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Red Bull Special Edition. Ein Stier sieht rot, silber und blau. Ein neuer Bolide am Getränkemarkt?

Limonaden 13.2.2012 2 comments

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Dosen. Bunt, bunt, bunt ist alles, was ich mag. So, oder so ähnlich lautet wohl gerade das Motto im österreichischen Fuschl am See, dem Firmensitz von Red Bull. Denn, die Bullenherde kommt mit neuen Geschmacksrichtungen in neuen Dosen ab März in Deutschland ins Traben. Dabei hat die kommende Brause nicht allzu viel mit der klassischen Süßlimonade gemeinsam. Wohin will die Stampede?

Es ist Stierkampf, wenn der Marktführer für Energy Drinks ein neues Produkt in die eigentlich überfüllte Arena wirft. Mit der neuen Range will Matador Mateschitz gezielt die Kunden ansprechen, die der normalen Brause aus Österreich bisher nichts abgewinnen konnten. Aus diesem Grund unterscheidet sich die die Special Edition im Design deutlich von der blau-silbernen Raute. Man bietet mit Red, Silver und Blue ein völlig neues Produkt. Die Funktionalität des klassischen Red Bull bleibt hingegen erhalten. So steckt noch immer die gleiche Menge Koffein in den typischen 250 Milliliter-Dosen und wird vor allem als Muntermacher für Menschen interessant, die bisher nicht zu Energy Drinks gegriffen haben.

Es ist der Versuch den Anschluss an andere Hersteller, wie Rockstar oder Monster Energy im Bereich der infusionierten Energy Drinks nicht zu verlieren. Mit der neuen Range ist es Red Bull somit möglich ein breiteres und neues Klientel zu erreichen. Zumindest in der Theorie. Die Resonanzen aus Österreich und von Produktvorstellungen bei „Red Bull Red Monday“ im vergangenen Jahr waren zumindest sehr positiv.

Auch, wenn sich die neuen Editionen preislich in den gewohnten Rahmen einfügen werden, kommen sie geschmacklich mit neuen Chic daher. Trotz der Grundformel, welche auch für das bekannte Red Bull verwendet wird, haben Red, Silver und Blue sehr wenig mit dem sonst typisch künstlichen Gummibärchenaroma gemeinsam. Stattdessen dominieren Beeren- und Zitrusnuancen die neue Range.

Weg vom „Das Cola“-Prinzip

Aufmerksame Österreicher, und jene, die der Alpenrepublik hin und wieder einen Besuch abstatten, haben die Special Edition von Red Bull wahrscheinlich bereits gesehen, schließlich gibt es die eigentlich neuen Dosen dort schon seit dem vergangenen Jahr. Auf den deutschen Markt kommen sie Anfang März auch in Rot, mit Cranberry-, Silber, mit Limetten-Geschmack und Blau, als Heidelbeer-Variante.

Nach der Einführung von Red Bull Cola 2008 ist diese Special Edition ein neuer Versuch des Salzburger Brausemonarchen Mateschitz, das Sortiment zu erweitern. Während man sich beim mäßig erfolgreichen Marketing für „Das Cola“ mit der Zusammensetzung aus rein natürlichen Inhaltsstoffen brüstete, ist für das Verständnis der Zutatenliste auf der neuen Special Edition wieder ein Lexikon von Nöten. So ist bei Cranberry und Heidelbeere nicht ein Hinweis auf eben diese Beeren in den Ingredienzien auszumachen und, auch bei Silver sucht man das natürliche Aroma vergebens. Was bei Energy Drinks aber durchaus nichts Außergewöhnliches ist.

Red Bull Red

Nach dem Öffnen der Dosen erwartet man vergebens den künstlich süßen Geruch vom klassischen Red Bull. Cranberry, in der roten Dose, riecht leicht nach der fruchtigen Beere, ist geschmacklich sehr ausgewogen, unkompliziert und durchtrinkbar. Ein, für Red Berries typisch fruchtig-herbes Aroma mit einem angenehmen Verhältnis von Süße und Säure, welche sich lange auf der Zunge hält. Der typische Cranberry-Geschmack am Gaumen entfaltet sich vor allem im Abgang. Die Farbe ist, wie sollte es anders sein, ein schönes tiefes Rot und kommt besonders gut mit Eiswürfeln im Glas zur Geltung.

Red Bull Silver

Die schlichte, silberne Dose beherbergt das Zuckerwasser mit Limettengeschmack, wobei man allein durch den Geruch nicht eindeutig auf Limette schließen kann. Ein starker, frischer Zitrusduft strömt aus der Dose. Der Geschmack lässt ebenfalls nicht sofort auf Limette schließen. Es ist ein saureres, leicht metallisches Zitrusaroma, welches sich im Mund ausbreitet und sehr frisch schmeckt. Der Abgang ist leicht bitter und erinnert an grünen Tee. Im ist Glas allerdings die Silver Edition nicht sonderlich hübsch anzusehen. Eine schwache Färbung erinnert an trübes Wasser und bereitet wohl nicht jedem Appetit. Schließlich trinkt das Auge mit.

Red Bull Blue

Die blaue Bullenbrause hat den stärksten Geruch, sowohl nach Heidelbeere, als auch nach klassischem Red Bull. Ein Aroma, welches sich am ehesten mit dem Geruch von Heidelbeerjoghurt vergleichen lässt. Der Geschmack ist, wie auf der Dose angegeben, intensiv fruchtig nach Heidelbeeren und fordert die Geschmacksknospen enorm. Sehr komplex, ein wenig künstlich, dumpf, süß und mit deutlicher Säure im Abgang. Ein insgesamt etwas aufdringlicher Geschmack, der sich relativ lange auf der Zunge und am Gaumen hält. Im Glas besticht Red Bull Blue durch eine großartige, kräftige violette Färbung und kommt, wie auch die rote Edition, mit Eiswürfeln sehr schön zur Geltung.

Mixability

Mit der Farbgebung, insbesondere bei Red und Blue, hat Red Bull für Drinks in der Club- und Barszene eine Punktlandung absolviert. Und auch, wenn die neuen Editionen die Geschmacksknospen sehr fordern und die Meinungen über die Qualität der neuen Brause in der MIXOLOGY ONLINE Redaktion sehr differenziert waren, bietet sie eine wirkliche Alternative zum klassischen Energy Drink und eröffnen auch Mixologen Aroma- und Mixerlebnisse, die über den klassischen Red Bull Vodka hinausgehen.

Um daraufhin die Mixability der neuen Range zu testen, griff MIYXOLOGY ONLINE zu Eis, Vodka und Jägermeister und mischte die zwei klassischen Longdrinks Vodka Energy und Flying Hirsch.

Während sich, wie zu erwarten, die Red Bull-Mischung mit Vodka geschmacklich nicht stark vom Ausgangsstoff entfernt und mit jeder der drei neuen Sorten sehr gut mixbar ist, boten sich beim Jägermeister andere Bilder.

Hier überzeugte nur die Kranbeerenvariation, welche gut harmonierte, an Süße verlor und ordentlich ausbalanciert war. Silver und Blue schmeckten stark nach Lakritz, waren äußerst süß und fanden in der Redaktion eher wenig Anklang.

Eine gelungene Kombination ließ sich aber aus Red Bull Silver und Duke Gin zusammenstellen. Mit Limette abgespritzt und einem Achtel der grünen Zitrusfrucht im Glas auf Eis, eine interessante neue Longdrinkvariante.

Es bleibt der Eindruck, dass die Bullenherde zwar breiter aufgestellt ist, aber deswegen nicht schneller rennt. Sebastian Vettel bleibt unangefochten in Führung.

 

Weitere Informationen: redbull.de

2 comments

  1. Patrick Tippelt

    Egal, was Red Bull rausbringt: es bleibt ein Getränk für Teens und Ältere, die man niemand ernst nimmt.

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