FAKTEN STATT FADO: ALLES ÜBER PORTWEIN

Drinks 5.4.2016 3 comments

„I think we’ll have Port with the fruit“, wusste auch Miss Sophie im Sketch-Klassiker „Dinner for One“. Der verstärkte Wein punktet derzeit aber vor allem an der Bar. Denn nach Jahrzehnten der schmählichen Vernachlässigung kommt Portwein endlich wieder zu seinem Recht an den Tresen dieser Welt. Zeit für etwas Basiswissen.

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Photo credit: Portwein via Wikipedia. Postproduktion: Tim Klöcker.

3 comments

  1. schlimmerdurst

    „Und natürlich hatte der Portwein-Aficionado Charles Schumann Recht, als er schrieb: Vintage-Portwein sollte unter keinen Umständen mit irgendetwas vermischt werden.“

    Das sind so Aussagen… wo zieht man da die Grenzen? Ab welcher Qualitäts-/Preiskategorie fängt das „nicht-vermischen-dürfen“ an? Ansonst, toller Artikel wieder mal!

    • Redaktion

      Hallo Schlimmerdurst,

      die Grenze ist, wie im Text beschrieben, gar nicht diffus, sondern klar geregelt. Was ein Vintage Port ist und was nicht, steht dort klar erläutert. Und um das noch einmal deutlich zu machen (es fehlt im Artikel ein wenig): „Vintage“ ist – im Gegensatz zu vielen Spirituosenflaschen, auf denen diese Vokabel lässig-preisfördernd steht – im Portweinwesen ein geschützter, streng definierter Begriff, der sich nicht nur auf die Qualität der Weine, sondern eben auch auf den anschließenden Produktions- und Reifeprozess erstreckt.
      Hinzu kommen zwei weitere Punkte: Ein Vintage Port ist bei aller Komplexität und Kraft eben keine teure Spirituose im Bar-Wortsinn. Wenn da in einer wie auch immer gearteten Weise verdünnt wird, geht das zu Lasten seiner Dichte und Vielschichtigkeit. Eben anders als so mancher Whisky oder Brandy, der die Verdünnung und Vermischung vielleicht verträgt. Portwein kann das mit seinen rund 20% Vol nicht. Will er auch nicht. Der andere Punkt: Bei dem Preis, den Du für eine Flasche wirklich guten Vintage Port bezahlst, wirst Du ihn einfach nicht vermischen wollen. Da hatte und hat Charles schon vollends Recht. Sonst hätte ich ihn nicht zitiert.

      Ich hoffe, das trägt ein wenig zu Klärung bei 😉

      Liebe Grüße
      // Nils Wrage

  2. schlimmerdurst

    Danke für die ausführliche Antwort!

    Letztlich gilt aber, was Du über Vintage-Port in Bezug auf die Alkoholstärke sagst, doch eigentlich auch für jeden anderen, non-Vintage, Porto (und Sherry und Wermut). Und der Preis ist eigentlich, ganz besonders heutzutage, kein echtes Argument – billiges darf man vermischen, teures nicht? Das wertet ja die gesamte Mixologie ab.

    Ich will hier gar kein großes Fass aufmachen, dazu sind wir bei diesem Thema, einem meiner vielzähligen „pet peeves“, nicht weit genug auseinander :-), aber ich hatte schon so oft die Diskussion mit Leuten, die mich entsetzt ansahen, wenn ich „Premium“-Spirituosen in einen Drink mische, denen es offensichtlich lieber wäre, einen Drink mit Fusel vorgesetzt zu bekommen, dass ich solche Aussagen, auch wenn sie von Barlegenden stammen, ungern unkommentiert stehen lasse… 😛

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