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Inventur am 17. Dezember 2017

News 17.12.2017

Bald gibt es Bier auf der Düsseldorfer ProWein, Tchibo wartet mit einem fragwürdigen Produkt auf und man sollte öfter mal alleine einen trinken gehen.

Willkommen, willkommen zur letzten Inventur des Jahres. Wir verabschieden uns bereits heute in hoffentlich entspannte Feiertage und melden uns im kommenden Jahr wieder. Dann nicht mehr aus unserem alten Büro am Schlesischen Tor in Berlin, nein, sondern aus der Karl-Marx-Buchhandlung etwas weiter im Osten. Wir haben uns da einen ganz besonders geschichtsträchtigen Ort als neue Heimat ausgesucht und werden dort in gewohnten WG-Verhältnissen mit dem Cocktailian-Shop „zusammenwohnen”. Besucht uns dort, aber vielleicht erst ab Februar, bis dahin haben wir auch alle Kisten ausgepackt und den Schnaps verstaut. Kommt gut ins Jahr 2018!

Nicht nur Wein

Auf der jährlich in Düsseldorf stattfindenden Messe ProWein ging es bislang ausschließlich um eins, nämlich um Wein. 2018 soll allerdings alles (ein bisschen) anders werden, denn zum ersten Mal werden kommendes Jahr auch Bier, Schnaps und Cider ihre Bühne auf der Weinmesse finden. Damit reagiert die Messe auf das steigende Interesse an Craft Beer und Spirituosen, der Bereich „Same but Different” wird 2018 also für eben diese Kategorien zur Verfügung stehen. „Handgemachte” Produkte mit einem „trendigen Marketingkonzept” sollen im Fokus stehen. Für alle Produzenten, die nun hellhörig werden, haben wir allerdings schlechte Nachrichten: alle Stände sind verkauft, denn 49 Spirituosenmarken, 15 Biere und sechs Cider-Hersteller werden kommendes Jahr bereits vorstellig.

Ehrlich, Tchibo? Ehrlich?!

Wenn uns die Entwicklung im Gin-Segment der letzten Jahre eines gelehrt hat, dann: Es geht immer noch schlimmer. Für den aktuellen Tiefpunkt sorgt niemand Geringeres als der Kaffee- und Haushaltswarenriese Tchibo, der nun ein Set für hausgemachten Gin zum Kauf anbietet. Ja, doch, Sie haben richtig gelesen – hausgemachten Gin. Natürlich gleichzeitig „das perfekte Geschenk“ (Tchibo).

Denn man meint im Hause Tchibo offenbar, man brauche für die Herstellung eines guten Gins gar keine Destillation. Die Formel, die aufgerufen wird, lautet einfach „Vodka + Wacholder + Gewürze“. Das Ganze soll man zuhause ansetzen, irgendwann filtern und mit einem maschinell erstellten Label bekleistern, auf dem „hausgemacht“ steht. Alles zusammen dann noch präsentiert in einem Video, das dieselbe Ästhetik bedient, die sich Tchibo schon beim schrägen Blonde Roast-Versuch angeeignet hatte. Eigentlich sollte man sich so etwas natürlich nicht ansehen. Haben wir aber gemacht, gehört ja zum Job. Und Sie sind schließlich auch erwachsen, können sich also selbst entscheiden, ob Sie sich das antun möchten. Oder nicht.  

Alleine trinken

„If you’re lonely when you’re alone you’re in bad company” – Jean Paul Sartres Erkenntnis passt neben eigentlich allen Lebensbereichen selbstverständlich auf ein manchmal vielleicht großes Unterfangen, nämlich einfach mal alleine auf einen Drink in eine Bar zu gehen. Denn das sollten wir alle viel öfter tun. Für das Punch Magazine verfasste Brad T. Parsons einen Artikel, der diese doch sehr einzigartige Erfahrung in seinen persönlichen Kontext stellt. Er berichtet von seinem Vater, der regelmäßig in einer seiner drei üblichen Bars jeden Freitagabend verbrachte – allein. Und darüber, wie Parsons diese Angewohnheit zu seiner eigenen in New York gemacht hat, wobei er zwischen der PDT, Prime Meats und der Momofuku Bar wechselt. Er schreibt übe die Vorteile der Gewohnheit und was das alleine Trinken für ihn bedeutet. Lesenwert und zum nachdenken.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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