Inventur am 2. Oktober 2016

News 2.10.2016

Heute gibt es ein bisschen Kürbiskuchengewürz im Drink, Jennifer Le Nechet gewinnt die World Class, wir sprechen über Wein und die Barometer Bar Show in Kiew. Willkommen zurück!

Die Zeit bis zu den MIXOLOGY BAR AWARDS 2017 verbringen wir mit Essen – und zwar auf der Berlin Food Week, die noch bis zum 8. Oktober 2016 in der Hauptstadt läuft, außerdem bei Stadt Land Food, das noch bis zum 3. Oktober 2016 in der Kreuzberger Markthalle Neun stattfindet. Letzteres ist ein Symposium rund um gutes Essen und ersteres findet an vielen verschiedenen Ort statt, unter anderem im Kraftwerk. Das Partnerland der Berlin Food Week in diesem Jahr ist übrigens Mexiko. na denn, arriba, und los mit der Inventur.

World Class mit First Lady: Jennifer Le Nechet gewinnt

Was Hillary Clinton noch vor sich hat, nämlich als erste Dame das höchste Amt der USA zu bekleiden, gelang gewissermaßen in der Nacht zum Freitag bereits der französischen Bartenderin Jennifer Le Nechet: Als erste Frau überhaupt entschied die Bartenderin aus dem Café Moderne in Paris den prestigeträchtigen, großformatigen Wettbewerb von Diageos Reserve-Range für sich. Damit reiht sich Le Nechet ein in einen Reigen großer Namen wie etwa Charles Joly aus Chigago oder natürlich Savoy-Barchef Erik Lorincz, der wie kein zweiter mit der Mammut-Competition assoziiert wird.

Aus den GSA-Ländern schaffte es leider kein Teilnehmer in die Auswahl der letzten 12, natürlich waren aber alle drei Staaten vertreten: Noureddine Elmoussaoui (der derzeit seine letzten Wochen im Frankfurter The Parlour verbringt, bevor er ins Münchener Les Fleurs Du mal wechselt), Falco Torini (Miranda, Wien) und Sophie Larrouture (Four Seasons, Genf) stiegen in der Finalwoche in Miami für Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Ring. Geht es nach Diageo selbst, darf sich Jennifer Le Nechet nun als “Best Bartender in the World” bezeichnen. Auch wir gratulieren der Bartenderin aus dem Nachbarland!

Was macht der Heissen denn da in der Welt?

Ein mysteriös-unterhaltsames Video mit einem in der Barszene überaus bekannten Gesicht tauchte Anfang der Woche plötzlich bei Facebook auf: Kein geringerer als Arnd Henning Heissen – seines Zeichens mehrfacher früherer Preisträger bei den MIXOLOGY BAR AWARDS und mittlerweile selbst Mitglied der für die Vergabe zuständigen Jury – ist dort bei einer grellbunten Weltreise auf der Suche nach den besten Botanicals für sein neues, perfektes Tonic Water zu beobachten.

Ob Salzflocken aus Mexiko, Bergamotte aus Sizilien oder japanischer schwarzer Pfeffer: Das Projekt, an dem Heissen zu arbeiten scheint, macht Lust auf mehr. Doch ein wenig müssen sich die Barflys und Bartender noch gedulden, denn – so heißt es am Schluss des Films – erst am 10. Oktober 2016, also dem Vortag des Bar Convent Berlin, wird Heissen bekannt geben, um was für ein Produkt es sich nun genau handeln wird. Bis dahin sei der amüsante Clip mit dem frischgebackenen Schauspieler Heissen jedem ans Herz gelegt.

Eine Crowd fürs Terroir

Uwe Schiefer macht Wein, und das tut er am Eisenberg im wunderschönen Südburgenland. Der Eisenberg hält was er verspricht, so hat er doch einen besonders eisenhaltigen Boden und ein ganz besonderes Mikroklima. Schon in den 1930er Jahren hatten der Eisenberg sowie der Blaufränkische, der dort angebaut wurde, einen außerordentlichen Ruf. Uwe Schiefer hat dann nach Jahren in der Gastronomie begonnen, die verwilderten und gerodeten Reben mit neuem Leben zu erfüllen. Aber das ist noch nicht alles: immer noch hat der Eisenberg viel zu viele verwaiste Rebflächen, die Uwe Schiefer ebenfalls wiederbeleben möchte, um dem südburgenländischen Weinberg weiter und vor allem wieder zu Rang und Namen zu verhelfen. Wie die Weinkenner unter uns bestimmt mitbekommen haben, waren die letzten Jahre für die Reben eher schwierig, und so haben auch am Eisenberg Hagel und Frost zur mittlerweile vierten extrem verringerten Erntemenge in Folge geführt. Schlecht für den Wein – Auftritt für die Crowd: Uwe Schiefer hat nämlich eine Kampagne ins Leben gerufen, mit der der Wein am Eisenberg unterstützt werden kann. Die findet sich hier, genau wie auch noch mehr Informationen rund um die Reben und Schiefer.

Von TXL nach KBP

Was, wenn der Bar Convent vorbei ist? Die Sinnkrise, die diese Frage birgt, lässt sich in diesem Jahr umschiffen. Oder besser: umfliegen. Und zwar in einem Flugzeug gen Kiew, denn dort findet am 29. und 30. Oktober 2016 die Bar Show Barometer statt. Auch dort wird man, ähnlich wie hier in der Station am 11. und 12 Oktober, nicht allein durch die Hallen wandern. So werden bei Osteuropas größter Barmesse ebenfalls rund 10.000 Fachbesucher erwartet. Neben einer „Educational Platform“ gibt es auch noch eine Bar Area, eine Exhibition Area und natürlich auch zu speisen – und zwar im Food Court. Mehr Infos gibt es hier. 

Krombacher übernimmt Vitamalz

Vitamalz kennt man. In den 1930er Jahren entwickelt, war die schwarzbraune Vitamalz das erste alkoholfreie Malzgetränk. Krombacher hatte sich bereits im Juli dieses Jahres 47 % der Vitamalz Markenrechte gesichert, mit dem 16. September gingen nun auch die noch fehlenden 53 Prozent vom geschäftsführenden Gesellschafter bei Vitamalz, Uwe Riehs, zu Krombacher über.

Bailey’s: Irisch-amerikanische Kürbiszeit

Pumpkin Spice is a thing. Schon seit Jahren versucht Kaffeeriese Starbucks den in den Staaten jährlich im Oktober eintretenden Hype rund um “Pumpkin Spice” auch nach Europa zu transportieren. Und nein, das Gewürz schmeckt nicht nach Kürbis, sondern nach einer Kürbiskuchengewürzmischung, die Nelken, Muskatnuss und Zimt enthält. Eben sehr herbstlich. Die Cremelikörhersteller von Baileys sehen den Trend offenbar bereits auch hierzulande genug “angekommen”, um eine limitierte Sonderausgabe mit ebenjener Gewürzmischung auf den Markt zu bringen. Die Herbstbühne also frei für den Pumpkin Spice Baileys. Ab Anfang Oktober wird es den in Deutschland und Österreich für rund 14 Euro im Handel geben.

Fritz-Kola: so ist das

Mirco Wiegert. Der Name sagt Ihnen was? Das ist einer der zwei Gründer der Fritz-Kola. Die sagt Ihnen bestimmt was. Dahinter steckt nämlich eine Hamburger Erfolgsgeschichte, die vor 13 Jahren begann und die seither nur an Popularität dazugewonnen hat, den “kleines Unternehmen gegen großen Weltkonzern Coca-Cola”-Charme allerdings mittlerweile natürlich abgelegt hat. Steffen Fründt hat Mirco Wiegert in Hamburg auf ein, zwei Fritz-Kola getroffen und mit ihm für „Die Welt“ über Koffein bei Kindern, die Anfänge der Kola und lokal zugeschnittenes Marketing gesprochen – entstanden ist ein interessanter Beitrag. Hier geht es zu dem Interview.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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