macallan inventur

Inventur am 27. August 2017

News 27.8.2017

Die Macallan-Saga geht weiter, in San Diego wird aus Müll Vodka und wir müssen über Alkoholismus in der Branche reden. Die neueste Inventur ist da!

Jetzt noch schnell Tickets zum Early Bird-Preis sichern: Die MIXOLOGY BAR AWARDS gehen am 9. Oktober 2017 in die nunmehr 11. Runde ihres Bestehens, geladen wird wie immer nach Berlin. Neben einem Drei Gänge-Menü werden die Gäste Zeugen der Verleihung der GSA-Awards sowie der seit im letzten Jahr bestehenden europäischen Awards, es warten außerdem Live-Musik und natürlich eine Auswahl an Cocktails unserer Sponsoren an den verschiedenen Bars. Das Early Bird-Ticket gibt es zum reduzierten Preis von 130 Euro noch bis zum 4. September 2017. Also jetzt schnell noch Tickets sichern!

Nüchtern betrachtet

Nüchtern im Schnapsgeschäft? Das scheint nicht so recht zusammen zu gehen, wird aber bei so manchem Protagonisten zur Notwendigkeit. Für SevenFifty Daily hat sich Hanna Wallace mit Bartendern und Journalisten aus der Spirituosenbranche sowie Restaurant-Inhabern über ihr Trinkverhalten – und wie es sich über die Jahre geändert hat – unterhalten. Es geht um Geschichten von Alkoholismus, präventiv gewählter Nüchternheit, wie es Drinks-Writer Catherine Todd hält, die seit Jahren Wasser statt Cocktails trinkt, oder Sales Reps, die Kunden abgeben mussten, weil sie vormittags Nein zum G&T gesagt haben.

Alkohol und Drogenmissbrauch sind in der Gastronomie weit verbreitet, im Artikel wird eine Studie des United States Department of Health and Human Services zitiert, nach dem in der Gastro am meisten getrunken, geschnupft und geschluckt wird. Hier geht es zu dem lesenswerten Artikel, dessen Geschichten zum Nachdenken anregen.

Vodka aus Abfall

Schluss mit Müll! Ein Vodkahersteller aus San Diego macht ernst und produziert seit kurzem Vodka aus Gebäck aller Art, das ansonsten im Müll landen würde.  Misadventure & Co sammelt wöchentlich rund 500 Kilo altes Brot, Süßgebäck, Twinkies und ähnliches bei einer lokalen Food Bank ein und stellt daraus den hauseigenen Vodka her. Zu kaufen gibt es diesen für 22 US-Dollar, das Unternehmen selbst leistet damit einen Beitrag, der Nahrungsverschwendung in den Staaten entgegen zu wirken.

Motivation war laut Gründer Sam Chereskin der Bericht von 2014, dass alle in Amerika weggeworfenen Lebensmittel das Empire State Building über 90 Mal hätten füllen können. Gefiltert wird übrigens mit Aktivkohle – und hier geht es zu dem ganzen Artikel.

Macallan – aber wie alt ist er denn nun?

Der Krimi um das 10.000 US-Dollar Glas Macallan Whisky geht weiter! Ende Juli hatte sich ein chinesischer Multimillionär ein Glas Macallan Whisky von 1878 für die stolze Summe von 9.999 Schweizer Franken im Hotel Waldhaus in St. Moritz gegönnt. Soweit so gut; dieser teure Absacker blieb natürlich nicht unbeobachtet, und bald wurden Fragen zur Echtheit dieses Macallans aufgeworfen. Begründet wurden die Zweifel durch den Zustand des Korkens wie auch historischen Ungereimtheiten auf dem Etikett. Aber der kritische Blick lag nicht nur auf St. Moritz: Weiters wurde von Whisky-Enthusiasten offen hinterfragt, warum Macallan Flaschen aus dem 19. Jahrhundert auch weiterhin in der Macallan Destillerie in Speyside ausgestellt werden, wo doch nicht klar sei, ob die überhaupt echt seien.

Aber woher kamen die Flaschen aus dem 19. Jahrhundert (oder auch nicht) eigentlich? Destillerie-Besitzer Edrington hatte Anfang der Nullerjahre rund 100 sehr alte Macallan Flaschen ersteigert, einige davon ausgestellt und andere weiter versteigert, bis Tests ergaben, dass der Whisky eine Fälschung war. Bei Macallan beharrte man allerdings darauf, dass der Whisky echt sei und tatsächlich aus dem 19. Jahrhundert stamme. Die ausgestellten Flaschen sind jener aus dem Schweizer Hotel nicht unähnlich, und nun tun sich Hotelmanager wie Macallan-Besitzer zusammen um herausfinden, ob der Whisky echt war oder nicht. Das kann Monate dauern. Immerhin – falls er sich als gefälscht herausstellen sollte, bekommt der chinesische Gast sein Geld zurück. Wobei das jemandem, der 10.000 US-Dollar für ein 2cl-Glas ausgibt, vermutlich ziemlich egal sein wird.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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