Inventur am 18. Dezember 2016

News 18.12.2016

Da sind wir ein letztes Mal für dieses Jahr, und zwar heute mit Sipsmith, Schwarzsehen in Tokio und passend zu den Feiertagen: einer Infusion im Weihnachtskatalog.

Wie eben schon gesagt, heute kredenzen wir die letzte Inventur für dieses Jahr. Wir melden uns im Januar wieder zurück und wünschen heute schonmal schöne, entspannte und festliche Tage und bedanken uns, dass Sie uns auch in diesem Jahr durch die Wogen der Branchen-News begleitet haben. Genug gesagt, legen wir los.

Die nächste Übernahme: Sipsmith wandert zu Beam

Das Gin-Jahr begann mit einem Paukenschlag, so endet es auch mit einem: Nachdem Monkey 47 Ende Januar die Mehrheit seiner Anteile an den französischen Pernod Ricard-Konzern verkauft hat, übernahm die japanisch-amerikanische Beam-Suntory-Gruppe nun komplett den englischen Craft-Gin Sipsmith. Die Übernahme wurde am Freitag Mittag bekanntgegeben, im Laufe des Januars 2017 soll der Deal fertig abgewickelt sein, das bestätigten sowohl Beam als auch die beiden Sipsmith-Gründer und -Inhaber Fairfax Hall und Sam Galsworthy.

Bei der Übernahme, zu der kein genauer Betrag genannt wurde, soll es in erste Linie darum gehen, dem unter Bartendern und Connaisseuren extrem beliebten Gin mit dem Schwan auf dem Label international zu einem besseren Distributionsnetz zu verhelfen, im Gegenzug bereichert Beam damit sein bislang nur aus den beiden weniger prestigeträchtigen Marken Gilbey’s und Larios bestehendes Gin-Portfolio um ein echtes Juwel. „Es wird sich nichts ändern, wir machen weiter wie bisher“, beruhigte noch am Freitag der Brennmeister von Sipsmith, der international renommierte Cocktail- und Spirituosenhistoriker Jared Brown, auf den sozialen Netzwerken alle jene, die nun einen Ausverkauf der Marke fürchten. Dem Vernehmen nach bleiben auch Hall und Galsworthy weiterhin eng mit der Führung des Unternehmens verbunden.

Infusion im Weihnachtskatalog

Christmas Cracker, Geschenk-Körbe und natürlich Stilton mit Portwein bietet das Londoner Traditionshaus „Fortnum & Mason“ alljährlich in seinem türkisen Festtagskatalog. Doch mitten drinnen ist Anno 2016 auch die Barkultur angekommen. Genauer gesagt, wurde mit einem Bestseller, der dickstückigen Orangen-Marmelade „Sir Nigel“, Vodka infusioniert. Und der reifte im ehemaligen Cognac-Fass nach.

Gedacht ist der Weihnachtsvodka mit einem Liter-Preis von 60 Pfund (ca. 72 Euro) für den „Breakfast Martini“, wie man beim Feinkosthändler geschäftstüchtig-vorweihnachtlich anfügt. Das Rezept von „Maestro“ Salvatore Calabrese, das 2 cl „Sir Nigel’s Marmalade Vodka“ mit Gin und Cointreau kombiniert, gibt es dazu. Quasi als Weihnachtsgeschenk aus „Brexit“-Land.

Schwarz sehen in Tokio

Die Idee liegt für Nachtschaffende nahe und im Aman Tokyo hat sie Toshio Imai einfach zu Ende gedacht: Der Bartender des Luxushotels serviert in seinem Black Bar Menu vom Espresso Martini über einen Black Chocolat Manhattan und den Black Berry Cooler alles in nachtschwarz. Selbst bei der in Japan wichtigen Whisky-Auswahl beschränkt man sich auf ausschließlich Black Labels. Als Barfood dienen folgerichtig Schwarze Krabbe und Toast mit schwarzem Knoblauch, auch die Wagyu Burger und die Tintenfisch-Tagliolini folgen dem dunklen Thema.

Statt der Blauen Stunde rollt im 33. Stock in Tokio die Etagere mit Drinks und Snacks (6.900 Yen, also ca. 60 Euro) an. Das Lackgeschirr dafür wurde eigens von Echizen Urushi entwickelt, einem Traditionsunternehmen aus der Präfektur Fukui. Wem das „Black Menu“ im Winter zu düster sein sollte: Die an eine Papierlaterne erinnernde Beleuchtung des Aman zieht sich ohnehin über alle sechs Hotel-Stockwerke des Otemachi Tower im Bankenviertel Otemachi.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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