Erik Lorincz

Inventur am 8. April 2018

News 8.4.2018

Frohen Sonntag allerseits! Heut’ gehen wir auf einen Bacardi Cuatro aus, und zwar an eine Museumsbar. Außerdem geht’s nach New Orleans und an den Zapfhahn. Prost!

Herzlich Willkommen! Letzte Woche haben wir fünf Exemplare handsignierter DVDs der limitierten ersten Edition von Schumann’s Bargespräche unter unseren Lesern verlost – und zwar handsigniert von Charles Schumann persönlich. Wir bedanken uns für die gewaltige Resonanz, noch nie haben an einer auf MIXOLOGY ONLINE durchgeführten Verlosung so viele Menschen teilgenommen wie diesmal. Die fünf glücklichen Gewinner jedenfalls bekommen ihr Exemplar in den kommenden Tagen geschickt. Die Preise gehen nach: Verden, Berlin, Buxtehude, Altdorf und Reinbek. Wir wünschen viel Vergnügen mit den Bargesprächen und wenden uns wie jeden Sonntag den interessantesten Themen und Texten der hinter uns liegenden, flüssigen Woche zu.

Bacardi launcht „Cuatro“ als neue gereifte Qualität

Schon seit einigen Wochen kündigte sich der Launch branchenintern an, seit Mittwoch ist es offiziell: Bacardi ergänzt seine feste Rum-Range mit der neuen gereiften Abfüllung namens „Cuatro“. Der Name nimmt damit, ganz in der Tradition des „Ocho“, schlicht und einfach Bezug auf das Alter der in dem Blend enthaltenen Destillate, die allesamt mindestens vier (cuatro) Jahre lang im Holzfass gereift worden sind.

Mit dem Cuatro, der Aromen von Vanille, Holz, Honig und Nelken ins Glas bringen soll, nimmt der familiengeführte Konzern ganz klar die Stärkung des hauseigenen Premiumsegments ins Visier. Der Cuatro empfiehlt sich sowohl als Sipping-Qualität wie auch als Mix-Rum. Eine UVP zum Cuatro  liegt bislang noch nicht vor. Wir sind gespannt.

Cocktails vom Zapfhahn – Fluch oder Segen?

Drinks, die fix und fertig aus dem Hahn, also auf Englisch „on tap“, gezapft werden, sind seit einiger Zeit wieder auf dem Vormarsch. Wer da nun an Sweet & Sour-Mix und die unvermeidliche Soda-Gun aus schlechten Party-Bars denkt, liegt falsch, denn die Vorteile hochwertiger, in einzelnen Batches vorgefertigter Cocktails sind unübersehbar: Absolut gleichbleibender Geschmack, konsistente Qualität und ein unheimlich schneller Service auch zu Stoßzeiten. Überdies gewinnt so mancher Drink gar, wenn seine Zutaten sich über einen gewissen Zeitraum miteinander verbinden können. Das wissen immer mehr gute Bars, die gerade Standard-Drinks wie etwa Negronis, Boulevardiers oder gar Manhattans vom Hahn servieren.

Dennoch bleibt ein ganz simpler, negativer Beigeschmack: Geht mit gezapften Cocktails nicht ein großer Teil des Bar-Zaubers für den Gast verloren, der doch so gern dem Bartender bei der Zubereitung eines Cocktails zuschaut? Welchen Esprit hat schon ein Drink, der einfach aus dem Hahn läuft, im Vergleich zu einem à la Minute gerührten Old Fashioned? Oder ist das letztlich nur falsche, längst überholte Romantik? Die Kollegen von The Spirits Business gehen der Sache auf den Grund und lassen einige der führenden Bartender zu Worte kommen, die sich mit der Materie befasst haben, u.a. Rich Woods aus dem Londoner „Duck & Waffle“.

Auf ’nen Drink ins Museum

Museumsgastronomie hat unter Kennern keinen guten Ruf. Kein Wunder: Schließlich braucht sich ein Gastronom in einem Museum eigentlich auch keine Mühe geben – die Leute werden schon auf einen Kaffee, eine Cola oder ein Bier kommen, wenn sie zwischendurch durstig werden. Wo sollen sie auch sonst hin?

Was aber, wenn die Perspektive sich ändert? Wenn also Getränkegastronomien in Museen so attraktiv und durchdacht angelegt werden, dass sie bewusst Gäste anziehen und möglicherweise gar dem Museum ein Mehr an Besuchern bescheren? Denn da ist vielen möglich und die Entwicklungen stecken noch in den Kinderschuhen. In Deutschland etwa kann man getrost „Die Goldene Bar“ im Münchener Haus der Kunst als Paradebeispiel für ein solches Unterfangen als Beispiel nennen. Auf SevenFiftyDaily geht es um weitere Ideen von überall auf der Welt. Und wir sehen: Man braucht eigentlich nur ein gutes Konzept. Dann muss große Kunst auch nicht mit schlechten Drinks flankiert werden. 

Einmal Ramos-Express, bitte!

Hassliebe Ramos Gin Fizz. Der ganz besondere Fizz aus New Orleans, der sowohl Sahne als auch Eiweiß enthält, ist in positiver wie negativer Weise legendär: Einzigartig in Geschmack und Textur, sorgt er mit der erforderlichen, ewigen Schütteldauer gern für Schweißperlen auf der Bartenderstirn und ausgeleierte Arme am Ende der Schicht. Doch es geht auch schneller!

Ja, wirklich. Für PunchDrink hat sich Kara Newman auf die Suche nach echten Ramos-Hacks gemacht. Wie lässt sich die Zubereitung des Klassikers vereinfachen, ohne Zugeständnisse an die Güte des Endergebnisses zu machen? Ihr Beitrag liefert nicht nur Antworten, sondern gar eine angebliche Qualitätssteigerung. Doch lesen Sie selbst!

Photo credit: Shutterstock

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