Inventur am 26. November 2017

News 26.11.2017

In New York durfte nicht getanzt werden, in Berlin findet das Naturtrüb-Festival statt und wir fahren auf ein Bier nach Wien. Die neue Inventur ist endlich da, cheers.

Der Wedding kommt – schon seit Jahren, aber in diesem Jahr zumindest mal der Naturwein tatsächlich. Beim Naturtrüb-Festival in der Alten Kantine an der Uferstraße geht es um Speis, Trank und eben jene biologisch hergestellten Weine. Der Eintritt kostet 8 Euro und dafür bekommt man überdies ein Verkostungsglas zum mit-nach-Hause-Nehmen. Hier gibt es mehr Infos.

Nüchtern getanzt

Es gab eine Zeit in New York, als man nicht tanzen durfte. Zumindest nicht in Etablissements, in denen zeitgleich auch Alkohol ausgeschenkt wurde – außer besagtes Etablissement verfügte über eine „Cabaret License”. Auch durften Bands bei Live Musik weder über ein Schlagzeug noch über Blasinstrumente verfügen, wenn diese aufspielten. Das Gesetz wurde 1926 beschlossen und wurde erst 2017 aufgehoben. Hat lange genug gedauert, bis auffiel, dass das nicht mehr ganz so zeitgemäß ist. David Wondrich war in der High Time dieses Tanzverbotes im Jahr 1980 mit dabei und schreibt für das The Daily Beast über seine Erinnerungen, New Yorker Bars, in denen dieses Gesetz gebrochen wurde und den strengen Kontrolleuren, vor denen sich jede Bar fürchtete.Ein humorvoller Spaziergang in ein längst vergangenes New York, hier entlang dafür.

Auf ein Bier in Wien

Schon mal in Wien gewesen? Hier vielleicht aber noch nicht: Bier, Bars & Brauer-Autor Peter Eichhorn nimmt die Leser mit auf eine historische Tour durch die Stadt an der Donau mit besonderem Fokus auf die Ottakringer Brauerei im 16. Gemeindebezirk. Dieser Artikel ist Teil einer neuen Serie, in der unsere Kollegen von 3B in regelmäßigen Abständen eine Brauerei, die „gefällt oder verwundert, eine Brauerei mit Tradition oder ohne, in Deutschland oder nicht” besuchen werden. Los geht es in Wien. Wir lehnen uns zurück und genießen zu dem Bericht a Sechzehnerblechl und a Eitrige. Prost.

Ende im Gelände

Au revoir: die kurze Vertriebs-Beziehung zwischen Thomas Henry und Rauch kommt am 1. Januar 2018 zunächst in Österreich zu ihrem Ende, Deutschland folgt am 31. April 2018. Die Rauch Fruchtsäfte GmbH hatte seit dem 1. April 2016 den kompletten Vertrieb der Bitterlimonaden in Österreich in der Hand, in Deutschland bereits seit 2015 einen Teil des Off-Trade-Geschäfts. Wie soll es weitergehen? Bei unseren Nachbarn übernimmt die Top Spirit Handels- und Verkaufsgesellschaft m.b.H. von Rauch, in Deutschland übernimmt Thomas Henry die eigenen Geschicke mit der hausinternen Verkaufsmannschaft. Geschäftsführerin Sigrid Bachert sagt dazu: „Der Handel ist der Kanal, in dem wir in Zukunft das größte Absatzpotenzial für unser Produkt sehen. Um hier erfolgreich zu sein, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Wir haben in diesem Jahr schon mit dem Aufbau einer eigenen Vertriebsmannschaft für den Handel begonnen und werden diesen Weg in 2018 konsequent weiter gehen. […]”. Wir wünschen gutes Gelingen!

Richtig nachhaltig: Zum Abschluss etwas Abstruses

Bei einem Weinfestival in Sydney kamen letztes Jahr ganze 500 Liter ausgespuckter Wein zusammen, die die Festivalbesucher in den vielen Spuckeimer hinterlassen haben. Das fiel dem tasmanischen Destillateur Peter Bignell der Belgrove Distillery negativ auf. Der Brenner hasst nämlich Müll jeder Art. So auch ausgespuckten Wein – also handelte er schnell und beschloss, aus der Flüssigkeit einen Schnaps zu brennen. In diesem Jahr brachte er einen Teil des Gebrannten in 200-ml Flaschen mit auf die diesjährige Ausgabe besagten Weinfestivals, der Rest ist in Fässern gelandet und soll ein bisschen reifen. Der ungelagerte Brandy mit 40 Volumenprozent trägt den schönen Namen „Kissing a Stranger” und traf auf großen Anklang bei den Besuchern. Selbstverständlich überlegt kein Bakterium den Brennprozess und Spucke hat traditionell eine tragende Rolle in der Alkoholherstellung. Das ist dann also gelebte Nachhaltigkeit, konsequent in jedem Fall.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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