Inventur am 30. Oktober 2016

News 30.10.2016

Heute gibt es einen Nikka-Gewinner, es wird ordentlich „gecrowdfundet“ und in den französischen Alpen wird auf Shopping Tour gegangen. Willkommen zurück!

Was wir sonst so mögen außer Drinks und Bars? Käse, natürlich. Und passend dazu legen wir Ihnen heute die Cheese berlin! ans Herz. Am 6. November 2016 dreht sich in der Kreuzberger Markthalle Neun (wo auch sonst?) alles um den Käse, ob aus Frankreich, den Niederlande, Deutschland, Italien, wir glauben da dürfte für jeden was dabei sein. Der Fokus in diesem Jahr liegt auf dem Käse aus dem europäischen Norden, untermalt wird das von ein paar Vorträgen zu genau diesem Infos gibt es hier. 

Ein Japaner aus Berlin für Japan? Jumpei Yamamoto gewinnt Nikka Perfect Serve

Wer aus dem Heimatland einer Idee stammt, versteht sie doch in vielen Fällen am besten: Das galt auch Anfang dieser Woche beim deutsch-österreichischen Finale der Nikka Perfect Serve Competition im Pine Room des Le Lion in Hamburg. Denn den Sieg sicherte sich am Ende der Japaner Jumpei Yamamoto, der in der Berliner Bar-Institution Salut! tätig ist. Ein knapper zweiter Platz ging ebenfalls nach Berlin, und zwar an Gregor Dill, Barchef in der Sra Bua-Bar im Hotel Adlon Kempinski.

Beim Wettbewerb der japanischen Whiskymarke, dessen deutsch-österreichischer Zweig erstmals von Nikkas neuem Distributeur Borco ausgerichtet wurde, geht es weniger um den perfekten Drink, sondern um den „Omakase“-Moment – der Begriff, der eigentlich aus dem Sushi-Bereich stammt, verlangt vom Bartender, seine Gäste zu lesen und ihnen den perfekten Drink für ihre Stimmung zu servieren. Gefragt war also nicht nur handwerkliches Können, sondern auch soziales Fingerspitzengefühl, um die schauspielernde Jury aus Charles Schumann, Gastgeber Joerg Meyer und MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage zu überzeugen. Yamamoto wird nun Deutschland und Österreich beim europäischen Finale in Rom in rund vier Wochen repräsentieren, der zweitplatzierte Dill darf ihn auf dieser Reise begleiten.

Einen Elefanten unterstützen

Auf knackige 160 Jahre Unternehmensgeschichte blickt Mampe zurück, dennoch ist das Berliner Spirituosenhaus aktuell heimatlos. Aber das soll nicht so bleiben, so hat einen  Crowdfunding-Kampagne gestartet, die noch bis Ende November läuft. Das Ziel? “Mampes neue Heimat” im Bergmannkiez ermöglichen. In der möglichen neuen Kreuzberger Heimat sollen in Zukunft handgemachte Spirituosen nach Originalrezepturen entstehen, es soll aber auch ein Ort werden “an dem man Berliner Geschichte spüren und atmen kann”. Mit einer Unterstützung in Form von 39 Euro können Mampe-Freunde mitglieder im Steinhaber-Club werden . Hier geht es zu der Kampagne, aktuell sind bereits über 14 000 Euro zusammen gesammelt, um auf die angestrebten 39 000 Euro zu kommen hat das Projekt ab heute noch 29 Tage Zeit.

Wein dank Crowd

Apropos Crowdfunding. Im Spiegel stellt Kendra Stenzel die zwei Weinproduzenten Dennis Schiller und Sebastian Keifer vor, die hinter dem Weingut KSK Vintage Winery in Stuttgart stehen. KSK wurde von Anfang an mit Unterstützung des Schwarms aufgebaut und das ist auch so geblieben – so helfen ausschließlich Laien bei der Weinlese und Paten wie Unterstützer des Weinguts und Freunde des Weinguts bleiben via Whatsapp am neuesten Stand was das Wohlergehen der Reben und des Weins angeht. Momentan gibt es zwar jährlich nur rund 5000 Flaschen, aber das soll sich noch ändern in den nächsten Jahren, Wein ist eben auf Dauer ausgelegt. Ein paar der Flaschen gehen an Sterne-Restaurants, andere werden zwischen 10 und 25 Euro verkauft. Hier gibt es die ganze Geschichte und wem der Schreibtischjob auf Dauer zu wenig Bewegung bietet: Freiwillige für die Weinlese werden immer gesucht.

Shopping Tour

Letzte Woche wurde bekannt, dass die Rémy Cointreau Group großes Interesse an der Domaine des Hautes Glaces Destillerie hat. Die liegt ganz malerisch in den französischen Alpen, und bildet neben ein paar anderen Malts unter anderem auch den Herstellungsort für den Vulson Rye von niemand geringerem als Xavier Padovani persönlich. Dort in der Alpen-Destillerie auf luftigen 900 Höhenmetern stellt man den Bio-Gedanken in den Vordergrund und alle Produkte sind daher auch mit einem Bio-Siegel ausgezeichnet, und die Tatsache dass Padovani seinen Rye dort herstellen lässt hat der Bekanntheit der Destillerie bestimmt eher geholfen als geschadet. Das dachte man sich wohl auch in Paris. Und nun eben die Remy Cointreau Group, die gerne alle Shares der Destillerie für sich hätte. Auf Anfrage bei Padovani ob er selbst nicht nur seinen rye dort fertigt, sondern auch Shares an der Domaine hat, bekommen wir die Antwort, er könne aufgrund laufender Vetragsverhandlungen nichts darüber sagen. Schade. Bei Remy gibt man sich gesprächiger und dort heißt es die Akquise könne noch dieses Jahr über die Bühne gehen. Wir bleiben dran.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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