Foodpairing. Die Aromabäume greifen nach dem iPad.

Medien & Software 9.1.2012

Foodpairing findet immer mehr Fans! Über 200.000 User benutzen mittlerweile die Aromenkombinationen des belgischen Unternehmens, um Cocktails oder neue Gerichte zu kreieren. Ab dem 30. Januar soll dies auch über eine gratis Applikation auf dem Tablet-Computer von Apple möglich sein. Für Schnelle halten die Aromen Entschlüssler ein Schmankerl bereit.

Foodpairing ist kein Neuling mehr, immer mehr Bartender benutzen die ursprünglich 2007 für Küchenchefs entwickelte Methode, um Anregungen für neue Cocktailrezepturen zu finden. Aber was ist Foodpairing? Dazu gibt Erfinder Bernard Lahousse eine kurze Erklärung ab: „Es bedeutet, dass Speisen und Getränke aufgrund übereinstimmender Schlüsselaromen zusammenpassen. Dafür werden im Labor einzelne Zutaten mittels Gaschromatografie in ihre einzelnen Aromen »aufgeschlüsselt« und miteinander verglichen. Je mehr Übereinstimmung in den Schlüsselaromen, desto besser passen sie zueinander.“ Zur optimalen Visualisierung bedienen sich die Belgier sogenannter Foodpairing-Trees , um den Anwendern aufzuzeigen, mit welchen Aromen die Basiszutat kombiniert werden kann. Je kürzer die Äste der Aromabäume, desto besser passen die Zutaten zueinander. Wer noch nichts über Foodpairing gehört hat oder etwas in die Tiefen der Materie eindringen will, dem empfehlen wir den Artikel von Herrn Lahousse, der seit Längerem auf MIXOLOGY ONLINE zu lesen ist.

Bis jetzt gab es die verschiedenen Foodpairing-Trees nur auf der Internetseite der Betreiber. Dort hatte der User die Möglichkeit zwischen einer Demoversion, die nur 100 Lebensmittel nach ihren wissenschaftlich passenden Partner entschlüsselt und einer monatlichen oder jährlichen Mitgliedschaft – welche jedoch kostenpflichtig ist -, zu wählen. Der Vorteil für denjenigen, der bereit ist Geld zu investieren, ist, dass er aus über 1000 Ingredienzien seine benötigte Kombination suchen kann.

Ab dem 31. Januar geht es los

Ab Ende des ersten Monats des neuen Jahres soll Foodpairing auch auf für das iPad erhältlich sein. Die „Foodpairing-Trees“ gibt es ab dem Zeitpunkt auch für unterwegs. Es scheint als hätte das U nter nehmen das Zeichen der Zeit entdeckt, da immer mehr Personen mit ihren tragbaren Lösungen – die immer online sind – arbeiten. Deswegen ist die Applikation der Belgier für den Tablet-Computer nur der erste Schritt in die Richtung einer einfachen und schnellen Lösungsfindung für unterwegs. Für Mitte des Jahres sind weitere Schritte geplant, so soll auch ein App für das iPhone von Apple gelauncht werden, ebenso wird derzeit auch an einer Android Lösung gearbeitet, damit nicht nur Apple-Fans auf den Geschmack der Kombinationsmöglichkeiten kommen können.

Den Startschuss in das mobile Zeitalter bildet jedoch die iPad-App. Sie wird gratis erhältlich sein, umfasst aber genauso wie bei der Demo Version auf der Homepage nur 100 Food-Trees, wer eine Mitgliedschaft erworben hat, der kann natürlich auch mittels der App den kompletten Umfang nutzen. Leider wird sie zuerst nur in Englisch, Französisch und Niederländisch erhältlich sein. Für die Zukunft stehen auch noch andere Sprachen im Raum, allerdings gehört Deutsch nicht dazu.

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm

Um der Applikation bei der Produkteinführung etwas unter die Arme zu greifen, hat sich das Foodpairing-Haus etwas Nettes ausgedacht. Die ersten 15 Personen, die sich das iPad unter den Arm klemmen und in eine der 30 Bars, die an dieser Aktion teilnehmen – zu denen in Deutschland unter anderem die Bar-Schwergewichte Le Lion in Hamburg oder auch die Goldene Bar in München gehören – und das App dem Bartender vorzeigen, erhalten entweder einen gratis Cocktail oder sogar ein kleines Tasting. Also schnell sein, heißt die Divise.

Man kann gespannt sein, ob sich die Aromaäste der Foodpairing-Trees durch die Mobilmachung noch weiter verzweigen werden und die Erfolgsgeschichte von Foodpairing durch die Bereitstellung der Software in App-Stores weitergeschrieben werden kann.

 

Weitere Informationen: foodpairing.com

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