es werden nur Kommentare freigeschaltet, die eine ernsthafte inhaltliche oder thematische Auseinandersetzung zeigen. Das bedeutet, dass zum Beispiel belehrende Kommentare, deren Hauptargumentation sich auf die derzeitige Gesetzeslage beschränken, nicht freigeschaltet werden.

3.) Keine Unterstellungen oder Beleidigungen. (Traurig, dass man dies hier aufführen muss, aber der bisherige Diskussionsverlauf, in dem anderen Kommentatoren, dem Autor oder gar der ganzen Mixology Redaktion übermäßig harter Drogenkonsum vorgeworfen, oder gar eine Entzugsklinik empfohlen wurde, zwingen zu diesem Punkt.)

Grundsätzlich wurde der polarisierende Artikel aus einem einfach Grund erst den Magazin-Lesern und nun der Internet-Öffentlicht nicht vorenthalten: Das Thema Koks geschieht in der Bar und in der Nacht und als Medium der Bar und der Nacht empfindet sich Mixology daher in der Pflicht darüber zu berichten. Jedwede vernünftige Debatte die in einem gepflegten Rahmen über harte Drogen und andere eventuell schädigende Derivate der Nacht, auch Alkohol muss als eventuell schädigend begriffen werden, wird von Mixology als Aufklärung verstanden. Mixology gibt für Debatten gerne Anstöße, die Diskussion liegt in der Hand aller und eine Conclusio muss jeder für sich selbst ziehen.

The article had and still has the following introduction:

„Jack Lauterback as usual doesn’t mince matters and admits the use of the drug in moderation. He doesn’t hear voices yet and therefore collects the opinions of other cocaine users.“

He does collect opinions! A fact many people criticizing the article obviously have ignored. The article is confusing and parts of it are provocative. Lauterback’s own statements are only a part of the text. And they are his own personal thoughts and they are certainly worht being discussed. As there was a flood of comments on Facebook regarding the article and a few blog entries addressing the topic, the editorial staff has decided to publish the article online so readers can discuss it.

As the debate in blogs and on Facebook was very off topic in most cases, and unfortunately did mainly consist of  unsubstantial and blunt slander of the author or even the editorial staff at MIXOLOGY we have decided to be more restrictive in the moderation of comments here. This means we will only publish comments that are in accordance with the following criteria:

1.)  Only English comments are allowed so the author can engage in the debate.

2.)  We will only publish comments that address the topic in a substantial matter and discuss the actual content of the article. In effect this means for example, that editorial staff won’t publish comments solely adressing current legislation.

3.) We won’t accept insinuations and insults. (It’s a sad fact we have to mention this. But the debate up to this date consisted mainly of dull allegations, accusing the editorial staff and the author of large scale drug abuse etc.)

There’s a simple reason we have NOT kept this polarizing article back from the public: cocaine is a fact in bar and nightlife. It simply happens. MIXOLOGY as a magazine covering all aspects of bar and nightlife feels obliged to address and cover this topic. We see every rational and civilized debate that brings up the topics of the use of drugs and other damaging derivates of the night, and we’ll have to include alcohol here as well, as public education (Aufklärung). We at MIXOLOGY like to start debates, it is in the responsability of all to keep it fair. And everyone has to draw his oder her own conclusions.

 

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(Deutsche Version / Übersetzung  erschienen MIXOLOGY Issue 5/2011 )

Jack Lauterback nimmt kein Blatt vor den Mund und bekennt sich selbst zum Konsum der Droge in Maßen. Noch hört er keine Stimmen und fängt daher Stimmen anderer Kokainkonsumenten ein.

Nur ein klein wenig. Um fit zu sein für den nächsten Ansturm. Gut, vielleicht etwas mehr eine Stunde später. Ach scheiß doch drauf und zieh einfach was, wenn Dir danach ist! Und schon ist es 6 Uhr morgens, Du stehst noch immer hinter der Bar. Redest. Trinkst. Und reibst Dir die Nase. Vögel fangen an zu zwitschern, die Sonne geht langsam auf. Irgendwie schaffst Du es nach Hause. Komatöser Schlaf.

Nach 9 Stunden wachst Du auf, die Sonne geht unter. Ein verlorener Tag. Du fühlst Dich noch immer fahrig und nebulös. Heute Abend musst Du wieder am Tresen stehen. Deine einzige Chance, den Arsch hochzubekommen und mit glücklichem Gesicht den Entertainer zu geben, ist ein neues Päckchen mit weißem Pulver. Dieser Teufelskreis hat nur allzu viele Bartender fest im Griff. Kokain, sagt man, ist eine Höllendroge.

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Du bist fabelhafter Laune, Deine Bewegungen sind koordiniert und elegant. Du machst keinen Fehler. Nimmst mehrere Bestellungen auf, merkst Dir jede einzelne. Flachst mit den Kunden, lachst, nickst mit dem Kopf im Takt derMusik. Gott, ich liebe es!

Dann wirst Du langsam launisch, wirst lascher. Verdammt, es darf nicht aufhören! Geh in den Keller, wo das Bier und der Schnaps lagern. Zerdrück die weißen Bröckchen auf der Arbeitsplatte. Roll Dir einen 20-Euro-Schein zurecht und zieh … „Aaahhh!“ Ganz einfach. Du bist wieder dabei! Die dritte Nacht in Folge bist Du nicht vor 7 Uhr morgens im Bett. Du zerstörst Deinen Körper. Verbrennst zwischen Serotonin und Energie.

Kokain, sagt man, ist ein großes Problem – oder ein Segen – hinter dem Tresen.

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„Zugegebenermaßen übertreibe ich es manchmal, aber ich hatte noch nie Probleme deswegen. Wenn überhaupt, dann gebe ich nur wenig Geld dafür aus. Normalerweise bezahle ich meinen Dealer einfach in Drinks. Alkohol gegen Drogen. Es macht Spaß und lässt die Nacht viel schneller umgehen.“

„Wenn ich diese 45-jährigen Restaurantbesitzer sehe, die sich jede Nacht zudröhnen, sage ich mir: So endest Du auf keinen Fall. Aber ich bin erst 29. Scheißegal. Es ist geil.“

„Es ist mir nur unangenehm, wenn ich vor Gästen die Nase hochziehe. Dann fühle ich mich ertappt. Aber wenn es mal wieder brechend voll und laut ist, mach ich mir darüber auch keine Gedanken mehr.“

„Das Problem ist, dass viele Bartender zu viel Geld für zu viel Koks ausgeben. Ein Gramm ist ok. Jede Nacht mehr davon ist nicht ok. Es geht nur um die richtige Balance – was, wenn es um Drogen geht, irgendwie ein ziemlich unpassender Begriff ist.“

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Dies hier ist keine Liebeserklärung. Selbst der dümmste, kaputteste und abgefuckteste Drecksack von einem Bartender weiß im Grunde seines Herzens, dass Kokain eine schlechte Droge ist. Die es nicht verdient, geliebt zu werden. Aber wir tun es trotzdem.

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„Einen Barjob habe ich indirekt durchs Koksen verloren. Ich kam immer häufiger zu spät, machte immer öftere und längere Pausen, um eine schnelle Line zu ziehen. Kokain stumpft Dich ab, Du wirst nachlässig. Freidrinks rauszugeben ist viel einfacher, wenn Du drauf bist.“

„Wenn ein Kunde mich fragt, wo er gutes Kokain herbekommen kann, ist mir das verdammt peinlich. Und ich frage mich, ob ich nicht etwas zu offen mit meinem Konsum umgehe. Was ich offensichtlich tue.“

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„Eine Bar, in der ich früher gearbeitet habe, war bekannt als die absolute Kokshöhle. Alle lachten darüber und machten ihre Witze. Doch wir haben drauf geschissen. Wir fühlten uns wie Piraten. Drinks, noch mehr Drinks und obenauf ein Berg aus weißem Pulver. Wir glaubten, niemand könnte uns was, nicht mal die Polizei.“

„Ich habe nie geglaubt, dass Kokain süchtig macht. Ich nahm einfach an, dass mit dem Bartenden auch das Koksen aufhören würde. Natürlich neigen Bartender dazu, noch härter zu feiern, wenn sie mal nicht arbeiten. Mittlerweile kokse ich 5 bis 6 Tage die Woche. Für mich kein Problem. Ich habe viel Geld. Ich habe einen Job. Ich habe eine Freundin, die mich nicht hasst – meistens zumindest.“

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Abgesehen von schwer suchtkranken Menschen – Kann Kokain wirklich zum Problem für einen willensstarken Bartender werden, der seinen Job ernst nimmt? Und nehmen tatsächlich so viele Bartender Kokain? Auf diese Fragen gibt es keine klaren Antworten.

Ich kenne extrem erfolgreiche Vollzeitbartender und Selfmade-Barbesitzer, die seit über 25 Jahren koksen. Und sie arbeiten noch immer auf hohem Niveau. So gesehen hat Kokain nicht zwangsläufig einen negativen Einfluss auf die Fähigkeit, hart zu arbeiten oder den Willen, es zu etwas zu bringen.

Die zweite Frage ist etwas schwieriger zu beantworten. Ich würde sagen, dass mindestens 75 Prozent aller professionellen Bartender Kokain zumindest einmal probiert haben. Ich sage nicht, dass jeder zu einem regelmäßigen Konsumenten geworden ist, aber in unserer Branche ist es schwer, sich dem zu entziehen.

Und wie viele Bartender koksen zu viel? Aus persönlicher Erfahrung schätze ich um die 25 Prozent. Es wären wohl noch mehr, aber nicht alle Bartender kommen so leicht an Kokain oder können sich den regelmäßigen Konsum leisten. Oder beides.

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„Der Job als Bartender ist die beste Abkürzung auf dem Weg zu Sex, Drogen und Alkohol. Ein glamouröses Leben. Du bist ein normaler Typ und fühlst Dich wie ein Rockstar.“

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Ich schreibe diese Zeilen nicht, weil ich Kokain so unglaublich geil finde. Ich schreibe darüber, weil ich ein Vollzeitbartender und ein Lohnschreiber bin und weil ich kokse. Ich habe durchaus manchmal Reuegefühle. Ich habe meine Hochs und meine pechschwarzen Tiefs. Aber ich habe auch einen Job, ein Haus und ein Leben. Ich will nicht mein Leben lang Drogen nehmen. Und ich weiß um die verheerenden Auswirkungen, die Kokain auf den Körper im Laufe der Zeit haben kann. Ich genieße es, mit anderen Bartendern fette Lines zu ziehen und einfach abzurocken. Kohle zu verdienen und Momente zu erleben, die wohl nur wenige von uns jemals vergessen werden. Ganz gleich, wie abgefuckt wir sind.

Trotz alledem. Wenn Du Kokain noch nie probiert hast, rate ich Dir davon ab. Es ist nicht jedermanns Sache.

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„Kokain, wie alles auf diesem gottverdammten Planeten, muss in Maßen genossen werden. Das ist der einzige Trick. Tu es gelegentlich und nimm nicht zu viel. Bleib nie bis zum Sonnenaufgang. Fang niemals an, das Zeug zu verkaufen. Dann bist Du auf der sicheren Seite. Bartending ist der beste Job der Welt, und etwas über die Stränge zu schlagen, gibt Dir pure Lebenserfahrung – mehr als die meisten Menschen jemals haben werden. Es geht nicht darum, auf Spaß zu verzichten. Du musst einfach nur wissen, wann es Zeit ist zu gehen.“

 

Anmerkung der Redaktion

Kokain ist eine Droge, deren Konsum, Besitz und Verkauf in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den jeweiligen Betäubungsmittelgesetzen verboten ist. Regelmäßiger Kokaingebrauch kann mittel- und langfristig zu schwerwiegenden körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen führen. Als Medium, dessen Inhalte sich um ein legales Rauschmittel drehen, den Alkohol, wäre es heuchlerisch, zu negieren, dass im Nachtleben auch zu anderen Substanzen gegriffen wird. Der Beitrag von Jack Lauterback versteht sich daher als ein Lüften des Schleiers im Baralltag und gibt einzig die Meinung des Autors wieder. Als ehemalige Gastronomen wissen wir von Mixology aus eigenem Erleben, wie präsent und gefährlich diese Droge im Bar-Alltag mitunter sein kann. Wir haben die Karrieren einiger Kollegen aufgrund von Kokainkonsum zu Bruch gehen sehen. Weitere Informationen zur Gefahr, die von Kokainkonsum ausgehen kann, findet der Leser auf den Seiten der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. — dhs.de

 

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(The original article)

Jack Lauterback as usual doesn’t mince matters and admits the use of the drug in moderation. He doesn’t hear voices yet and therefore collects the opinions of other cocaine users.

A little line, just to prepare you for that late night rush. Okay, maybe a slightly larger one an hour later. Well, let’s just lay it all on the plate and we can just run back whenever we need it. Next thing you know you’re gritting your teeth at 6am, still at the bar, talking, drinking. Birds begin to chirp and the sun is slowly rising. You manage to make it home and pass out. Wake up 9 hours later and the sun is descending. The day has been lost. You still feel jittery, foggy. You have to bartend again that evening. The only way to overcome your downtrodden state and put on a happy face for the masses is to buy another lil’ baggie of white powder. The cycle is vicious and all too common in the bartender’s world.

Cocaine, as they say, is a hell of a drug. You’re mood is enhanced, you’re moving with purpose, with grace. You make no mistakes behind the bar. Multiple drink orders are taken and memorized instantly. You smile with customers, you laugh, you bob your head to the music. God I love this feeling! Then you start to become edgy, slightly moody. Where did that exhilarating rush go? I want it back! It’s down the stairs to the basement where you store the beer and liquor. It’s crushing up small white rocks on a little plate. It’s rolling up a 20 dollar bill. It’s snort. It’s, ‘ahhhhhh yessss!’ That’s the ticket. You’re back!

It’s not being able to fall asleep until 7 am for the third night in a row. It’s a crushing feeling of dejection. It’s your body being depleted of serotonin and energy. It’s a major problem (or blessing) in the world of bartending.

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„I admit, I can overdo it sometimes, but I don’t feel like it has ever been a problem. I don’t spend much money on it, if any. Usually I just trade my dealer. Drinks for drugs. It’s fun and it makes my night go by a hell of a lot faster.“

„I feel bad seeing these 45 year old restaurant owners doing blow every night and I tell myself that I won’t be doing that when I’m that age. I’m only 29. Fuck it. This is awesome.“

„The only time I regret it is when my nose starts to run and I’m snorting in front of customers. I feel like they know what I’m doing. I certainly don’t mind when we’re packed and it’s loud though. I’m moving too fast to care.“

„The problem is that many bartenders can get sucked down the worm hole of spending too much money and doing way too much coke. 1 gram is okay. Buying an eight-ball every night is not okay. It’s about finding a balance, which I realize is a pretty ridiculous term to apply to drug usage.“

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I don’t want this piece to come off as pro-drug, because even your dumbest, most alcoholic, drug-ridden scumbag bartender knows in his heart of hearts that cocaine is a bad drug. It’s not something that should ever be glorified. But we do anyways.

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„I’ve lost a bartending gig due indirectly to my coke usage before. I started showing up late, taking longer and longer breaks to go ‘do a bump.’ Cocaine numbs you, makes you care less. Giving away a few free drinks is much easier to do when you’re coked up.“

„When a customer comes up and asks if I can get him blow it’s fucking embarrassing. I hate it. It makes me wonder if I’m being a bit too open with my usage. Which clearly I am.“

„One bar I used to work at became known as a coke den. Everyone laughed and joked about it. We didn’t give a fuck. We were like pirates. Slinging drinks, drinking even more drinks and then topping it all off with a mountain of powder. We felt invincible to everyone, including the cops.“

„I’ve never believed that cocaine is addictive. I just assumed that once I stopped bartending so much, the coke would stop also. Of course bartenders tend to party even harder when not working. The blow became a 5-6 day a week thing with me. I still don’t see it as a problem. I have plenty of money. I have a job. I have a girlfriend who doesn’t hate me, most of the time.“

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People with crippling addiction problems aside, is cocaine actually a problem with a strong-willed bartender, someone who actually takes their job seriously? Do that many bartenders really partake in coke? There aren’t concrete answers to either of these questions. I’ve seen extremely successful lifer-bartenders and bartenders-turned-owners who have done blow, unapologetically, for over 25 years. They still do it weekly, and they still perform at a high level. So in that regard, I think it can definitely come down to a person’s will-power, their ability to work hard and play harder.

The second question is a bit more loaded. I’m willing to say that at least 75 percent of professional bartenders have tried cocaine before. I’m not saying that they continued to do it, but in our environment, it’s tough not to run into it. The number of barkeeps that abuse it? From personal experience, I’d say 25 percent. The number would be higher but some bartenders just have an easier time procuring drugs than others, or have more money, or both.

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„I started bartending because we get easier access to sex, booze and drugs. It’s glamorous. It’s the closest a normal joe will ever get to being a rock star.“

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I don’t write this piece or share these anecdotes because I’m in love with cocaine. I share these feelings because I am a full-time bartender and a hack writer, and I do blow. I have feelings of remorse at times. I have my highs and my soul-crushing lows. But I also have a job, a house, a life. I don’t plan on doing drugs forever. I understand the devastating effects that it can have on the body over time. I enjoy doing lines with my other bartenders and rocking out. Making cash, sharing moments that few of us will ever forget (regardless of how fucked up we are). All of this being said, if you haven’t tried cocaine, I wouldn’t recommend starting. It’s not for everyone.

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„Coke, like everything in this entire fucking world, must be used in moderation. That’s the only trick. Use it occasionally, don’t do too much. Never see the sun rise. Never start selling the shit. You’ll be okay. Bartending is the best job in the world, and dabbling a bit can only enhance this life-experience that few people will ever have. Don’t deny yourself pleasure, just know when to leave the casino.“

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(Dieser Artikel erschien erstmals in MIXOLOGY Issue 5/2011. Das Printmagazin MIXOLOGY erscheint alle zwei Monate. Informationen zum Abonnement finden Sie hier auf MIXOLOGY ONLINE.)

8 comments

  1. jj

    very good article. prohibition makes no sense at all. legal and illegal intoxicants have been used since the beginning of mankind and it should be up to every individual which substance one wants to use. prohibition is not the answer and evokes a criminal market, because supply and demand does not care about prohibition and without prohibition no drug cartel would exist anymore.

  2. Jean-Pierre Ebert

    Barmans do not have a bigger problems than other groups of people, except: They usually can’t afford cocaine. This is a difference to so called high society people, creatives, artist, etc. So, what common base has the article with bartending or (Magazin für) „Barkultur“???

    BTW, many drugs are inventions of the pharmacy industrie. It is all about your (!) money: http://videos.arte.tv/de/videos/krankheiten_nach_mass-4241432.html.

    Therefore, think about, what you spend your money for.

  3. Sebaqstian

    There is a major flaw in the translation: The English part with „Cocaine is a hell of a drug“ (something positive), is added to the previous paragraph where it says something negative. Please change this, especially if you try to be neutral, than stick to the original meaning.

  4. Jean-Pierre Ebert

    Hello Helmut,

    I completely agree with you. I simply mentioned that some barmans take drugs although they can’t afford it. Obviously, high society people have the money, to pay for drugs.

    [Edit: Statement could be misinterpreted. Author may clarify in another comment.]

    If one takes drugs on a more or less regular base, one simply has a problem, one is a problem. One should look for help.

    Jean-Pierre, rivabar

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