Drinks Open

Inventur am 9. April 2017

News 9.4.2017

Die Drinks Open ruft Bartender dazu auf, sich zu bewerben, Wein schmeckt man im Gehirn und nicht im Mund, und die 50 besten Restaurants der Welt wurden gekürt. Wir sind wieder da!

Letzte Woche ging im großen sozialen Netzwerk der Hashtag #RefuseTheStraw in den Kreisen der Barbranche um. Das ist zwar kein neues, aber ein umso wichtigeres Anliegen. Und warum genau sollte man eigentlich den superduper Plastikstrohhalm weglassen, er ist doch so praktisch? Schauen wir mal auf die Zahlen: allein in den USA werden Tag (!) 500.000.000 Strohhalme (in Worten Fünfhundert Millionen oder eine halbe Milliarde) benutzt und danach wieder weggeworfen. Ganz schön viele Nullen, oder? Und wie schädlich Plastik für unsere Meere und die Natur generell ist, dürfte sich mittlerweile weitgehend herumgesprochen haben. Daher unser Rat: drauf verzichten und den Drink direkt aus dem Glas genießen. Wem das schwer fällt: Vielleicht einfach mal auf Ryan Gosling in der Filmszene hier konzentrieren oder sich in die Thematik hier einlesen. Und dann einen Wiederverwendbaren kaufen.

Geschmack geht durch das Gehirn

Oho aha – Wein wird tatsächlich im Gehirn und nicht im Mund geschmeckt. Wie, was? Gordon Shepherd, seines Zeichens Neurologieprofessor an der Universität zu Yale, hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, das da den Titel „Neuroenology: How The Brain Creates The Taste of Wine” trägt. Darin steht kurz und grob: Der Geschmack wird durch mehrere Faktoren bestimmt, darunter die Gesellschaft, in der man ihn trinkt (aber ganz ehrlich, das wussten wir auch schon vorher), durch Alter, Geschlecht und die Zusammensetzung des Speichels. Vor Allem aber dadurch, was das Gehirn mit dem Geschmack assoziiert.

Aber aufgepasst: bereits nach mehreren Schlucken Wein ist das Gehirn gesättigt und das Feststellen des Geschmacks fällt deutlich schwerer. Shepherd geht übrigens soweit, dass eine Weinverkostung mehr Teile des Gehirns beansprucht als etwa Musikhören oder das Lösen mathematischer Probleme. Shepherd selbst hat den Forschungsbereich „Neurogastronomie” mitbegründet – ein Begriff, der im Jahr 2006 zum ersten Mal verwendet wurde. Und er hat mit Köchen wie Heston Blumenthal und Ferran Adrià zusammengearbeitet. Irgendwie alles ein bisschen verwirrend? Hier entlang, bitte.

Gutes Essen

Und wo wir thematisch sowieso gerade in der Küche sind: die komplette Liste der „50 Best Restaurants” für das Jahr 2017 steht fest. Auf dem ersten Platz ist in diesem Jahr zum ersten Mal das Eleven Madison Park in New York, es verdrängt damit Massimo Botturas Osteria Francescana auf den zweiten Platz. Das New Yorker Restaurant ist unter der Leitung des Schweizer Kochs Daniel Humm und wird just diesen Sommer für drei Monate wegen Neugestaltung geschlossen. Man kann also erst wieder ab September reservieren und sich selbst überzeugen.

Der Brite Heston Blumenthal bekam den „Lifetime Achievement Award”, Ana Ros aus dem slowenischen Hisa Franko den Award als „Female Chef of the Year”. Aber wo sind die deutschen Restaurants? Erst auf den hinteren Plätzen, dafür sehr nah beieinander sind das Vendôme in Köln und das Restaurant Tim Raue in Berlin auf Platz 48. Bei den Österreichern ist zum wiederholten Male das Wiener Steirereck aufgeführt, wobei einen hier das Gefühl beschleicht, dass die Jury vielleicht länger nicht mehr in Österreich war, denn das Alpenland hat kulinarisch durchaus noch mehr zu bieten. Wie dem auch sei: Top-Listen sind doch immer sehr attraktiv, daher hier alle 50.

Drinks Open: noch kann man sich bewerben!

Die Bewerbungsfrist für die Made in GSA Competiton 2017 ist  seit Montag vorbei (bald gibt es die Finalisten, wir sind noch am Sortieren, Zählen und Ausmixen), aber es gibt da noch einen ähnlich strukturierten Wettbewerb: die Drinks Open Cocktail Competition der Kollegen vom Drinks Magazin. Hier läuft die Frist noch bis 15. April 2017 und Bartender aus der Schweiz, Österreich und Deutschland sind dazu aufgerufen, sich für die Drinks Open mit einem Cocktail getreu dem Motto „Simply the Best” zu bewerben. Auch bei den Drinks Open gibt eine Auswahl mehrerer Partnermarken, das Finale der Drinks Open wird am 22. Mai 2017 in Konstanz ausgetragen. Zu gewinnen gibt es eine „Traumreise“ nach Griechenland für zwei Personen. Na wenn das nix ist?! Hier gibt es mehr Infos rund um die Drinks Open.

Drinks gegen Trump

Der Macher hinter bekannten New Yorker Bars wie Death & Co. und Mayahuel machen sich bereit für den nächsten Streich: Ravi DeRossi eröffnet am 14. April 2017 das Coup. Die Bar wird in den Räumlichkeiten von DeRossis ehemaligen Seafood-Restaurant in der Nähe des Astor Place in Manhatten sein. Das Restaurant ist seit Februar nämlich geschlossen, nachdem DeRossi sich entschieden hatte, seine Etablissements vegan zu halten. Zurück zu Coup: das ist nicht etwa irgendeine Bar – nein: Es wird eine Anti-Trump Bar werden. Das heißt, alle Gewinne gehen an Organisationen, die unter dem aktuellen Präsidenten zu leiden haben, da ihnen Budget entzogen wurde.

Die Bar wird zwei Räume haben, einer von beiden wird rotierend von Gastbartendern wie etwa Ivy Mix, Jane Danger und Giuseppe Gonzales bespielt werden. Hier können die Gastbartender selbst entscheiden, welcher Organisation die Gewinne aus ihrer Schicht zugute kommen sollen. Die Deko bilden übrigens Protestschilder (die geistreicheren darunter) aus den unzähligen Protesten gegen den amtierenden Präsident. Hier gibt es die ganze Geschichte.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Ähnliche Artikel