Schumanns zu loben ist leicht. Aber es muss immer mal wieder gesagt werden: dieser Mann ist groß! Wenig Worte, aber sie sitzen. 69 Jahre alt und ‘still going strong’.
Helmut Adam ist Herausgeber von Mixology, Magazin für Barkultur, trinkt gerne Negronis, Tequila und den einen oder anderen Gin & Tonic. Bevor er sich zum Bar Manager an der Mixology Bar aufschwang, arbeitete er als Bartender in Zürich, Wien, Berlin und London.
Lieber OnkelDagobert, ich habe höchsten Respekt vor seiner Arbeit und das was er für die Barkultur geleistet hat. Nur zur heutigen Zeit bin ich zum Thema Frauen in der Bar nicht ganz seiner Meinung. Ich kann Herr Schumann verstehen, wenn er, wie ich letzte Woche die Nachwuchsmodels von Heidi Klum begrüßen müßte, die aber zum Glück teilweise das Alter von 21 noch nicht erreicht haben und deswegen unsere Bar wieder verlassen konnten. :-)
Aber im krassen Gegensatz dazu gibt es tolle Frauen wie die Schriftstellerin, Sängerin und Songwriterin Gundula Hach, die unsere Bar einfach nur berreichert, die mit dem Song: another “Old Fashioned”, please- ein klassisches Getränk so besingt; das würde auch Herr Schumann nicht kalt lassen. Und das nur als kleines Beispiel.
P.S. auch sie trinkt wie ein Mann…
Mit besten kollegialen Grüßen
Volker Seibert Capri Lounge Köln
Natürlich tut jede Verallgemeinung Unrecht, vor allem wenn sie so prägnant ausgedrückt wird, wie Herr Schumann es hier macht. Selbstverständlich gibt es Frauen, welche die Barkultur bereichern. Trotztdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Barkultur im strengen Sinne (d.h Barkultur, wie wir sie hier meist verstehen) eine Männerdomäne ist, und dass die Bar eben von einer stets männlichen Aura umgeben wird. Das wird selten gesagt…und ich finde, Charles Schumann hat es fein ausgedrückt. Für mich gehören die Frauen natürlich in jeder Bar; ein Tresen ohne weibliche Begleitung wäre traurig und trostlos :D. Aber immerhin: die Bar hat eben etwas Männliches, so wie das Teehaus etwas Weibliches hat, oder?. Und soll auch so bleiben; ich hege in diesem Punkt keinen Verlangen für Umstürze.
Onkel Dagobert, ich teile Deine Meinung absolut nicht, auch dein verbales Zurückrudern hat mich nicht wirklich überzeugt.
Wir leben im 21. Jahrhundert und da sind Frauen in Führungspositionen genauso wenig wegzudenken wie Frauen in einer klassischen Bar. Das soll jetzt nicht oberemanzipiert klingen, aber ich finde es etwas überholt zu behaupten, Bars hätten eher etwas “Männliches”. Wenn man es ganz genau nimmt, ist DIE Bar ja sogar weiblich…
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dürfen Frauen durchaus schmückendes Beiwerk sein, sind ansonsten aber nicht denkbar als “Macher” in einer Bar ?
Charles Schumann in allen Ehren, aber ich finde das absolut vorsintflutlich.
Mit den besten Grüßen
Claudia
Claudia, deine Kritik teile ich, eine solche Aussage ist schlichtweg unnötig.
Jeder, der das Handwerk des Bartenders beherrscht oder in den Genuss dessen kommen möchte gehört geschlechtsunabhängig in eine Bar.
Was ich jedoch nicht gut finde ist es, das grammatikalische Geschlecht in die Diskussion mit einzubringen.
Das Mädchen wäre ja demnach geschlechtsfrei?!?
Dominik,
Du hast völlig recht, es sollte auch nicht ganz ernst gemeint sein, sonst hätte der Satz ein Ausrufezeichen verdient.
Trotzdem freue ich mich, daß Du meine Ansicht teilst.
Ebenfalls schöne Grüße
Claudia
Dominik du alter Schleimer ;)
Spaß beiseite.
Ich glaube das ist eine Art Humor die nicht jeder versteht. Es ist eben eine Art Perversion von altem Machogehabe, die jeder Mann manchmal raus lassen muss. Soweit sind wir mit der Evolution eben noch nicht. Sonst würden wir uns bald des Hermaphroditismus (Zwittrigkeit) erfreuen.
Natürlich weiß jeder, oder zumindest fast jeder Mann, dass Frauen mindestens alles genauso gut können, aber sind nicht gerade die Frauen sexistisch wenn sie immer wieder darauf pochen. Um mal ein Beispiele anzuführen:
“Girls Day” – Und dazu immer die Gerüchte, dass Frauen in Führungspositionen weniger verdienen würden…
Ich bin immer noch der Meinung, dass Angela Merkel Kanzlerin geworden ist, weil kein Mann sich die Diskussion geben wollte, dass wir sexistisch wären und deshalb nicht für Frau Merkel waren.
Auch ein Art von Humor.
Nehmts gelassen. ;)
gruß
Ich denke auch, dass man das nicht zu ernst nehmen sollte. Es gibt Bars wie die Harry’s in Paris oder das Schumann’s in München, in denen man sich schwer weibliches Personal vorstellen kann. Das öffentlich auszusprechen wird in Zeiten von Antidiskrminierungsgesetz etc. sofort als “politisch unkorrekt” empfunden. Andere Bar-Konzepte aber sind das genaue Gegenteil. Vor ein paar Monaten hatte ich das Vergnügen, in der Capri Lounge in Köln (der Domäne von Volker, der oben ebenfalls kommentiert hat) von einem weiblichen Team bedient zu werden. Und das habe ich als sehr angenehme Abwechslung und auch als sehr passend empfunden.
Solveig Büchel (2 years ago)
Warum ist ein Teehaus weiblich?Auch ein Teemeister beherrscht die Teezeremonie!LG Solveig Büchel
OnkelDagobert (2 years ago)
Sehr schön, danke für den Link!
Das mit dem Frauen finde ich auch ganz treffend ausgedrückt. Die dürfen zwar schon dabei sein, müssen aber nicht umbedingt.
Jigger (2 years ago)
Super Interview, lustig und interessant geschrieben.
Nicholas Coldicott hat viele Artikel zum Thema Barkultur geschrieben:
http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/JTsearch5.cgi?term1=NICHOLAS%20COLDICOTT
Gruß
Volker Seibert (2 years ago)
Lieber OnkelDagobert, ich habe höchsten Respekt vor seiner Arbeit und das was er für die Barkultur geleistet hat. Nur zur heutigen Zeit bin ich zum Thema Frauen in der Bar nicht ganz seiner Meinung. Ich kann Herr Schumann verstehen, wenn er, wie ich letzte Woche die Nachwuchsmodels von Heidi Klum begrüßen müßte, die aber zum Glück teilweise das Alter von 21 noch nicht erreicht haben und deswegen unsere Bar wieder verlassen konnten. :-)
Aber im krassen Gegensatz dazu gibt es tolle Frauen wie die Schriftstellerin, Sängerin und Songwriterin Gundula Hach, die unsere Bar einfach nur berreichert, die mit dem Song: another “Old Fashioned”, please- ein klassisches Getränk so besingt; das würde auch Herr Schumann nicht kalt lassen. Und das nur als kleines Beispiel.
P.S. auch sie trinkt wie ein Mann…
Mit besten kollegialen Grüßen
Volker Seibert Capri Lounge Köln
OnkelDagobert (2 years ago)
Hallo!
Natürlich tut jede Verallgemeinung Unrecht, vor allem wenn sie so prägnant ausgedrückt wird, wie Herr Schumann es hier macht. Selbstverständlich gibt es Frauen, welche die Barkultur bereichern. Trotztdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Barkultur im strengen Sinne (d.h Barkultur, wie wir sie hier meist verstehen) eine Männerdomäne ist, und dass die Bar eben von einer stets männlichen Aura umgeben wird. Das wird selten gesagt…und ich finde, Charles Schumann hat es fein ausgedrückt. Für mich gehören die Frauen natürlich in jeder Bar; ein Tresen ohne weibliche Begleitung wäre traurig und trostlos :D. Aber immerhin: die Bar hat eben etwas Männliches, so wie das Teehaus etwas Weibliches hat, oder?. Und soll auch so bleiben; ich hege in diesem Punkt keinen Verlangen für Umstürze.
Claudia (2 years ago)
Onkel Dagobert, ich teile Deine Meinung absolut nicht, auch dein verbales Zurückrudern hat mich nicht wirklich überzeugt.
Wir leben im 21. Jahrhundert und da sind Frauen in Führungspositionen genauso wenig wegzudenken wie Frauen in einer klassischen Bar. Das soll jetzt nicht oberemanzipiert klingen, aber ich finde es etwas überholt zu behaupten, Bars hätten eher etwas “Männliches”. Wenn man es ganz genau nimmt, ist DIE Bar ja sogar weiblich…
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dürfen Frauen durchaus schmückendes Beiwerk sein, sind ansonsten aber nicht denkbar als “Macher” in einer Bar ?
Charles Schumann in allen Ehren, aber ich finde das absolut vorsintflutlich.
Mit den besten Grüßen
Claudia
ZeeD (2 years ago)
Claudia, deine Kritik teile ich, eine solche Aussage ist schlichtweg unnötig.
Jeder, der das Handwerk des Bartenders beherrscht oder in den Genuss dessen kommen möchte gehört geschlechtsunabhängig in eine Bar.
Was ich jedoch nicht gut finde ist es, das grammatikalische Geschlecht in die Diskussion mit einzubringen.
Das Mädchen wäre ja demnach geschlechtsfrei?!?
Schöne Grüße,
Dominik
Claudia (2 years ago)
Dominik,
Du hast völlig recht, es sollte auch nicht ganz ernst gemeint sein, sonst hätte der Satz ein Ausrufezeichen verdient.
Trotzdem freue ich mich, daß Du meine Ansicht teilst.
Ebenfalls schöne Grüße
Claudia
Jigger (2 years ago)
Dominik du alter Schleimer ;)
Spaß beiseite.
Ich glaube das ist eine Art Humor die nicht jeder versteht. Es ist eben eine Art Perversion von altem Machogehabe, die jeder Mann manchmal raus lassen muss. Soweit sind wir mit der Evolution eben noch nicht. Sonst würden wir uns bald des Hermaphroditismus (Zwittrigkeit) erfreuen.
Natürlich weiß jeder, oder zumindest fast jeder Mann, dass Frauen mindestens alles genauso gut können, aber sind nicht gerade die Frauen sexistisch wenn sie immer wieder darauf pochen. Um mal ein Beispiele anzuführen:
“Girls Day” – Und dazu immer die Gerüchte, dass Frauen in Führungspositionen weniger verdienen würden…
Ich bin immer noch der Meinung, dass Angela Merkel Kanzlerin geworden ist, weil kein Mann sich die Diskussion geben wollte, dass wir sexistisch wären und deshalb nicht für Frau Merkel waren.
Auch ein Art von Humor.
Nehmts gelassen. ;)
gruß
Helmut Adam (2 years ago)
Ich denke auch, dass man das nicht zu ernst nehmen sollte. Es gibt Bars wie die Harry’s in Paris oder das Schumann’s in München, in denen man sich schwer weibliches Personal vorstellen kann. Das öffentlich auszusprechen wird in Zeiten von Antidiskrminierungsgesetz etc. sofort als “politisch unkorrekt” empfunden. Andere Bar-Konzepte aber sind das genaue Gegenteil. Vor ein paar Monaten hatte ich das Vergnügen, in der Capri Lounge in Köln (der Domäne von Volker, der oben ebenfalls kommentiert hat) von einem weiblichen Team bedient zu werden. Und das habe ich als sehr angenehme Abwechslung und auch als sehr passend empfunden.