Inventur am 26. Februar 2017

News 26.2.2017

Das Manifest von Jägermeister, über das Zutun der Industrie zum Alkoholismus, Stolichnaya in Bremen und die Antwort auf die Frage, warum Whisky männlich ist.

Endlich wieder essen! Am Freitag, den 24. Februar 2017, hat wieder das „Feinschmeckerfestival” eat!Berlin begonnen. Das ganze läuft noch bis zum 5. März 2017 und es lohnt sich, eine der unterschiedlichen Veranstaltungen in der Hauptstadt zu besuchen. Hier geht es zum Programm, so manche Veranstaltung ist bereits ausgebucht, aber es gibt auch noch ein paar Tickets zu holen. Schnell sein!

Karibik: New kid on the Rock

Die Barkultur boomt und selbst im fernen Saint-Barthélemy trägt man dem Trend Rechnung. Das Luxushotel Eden Rock erweiterte sein Angebot um eine komplett neue Cocktail-Location namens „The New Rock Bar“. Die Rechnungen dafür gingen übrigens nach Baden-Baden, denn das Karibik-Juwel auf dem markanten Insel-Felsen gehört zur noblen „Oetker Collection“. St. Barths neuer Barchef heißt Matthieu Fernandez und dass er trotz der vermögenden Klientel auch Sinn für Humor hat, zeigt neben dem im Kuh-Horn servierten „La Corne on the Rocks“ (Mount Gay Black Barrel, Chambord, Himbeeren, Minze und Cranberrysaft) auch die Namensgebung des „Chili-Chili Bang Bang“. Der „Coconut Mojito“ oder der alkoholfreie „Pomm’fizz“ entstehen abends auch am Cocktail-Trolley direkt am Tisch.

Wen es als Segler, Oligarch, Honeymooner oder Rockstar auf die Karibik-Insel verschlägt, dem seien auch Fernandez‘ Pairings zu den Gerichten von Sterne-Koch Jean-Georges Vongerichten empfohlen: Gurken-Minz-Martini zum lokalem Fisch-Sashimi mit Ponzu-Sauce oder Wassermelonen-Mezcal mit Mango-Essenz zur Erbsen-Guacamole mit knusprigen Tortillas. Dass auch der Flaschen-Service an der „New Rock Bar“ ein wenig luxuriöser ausfällt als hierzulande, zeigt ein Detail der Karte: Man führt auch die Sechs-Liter-Abfüllung „Le Mathusalem“ des Cognacs Louis XIII. 

Willkommen in Bremen, Stoli!

Mit April 2017 übernimmt die Eggers & Franke Gruppe den Deutschlandvertrieb von Vodka Stolichnaya, wie vergangene Woche bekannt wurde. Darunter fallen sowohl die Flavour-Varianten als auch Stolichnaya Elit. Die Stoli-Produkte, deren Import weiterhin wie gewohnt über die Firma Simex läuft, gehen damit in das Vertriebsportfolio von Eggers & Franke (für den Lebensmittelhandel) und Reidemeister & Ulrichs (für Fachhandel und Gastronomie) über. Den schwarzen Peter zieht dabei Diversa/TeamSpirit, wo man mit Stolichnaya erneut eine Starke Marke verliert. 

Whisky ist männlich

Beim Business Insider hat man sich bei einem Glas Whisky hingesetzt und einfach mal versucht, Antworten auf die Frage zu finden, „warum intelligente und mächtige Männer Whisky trinken” – und nicht etwa Vodka on der Rocks oder ein Likörchen. James Bond zum Beispiel macht es vor, während er einem Macallan nippt. Denn was man sich ins Glas kippt, das färbt bekanntlich ja auch ein bisschen auf einen selbst ab. So gelte Whisky als männlich, einzigartig und kostbar – und damit einhergehend als Statussymbol. Und wie kommt es, dass allein Whisky dieses Image hat und nicht etwa ein Cognac oder Brandy? Da hat Valentina Resetarits für den Business Insider einfach mal bei Barlegende Stefan Gabányi nachgefragt, der sieht die Wurzel des einzigartigen Bildes, das Whisky verkörpert, im exzellenten Marketing der Schotten. Wie, die Schotten haben im 19. Jahrhundert Marketing betrieben? Ganz recht, hier steht wie Stefan Gabányi das meint.

Jägermeister: Zeit für ein Manifest

Vergangenen Donnerstag wurde in der Bar des Berliner The Grand das neueste Familienglied von Jägermeister unter Trommelwirbel und Blitzlichtgewitter präsentiert: das „Manifest“. Der Neue ist übrigens die zweite Sonderausgabe neben dem Jägermeister Winterkräuter, der 2013 das Licht der Welt erblickte. Doch zurück zum Manifest: Gedacht ist das Produkt, das Anfang April in den Handel kommen wird, als Sipping Drink. Und das am besten ohne Eis, wie uns Global Brand Ambassador Nils Boese bei der ersten Verkostung durch Journalisten im The Grand wissen lässt. Die Basis für das Manifest bilden nach wie vor die 56 Kräuter wie im Original, allerdings kommen statt vier jetzt fünf Mazerate zum Einsatz, außerdem ein Malzbrand und ein gereiftes Weizendestillat. Das Manifest kommt mit 38 Umdrehungen in die Flasche und soll rund 30 Euro kosten.

Was die Alkoholindustrie mit Alkoholismus zu tun hat

„Es ist klar, wie gefährlich Alkohol ist. Es ist bekannt, welche Maßnahmen helfen würden. Doch die Alkoholindustrie tut alles, um schärfere Regeln zu verhindern.” Correctiv.org und ZDFzoom haben recherchiert und zeigen in einer Dokumentation, wie die Bundesregierung sich in Gesprächen über Alkohol und Suchtprävention offenbar die „Argumentation der Industrie” zu eigen macht. Egal, wie man zum Alkohol steht, eine wichtige Debatte, der man sich nicht verschließen sollte. Wer die komplette Dokumentation sehen will, der sei hier zur Mediathek vom ZDF weitergeleitet. In jedem Fall sehenswert.

Photo credit: Zwei Herren am Schreibtisch via Shutterstock

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