Inventur am 15. Januar 2017

News 15.1.2017

Zweite Runde des Jahres! Wir sind zurück mit der aktuellen Inventur, verehrte Leser, und sprechen über Fernet-Brancas neues Bier sowie den Angel Shot, der einen nicht betrunken machen wird.Und wir mussten vom Ableben eines der erfahrensten Master Distiller der USA erfahren.

Wir haben da was Neues vorbereitet – und zwar im SHOT-Format. Ab jetzt gibt es neben dem englischen Kanal auch deutschsprachige WhatsApp-Nachrichten direkt aufs Smartphone. Wie das aussieht? Wir schicken Ihnen jeden Tag die wichtigsten Nachrichten aus der flüssigen Branche kompakt und samt Link via WhatsApp-Nachricht, wenn Sie sich für die MIXOLOGY SHOTS anmelden. Das geht ganz einfach hier und selbstverständlich kann man sich jederzeit wieder ganz einfach abmelden. Nächste Woche verlosen wir an jener Stelle übrigens Tickets für die 0711 Spirits in Stuttgart, die vom 27. Januar bis 29. Januar 2017 stattfinden wird. Wenn das kein Grund ist, sich anzumelden?!

Frauen im Wein und hinter der Bar

Für Weinplaces hat Jan Peter Wulf vom Nomyblog über das netzwerk Femwine geschrieben – hier können sich Frauen, die in der Weinbranche tätig sind, über ihre Erfahrungen austauschen und networken. Er spricht dafür mit Maria Rehermann, der Weinsommelière des Berliner Restaurants Reinstoff, die sagt, sie werde nach wie vor fast jeden Abend gefragt „Ach, Sie sind der Sommelier?” Ein lesenswerter Artikel und ein durchaus wichtiges Thema, Wulf wirft auch ein Schlaglicht auf die Situation hinter der Bar, und so dürfen erst seit 1984 Frauen Mitglied der Deutschen Bartender Union (DBU) werden. Hier geht es zum ganzen Artikel.

Fernetic: das Digestifbier

Die Chicagoer Brauer von Forbidden Root haben sich mit den Italienern von Fernet-Branca zusammengetan und dabei kommt ein – Trommelwirbel – Bier heraus, ganz recht. Das Imperial Black Ale trägt den Namen Fernetic und ist geschmacklich ganz nah an dem Amaro dran. Zwanzig Botanicals kamen beim Brauen zum Einsatz, das Bier wird stark limitiert ab 19. Januar 2017 für rund 15 US-Dollar zu haben sein. Bei Fernet-Branca haben in der Vergangenheit wohl schon öfter Brauereien mit Kollabo-Vorschlägen angeklopft, aber nur mit Forbidden Roots habe es richtig gefunkt, heißt es aus dem italienischen Hause. Die Zusammenarbeit erinnert uns sehr stark an den „Trend“, wenn man so will, unter den Brauereien miteinander zu kollaborieren und gemeinsame Sude zu kreieren. Das hier ist einer der ersten Ausflüge Richtung Hochprozentigem, wir sind gespannt, wer da nachzieht in diesem Jahr. Bei Fernet-Branca und den Forbidden Roots denkt man jedenfalls darüber nach, jährlich eine gemeinsame Sonderausgabe auf den Markt zu bringen. Aber jetzt erstmal langsam und am 19. Januar das Internet bemühen, um an ein Fläschchen Gebrautes zu kommen. Hier gibt bei den Kollegen von Brewbound mehr Details zu der Geschichte.

Einen Angel Shot, bitte

Schonmal von Angela gehört? Oder von einem Nagellack, mit dem man testen kann ob sich im Drink Date-Rape-Drogen befinden? Im letzten Jahr gab es so manche Aktionen und Erfindungen, um Frauen in Bars mehr vor unerwünschten Avancen oder im schlimmsten Fall Vergewaltigungen zu schützen. Seit kurzem gibt es mit dem Angel Shot ein Codewort, mit dem man sich an der Bartender wenden kann, um unauffällig um Hilfe zu bitten, wenn sich die Frau in der Bar unsicher fühlt, wie der Guardian berichtet. Seinen Ursprung hat der Angel Shot in Großbritannien: Verlangt man nach einem “neat Angel Shot” begleitet einen der Bartender zum Auto, bestellt man ihn mit Eis, ruft der Bartender ein Taxi. Und wenn man eine Limette zum Shot bestellt, soll die Polizei gerufen werden. Diese Methode ist ganz bestimmt sehr gut dazu geeignet, das Sicherheitsgefühl als Frau allein in einer Bar oder bei einem Blind Date zu erhöhen. Jedoch kritisiert der Artikel das Adjektiv „diskret”, das sowohl dieses Codewort, der Nagellack als auch alle weiteren Optionen, die im Artikel vorgestellt werden, gemeinsam haben. Man hat sich nämlich nur in brenzligen Situationen diskret nach Hilfe um zu sehen. Wie das gehen soll? Das führt nun an dieser Stelle zu weit, daher empfehlen wir die Lektüre des The Guardian.

Parker Beam ist verstorben

Wir beenden die heutige Inventur mit einer traurigen Nachricht. Der Master Distiller der Heaven Hill Destillerie in Kentucky, Parker Beam, ist im Alter von 75 an Amyotropher Latersklerose, einer Nervenkrankheit, gestorben. Er war 50 Jahre für Heaven Hill tätig und zeichnete unter anderem für Evan Williams Whisky verantwortlich. Parker Beam war der Großneffe von Jim Beam, schon seit 1795 machen die Mitglieder der Familie Beam Whisky.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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