Inventur am 22. Oktober 2017

News 22.10.2017

Der Erfolg von Tito’s Vodka, die Stairs Bar macht offiziell auf und in Savannah gibt es jetzt ein Prohibitionsmuseum. Die neueste Inventur ist da!

Jetzt auch offiziell: Am 25. Oktober 2017 findet endlich die richtige, große, pompöse Eröffnung der Charlottenburger Stairs Bar statt. Schluss mit der Soft-Opening-Phase! Um das gebührend zu feiern, werden neben Fingerfood auch der eine oder andere Drink präsentiert Am besten reservieren und das via Mail an konstantin@stairsbar-berlin.com. Ab 21 Uhr geht’s los!

SORGEN IN DER WIENER EDEN-BAR

Die Wiener Bar-Szene ist aktuell von Eröffnungen im Wochentakt (zuletzt Birdyard, Matiki, Ai, Spelunke) geprägt. Weniger rosig sieht es für eine der ältesten Trinkstätten der Stadt aus – die 1911 eröffnete Eden-Bar musste dieser Woche beim Wiener Handelsgericht ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnen. Die Schulden betragen zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Eine langwierige Baustelle in der Liniengasse sowie ein negatives Gerichtsurteil hätten, so Betreiberin Michaela Schimanko-Stiedl laut „Creditreform“, zur gegenwärtigen Finanzlage geführt. Wie es mit der ikonischen Bar weitergeht, die von Billy Wilder bis Harald Juhnke jede Menge Prominenz – und erst dieses Jahr das österreichische „World Class“-Finale – gesehen hatte, ist vorerst unklar.

Nichttrinken wird museumsreif

Savannah gebührt die Ehre, das erste „Prohibitionsmuseum“ der USA eingerichtet zu haben. 200 originale Exponate, darunter Destillen für Moonshine aus Virginia und einem Pfarrhaus (!) oder ein 1936er Ford, „aufgerüstet“ mit V-8 Motor für den Rum-Schmuggel, erzählen die Geschichte des „Noble experiment“ nach. 34 Wachsfiguren – Al Capone steht neben Temperenzlerin Carrie Nation – sorgen für weitere Foto-Gelegenheiten. Doch keine Angst, es ist auch für Getränke gesorgt im „American Prohibition Museum“: Mit einem Speakeasy lässt sich zur Musik der „Roaring Twenties“ auch der so mancher Drink genießen.

Tito’s Vodka: gar nicht mal so Craft

„Niemand ging je pleite, weil er die Intelligenz der amerikanischen Öffentlichkeit unterschätzt hätte.” Dieses Zitat von H.L. Mencken trifft auf unsere Zeiten zu wie kaum ein anderes – und so sah das vermutlich auch Chuck Cowdery, der auf seinem Blog über Tito’s Vodka und dessen Erfolgsgeschichte schreibt. Der texanische Vodka wurde unter anderem von den Kollegen von Advertising Age zur „meistverkauften Spirituose in den USA” erklärt und stieß damit Smirnoff, der gefühlt schon immer auf dem Thron saß, von ebenjenem runter. Cowdery nimmt sich bei seinem Bericht der Marketing Strategie dieses Vodkas an und deckt Schritt für Schritt all die Untiefen auf, die die amerkanischen Käufer blenden. Es fängt bei Begrifflichkeiten wie „hand made” und „craft” an, geht über fertig eingekauften Neutralalkohol, der noch einmal durch die Kupfer-Still gejagt wird, und führt zu der Liebe der Amerikaner zu eigentlich allem, was aus Texas kommt. Hier entlang bitte, durchaus lesenswert.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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