hendricks Orbium

Inventur am 7. Mai 2017

News 7.5.2017

Heyho – da sind sie, die Finalisten der Made in GSA-Competition 2017. Außerdem wundern wir uns über Hendricks Orbium Gin und schauen nach Kanada, wo es extrastarken Bombay gibt. Endlich wieder Sonntag, endlich wieder Inventur!

Heute zufällig im Badischen unterwegs? Dann lohnt sich vielleicht ein Abstecher nach Offenburg. Dort findet nämlich noch bis heute im Rahmen der Badischen Weinmesse auch die „Baden Spirits“ statt. Lokale Kleinbrenner und Mittelständler aus einer der großen, traditionsreichen deutschen Brenn-Regionen präsentieren sich dort dem neugierigen Publikum. Noch bis 18 Uhr stehen die Pforten offen, mit einer Registrierung als Fachbesucher erhält man Zugang zu beiden Messen.

Hendricks Orbium: Es wird Bitter und Würzig

Erste Bilder von einer weiteren Hendricks Gin-Qualität machten diese Woche erstmals die Runde in der deutschen Barszene: Dabei geht es um die neue Qualität Hendricks Orbium, die zwar ebenfalls in einer Apothekerflasche, dafür aber in Violett und Grün auf den Tisch kommt.

Beim Hendricks Orbium handelt es sich, so lässt man seitens William Grant & Sons verlauten, um das klassische Hendricks-Destillat, das jedoch zusätzlich mit blauem Lotus (Violett?) sowie den beiden für Gin Drinks typischen Botanicals Chinin (Tonic Water) und Wermutkraut versetzt worden ist. Beim Hendricks Orbium handelt es sich demzufolge um einen „Quininated Gin“ mit 43,4% Vol Alkohol.

Erhältlich ist der Hendricks Orbium laut deutschem Markenbotschafter Coco Prochorowksi derzeit nur in einigen ausgewählten britischen Bars, wie und ob ein Kontigent für den hiesigen Markt bereitgestellt wird, konnte noch nicht abschließend beantwortet werden. Klar ist indes, dass sich so mancher Gin-Liebhaber hierzulande nun sicherlich bereits auf emsiger Online-Suche nach der Rarität befindet.

Made in GSA Competition 2017: Die Finalisten

Seit Freitag Nachmittag stehen sie fest – die 11 Finalisten unserer diesjährigen Made in GSA Competition 2017. Aus über 150 Einsendungen wählte die Jury schließlich die glücklichen Teilnehmer, die sich am 29. Mai in Wien an der D-Bar des Ritz-Carlton, Vienna messen werden. Wir freuen uns auf die folgenden Bartender:

– Anna Bornschlegel, Bamberg, DE
– Chloé Merz, Basel, CH
– Christoph Stamm, Basel, CH
– Hieronymus Petroschinski, Berlin, DE
– Joris Raible, Bamberg, DE
– Julia Rahn, Frankfurt, DE
– Lukas Lehmann, Bad Wiessee, DE
– Mario Wilhelm, Feldkirch-Norfels, AT
– Matthias Schulz, Düsseldorf, DE
– Nicole Francisca Espinoza Fuenzalida, Bamberg, DE
– Norina Quinte, Karlsruhe, DE

Florian Drucks-Jacobsen ist „Master Of American Whiskey“

Die Nachricht kam in der späten Nach am vergangenen Wochenende: Florian Drucks-Jacobsen aus der Liquid Bar in Tübingen ist erster Gewinner von Brown-Formans neu geschaffenem Bildungs- und Competitionprogramms „Master Of American Whiskey“ (MOAW). Nach mehreren Wettbewerbs- und Workshopstationen setzte sich der 26jährige Bartender nach insgesamt einem halben Jahr die deutsche Whiskey-Krone auf.

In der Finalwoche, die tatsächlich vor Ort in Kentucky (bei Woodford Reserve) und Tennessee (bei Jack Daniel’s) abgehalten wurde, setzte sich Florian „Pressure“ Drucks-Jacobsen vor einer Jury aus Gabriel Daun (Gekkos, Frankfurt, sowie offizieller MOAW-Schirmherr), Nick Theurer (Brown-Forman) und unserem MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage gegen seine vier Finalkontrahenten aus Frankfurt, Hofheim, Bonn und Köln durch (einen detaillierten Überblick über die fünf Finalisten gibt es hier) . Als Preis winkt dem Tübinger nun u.a. eine eigens geblendete Sonderabfüllung des Jack Daniel’s Single Barrel. Wir gratulieren!

Kanada: „Doppelte“ Navy-Strength bei Bombay?

Ein kleines Wacholderkuriosum findet derzeit in Kanada statt: Im zweitgrößten Land der Erde ist eine Charge Bombay Sapphire Gin in Umlauf geraten, die vor der Abfüllung nicht korrekt auf Trinkstärke gesetzt worden war. Das Ergebnis: Statt mit den üblichen 40% Vol. Alkohol präsentiert sich der fragliche Gin mit wuchtigen rund 77%. Das berichtet unter anderem The Guardian.

Betroffen ist offenbar nur die Flaschengröße 1,14 Liter (rund eine Drittel Gallone), die in Kanada besonders in Gastronomien gängig ist. Zunächst nur in der Provinz Ontario vermutet, ist der Rückruf durch Handel und den Markeneigentümer sowie Distributeur Bacardi Canada mittlerweile auf des gesamte Land ausgeweitet worden. Zwar sind bislang noch keine gesundheitlichen Schäden durch den Gin mit, sagen wir mal, „doppelter“ Navy Strength dokumentiert – freilich raten die Behörden aber dennoch vom Konsum derart hochprozentiger Spirituosen ab. Wobei uns natürlich klar ist, dass die fraglichen Flaschen unter Sammlern und Bartendern schon bald als teures, rares Heiligtum gehandelt werden dürften.

Der Sazerac: woher kommst Du eigentlich?

Der Sazerac ist nicht nur einer von „Bartenders Lieblingen“, er ist auch offizieller Drink des Staates Louisiana, in dessen Hauptstadt New Orleans er einst entwickelt und erstmals ausgeschenkt worden sein soll. Doch ist das wirklich alles korrekt?

Der weltweit anerkannte Cocktailhistoriker und Autor David Wondrich geht in einem herausragenden Beitrag für The Daily Beast detailliert auf Quellen und Entstehungsgeschichte des Sazerac ein, den Cocktail, der seiner Meinung nach „eine dickere Kruste aus Mythen und Legenden um sich hat“ als alle anderen Klassiker. Eine absolute Empfehlung!

Photo credit: Shutterstock

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