trash tiki inventur

Inventur am 10. September 2017

News 10.9.2017

Trash Tiki geht auf große Tour, zwei Produzenten von alkoholfreien Alternativen im Gespräch und Mikkeller goes NYC. Die neueste Inventur ist da!

Aus Truffle wird Tiki in Neukölln: die Macher des Truffel Pig im Neuköllner Reuterkiez wollen sich gebührend vom Sommer verabschieden und laden sich aus diesem Grund für vier Wochen Michael Hanke hinter die Bar ein. Der wird die Gäste mit einer Auswahl aufregender Tiki Drinks bespaßen. Das Tiki Pig ist im hinteren Teil der Bar Kautz & Kiebitz, unsere Autorin Juliane Reichert hat sich das in der Vergangenheit bereits genauer angesehen, und besagte Tiki-Explosion gibt es seit 7. September 2017 von Donnerstag bis Samstag ab 20 Uhr zu bestaunen.

Trash Tiki auf Anti-Waste-Tournee

Nachhaltigkeit und „zero waste” sind ein Thema für die Bar geworden. Doch vielfach erinnere die Diskussion darüber, wie Müll zu vermeiden (oder gar aromatisch zu verwerten) sei, an einen „kalt gewordenen Leichnam“, diagnostizierten Kelsey Ramage (Dandelyan) and Iain Griffiths (ehemals White Lyan). Die Londoner Bartender wollten dem wieder Leben einhauchen und gingen unter dem Titel „Trash Tiki“ auf Welttournee. Ziel der Mission: You will consume a lot less and still have tasty as fuck drinks!

MIXOLOGY traf die beiden in Detroit, wo sie u. a. Apfel-Pulpe – „wie sie weltweit beim Zentrifugieren in Bars anfällt“ – als süßsaure Daiquiri-Würzung verwendeten. Auch für die Reste einer Ananas hat das Duo eine Verwendung parat: Rinden und Strünke werden fermentiert und geben dem „Jungle Bird“-Twist der Anti-Waste-Tour den exotischen Kick. Serviert wird natürlich in Mülltonnen, der speziellen Tiki-Mug-Version von Ramage und Griffiths. Die Rezepte stehen als Anregung auf der Webseite des Bar-Duos, wo es auch die Tiki-Becher und T-Shirts der „Anti Waste“-Tour zu kaufen gibt. Nächste Tour-Stops: Los Angeles, Mexico City und London.

Auchentoshan Fermentation Competition 2017: Berlin hat gebrodelt

Erneut lud das Lowland-Whiskyhaus, das zu Beam-Suntory gehört, zu seiner speziellen Competition. Das Ziel für die Teilnehmer: Kein globales Finale, dafür aber die Gelegenheit, einen wirklichen, echt eigenen Scotch zu blenden und in den Verkauf zu bringen. Nachdem es im letzten Jahr für die Finalisten galt, auf Basis des „New Make”-Auchentoshan einen eigenen Cocktail Bitters anzusetzen und in einem Drink zu verarbeiten, stand für die Finalisten 2017 das Thema „Fermentation” auf der Agenda.

So hatten sich alle 11 Teilnehmer des Finals mit einem Drink beworben, der erstens einen Bezug zu den Aromen von Auchentoshan American Oak herstellen musste und zweitens eine selbst hergestellte fermentierte Zutat enthielt. Und sie waren kreativ: Fermentiertes Marmeladenbrot, eigens angesetzter Biersud, hausgemachter Bio-Ziegenjoghurt oder mexikanische Tepache kamen auf den Tisch und in den Shaker. Durch die Preziosen probierte sich eine Jury aus den beiden Vorjahressiegern Jan Jehli (Freiburg) und Lucia Schürmann (Berlin) sowie Jan-Peter Wulf (Nomyblog) und MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage (der dritte Gewinner von 2016, Michele Heinrich aus Frankfurt, war verhindert). Sie kürten am Ende das Trio aus Christian Herbeholz (Schwarzes Schaf, Bamberg), Frank Thelen (Roomers, Frankfurt) und Sascha Geiersberg (Luna Lounge, Neuruppin) zu den drei deutschen Siegern des Jahres 2017. Ende September werden die drei Bartender dann gemeinsam nach Glasgow aufbrechen, wo sie zusammen mit den Gewinnertrios der anderen Länder ihren ganz eigenen „Bartenders’ Malt” blenden dürfen, der kommendes Jahr auf den Markt kommt.

Seedlip & Nirvana Brewing: Nüchtern betrachtet

Großbritannien trinkt insgesamt weniger. Der Dry January gewinnt an freiwilligen Teilnehmern, der allgemeine Trend geht in Richtung bewusster Ernährung und das merken natürlich die großen Schnapsmarken und Pubs in England. Das reduzierte Trinken kommt so manchen kleinen Produzenten allerdings sehr entgegen – etwa dem Seedlip Gründer Ben Branson oder dem Mann hinter der Nirvana Brewery, die ausschließlich alkoholfreie Bier herstellt. Und zwar Craft Beer. Die beiden erzählen beim The Guardian unterschiedliche Geschichten darüber, wie sie und ihre Produkte angenommen werden.

Ersterer trinkt selbst nicht und hatte als Ziel, eine ernsthafte alkoholfreie Alternative zu schaffen, die sich wie Gin zum Beispiel mit Tonic mixen lässt oder im Cocktail ihre Rolle erfüllen kann. Ergebnis ist Seedlip, hier werden die Zutaten destilliert und filtriert, nur die Fermenation fällt weg. Bei Seedlip geht das Konzept auf, der Riesenkonzern Diageo ist mittlerweile Anteilseigner an dem Unternehmen. Nirvana muss schon ein bisschen mehr kämpfen, vor allem in Gastronomien angenommen zu werden. Dabei sieht der Gründer eine aufregende Zukunft vor sich: „Bislang gibt es doch nur alkoholfreies Lager, es wundert mich, dass die Craft Beer-Bewegung noch nicht im alkoholfreien Bereich angekommen ist.” Hier geht es zu dem ganze Artikel.

MIKKELLER BRAUT IM STADION

Die Dänen von Mikkeller schlagen nun auch in New York ihre Zelte auf und beginnen, dort zu brauen. Und das nicht in einer 08/15-Brauerei etwa, nein, sondern in einem Baseball-Stadion in Queens. Das Online-Magazin Daily Seventy Fifty hat mit sich mit Manager der Brauerei, Jim Raras, über die Herausforderungen und Vorteile eines derart ungewöhnlichen Ortes für eine Brauerei unterhalten. Das Stadion der Mets bleibt natürlich in Betrieb, während gebraut wird. Raras selbst sieht die vielen Stadion-Besucher als gutes Versuchsfeld für neue Biere, aber auch gleichzeitig als Lehrbetrieb um Menschen, die wegen des Spieles kommen, was neues in Sachen Bier beizubringen. Zu dem ganzen Artikel geht es hier, und wie Raras sich die Zukunft vorstellt, das erklärt er auch da.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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