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fritz mit Zuwachs: Inventur am 19. März 2017

News 19.3.2017

Neuigkeiten rund um die fritz-kulturgüter GmbH, auf Haiti herrscht Trauer und wir lassen die Spirits & Friends in Wien Revue passieren. Neue Inventur, neuer Sonntag!

Craft Beer-Bereich, Grill- und BBQ-Area und alles was neu und flüssig ist: die Internorga ruft, und alle pilgern nach Hamburg. Noch bis Dienstag läuft die Gastronomiemesse, hier gibt es einen Überblick über das Programm, die Aussteller und was in diesem Jahr so alles geboten wird.

Spirits & Friends in Wien: so war’s

Mangel an Spirituosen-Messen hat Wien keinen, eher an interessieren Besuchern. Wie die im Vorjahr erstmals durchgeführte „Finest Spirits“ konnte auch die am Donnerstag geendete „Spirits & Friends“ im Schnitt nur 650 Besucher pro Tag anlocken. Die Premiere von Jakob Lackner und Dirk Sänger im MGC Messezentrum war unter der Woche plaziert und hatte – frei von thematischer Beschränkung auf Spirituosen – erfreulich internationale Aussteller zu bieten. Ungarisches Craft Beer oder Weine wie die „Schnelle Bouteille“ des Weinviertler Winzers Schlosser konnten aber ebenso wenig für einen Ansturm am schwierigen Messe-Mittwoch sorgen wie die Drinks von Philipp Ernst („Nase Siebzig“), Patrick Burger („Bartender’s Ball“) oder Karlsruhes Legionär Mo Kaba („Guts & Glory“).

Den im Rahmen der Messe veranstalteten Junior Bartender-Wettbewerb sicherte sich Melinda Pohl (Hilton Vienna), auch sie hätte sich mehr Zuschauer verdient. Nicht zuletzt sorgten zwar Aussteller bis ins ferne Vorarlberg – Heulikör (!) von der Bergbrennerei Löwen – für Breite, die Besucher beschränkten sich im Wesentlichen auf die Hauptstadt; eine Erfahrung die bereits die „Finest Spirits“ im November machen musste. Lackner jedenfalls sieht „das Glas halbvoll“. Er plant mit Kompagnon Sänger bereits für das nächste Jahr. Für den Veranstalter erweist sich „der Zeitpunkt zu Beginn der gastronomischen Sommersaison als optimal, um Produktneuheiten vorzustellen und das interessierte Publikum anzusprechen“. Zumindest beim zweiten Ziel geht noch mehr.

Trauer bei Haitis Rum-Ikone

Auch wenn viele den Namen Thierry Gardère nicht kannten, Rhum Barbancourt wird von vielen Bartendern in hohen Ehren gehalten. Vor allem gilt der bekannteste Exportartikel des Landes im krisen-geplagten Haiti als ein echtes Nationalsymbol. Völlig überraschend verstarb, wie der „Miami Herald“ meldete, Gardère letzte Woche an einer Lungenembolie.

Gegründet wurde die Firma von Gardères Urgroßonkel Dupré Barbancourt, der 65-jährige Thierry Gardère agierte als vierte Generation in der Firmenleitung. Seiner Arbeit ist neben dem hervorragenden Ruf des Rums auch die wirtschaftliche Erholung nach dem verheerenden Erdbeben 2010 zu verdanken. Damals rannen die Rum-Vorräte buchstäblich durch die Lagerhäuser Barbancourts – bis zu 40 Prozent des gereiften Bestands gingen dabei verloren.

Wie es geschäftlich weitergeht, ist derzeit in Port-au-Prince unklar, der Großteil der Familie Gardère lebt in Frankreich. Den zahlreichen Kommentaren der Haitianer in den sozialen Medien (Tenor: Möge es in seinem Sinne weitergehen bei Barbancourt!) werden sich viele Rum-Liebhaber anschließen.

Frischer Wind bei fritz

Wenn einer sich alleine fühlt – dann lädt er sich zwei weitere ein. Bei der fritz-Kulturgüter GmbH gibt es seit Februar 2017 zwei neue Partner und leisten damit Mirco W. Wiegert, der zuletzt alleiniger Geschäftsführer bei dem Hamburger Unternehmen war, Gesellschaft. Wiegert war alleiniger Gesellschafter geworden, nachdem sein Gründungspartner Lorenz Hampl das Unternehmen verlassen hat. Bei den zwei Anteilseignern handelt es sich um Florian Rehm aus der Unternehmerfamilie Mast, Aufsichtsratsvorsitzender der Mast-Jägermeister SE ist, der allerdings als privater Unternehmer bei fritz einsteigt. Der zweite ist Dirk Lütvogt, der ist persönlich haftender Gesellschafter der Friedrich Lütvogt GmbH & Co. KG und führt das Familienunternehmen im niedersächsischen Wagenfeld in vierter Generation.

Er wird als langjähriger Partner  einen Großteil der Abfüllungen für die fritz-kulturgüter GmbH übernehmen. Die zwei „Neuen“ haben zusammen ein Drittel der Unternehmensanteile inne, Wiegert behält die übrigen zwei Drittel. Der freut sich und sagt über die fritz-Neulinge Lütvogt und Rehm: „Ich freue mich, mit Florian Rehm und Dirk Lütvogt zwei gestandene Unternehmer als Mitgesellschafter an Bord zu haben. Beide kommen aus Familienunternehmen und haben viel Erfahrung mit Getränken, die sie bei fritz-kulturgüter einbringen. Sie identifizieren sich mit dem eingeschlagenen Weg und haben eine langfristige Perspektive. In dieser Konstellation können wir fritz-kulturgüter als unabhängiges Unternehmen fortführen und unseren Anhängern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern treu bleiben. Das war mir bei der Auswahl der Mitgesellschafter sehr sehr wichtig.“

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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