Ü-30 und raus bist Du! Steffen Lohr von Bacardi antwortet.

Debatte 18.11.2011 5 comments

Die Debatte wird eifrig geführt. Wie sinnvoll ist eine Altersbeschränkung bei Wettbewerben. Werden ältere Bartender diskriminiert oder lassen sie mit ihrer Dominanz den Nachwuchs außen vor? Man kann auch sagen, dass es eine Konzeptentscheidung ist, die völlig legitim ist. Der Brand Ambassador von Bacardi Deutschland Steffen Lohr antwortet auf die Kritik von Ulf Neuhaus.

Eigentlich ist das Ganze schnell und einfach erklärt, warum wir mit Bacardi auf die Idee gekommen sind, das Alter zu beschränken. Ich selber habe während meiner Bartender-Karriere viele Wettbewerbe mitgemacht und nun auch schon zwei Bacardi Martini Grand Prix mitveranstaltet als Bacardi Markenbotschafter, soll heißen, ich weiß von was und über was ich spreche!

Bei nahezu allen Contests sind es zu 90 % immer die gleichen Bewerber und Sieger.

Denn mit ihrer langjährigen Expertise und unbestreitbarer Bartenderkompetenz stechen die be- und anerkannten Erfahrenen so gut wie immer die jüngeren Teilnehmer aus. Es mag ja sein, dass viele Brands der Meinung sind „name droping“ betreiben zu müssen und immer nur die hippsten Barleute aus den hippsten Läden im Wettbewerb haben. Aber wir möchten dieses Jahr und in Zukunft eben einen anderen Weg gehen und das eigentliche Thema – Nachwuchsförderung – wieder in den Fokus rücken. Und um dem Nachwuchs wieder eine größere Chance zu geben sich erfolgreich zu präsentieren, war die Altersbeschränkung das bewährteste Mittel.

Wer sich mal das Teilnehmerfeld auf der Bacardi Legacy Cocktail Competition facebook Seite anschaut, wird feststellen, dass unter anderem bekannte Namen aus bekannten Bars mit am Start sind, aber es sind auch sehr viele Namen, die eben noch keiner kennt, aus Bars, die ebenfalls keiner kennt – und das ist gut so!

5 comments

  1. Joerg Meyer

    ich freu mich auf den Wettbewerb und darauf viele neue Kollegen kennen zu lernen.
    Gute Entscheidung Steffen.

  2. Thomas Bley

    Ab 30 Jahren sollte man sich über andere Dinge sorgen machen als ob man an einem Wettbewerb teilnehmen kann. Selbstständigkeit, Familie, Eigenheim usw. sind nur ein paar Worte!

  3. Sven Kirstein

    Servus,

    generell kann ich die Argumentation gut nachvollziehen. Es sollte immer Platz für Nachwuchs geben. Davon lebt ja auch die Branche. Aber wie sieht das dann mit Spätberufenen aus? Die haben dann Pech gehabt!? Es soll ja den ein oder anderen geben, der sich beruflich gerne nochmal umorientiert und sich auch mit Ende 20/Anfang 30 zum Bartender berufen fühlt. Wäre es von daher nicht sinnvoller eine Art Einzelfallprüfung zu machen und ggf. auch neue, aber eben „ältere Gesichter“ zu zulassen, anstatt per so alle 30+ler auszuschliessen?

    Just my 2 Cents!

    Cheers

  4. Jens Müller

    Das mit dem Alter ist tatsächlich so eine Sache – ich habe nun mal erst jetzt mit meinen 29 Jahren angefangen Rezepte hier und da einzureichen. Ich hatte auch vor das auch noch weiterhin zu tun und fände es sehr schade da zu oft durchs Raster zu fallen. Wobei ich 30 Jahre noch besser finde und nachvollziehbarer als die 26 Jahre bei Cointreau zB. Verstehe aber auch das Argument Platz zuschaffen für neue Gesichter. Tricky!

  5. marc stein

    ich dachte ja immer, der beste würde gewinnen… scheint wohl wie bei der formel 1 zu sein: wenn jemand 5 mal hintereinander gewinnt, ändert man einfach die regeln

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