Hanse Spirit, Diageo

Inventur am 28. Januar 2018

News 28.1.2018

Liebe Leser, zur heutigen Inventur begrüßen wir sie wieder mit einer Themenmixtur aus besonderen Veranstaltungen und den wichtigsten News der flüssigen Woche.

Wir begeistern uns für einen Ginger-Beer-Workshop in Berlin, trinken neuen American Whiskey, blicken auf die nahende Hanse Spirit, wundern uns über eine ausgiebige Scotch-Razzia und zeigen außerdem, wie Diageo die britische Regierung immer stärker zu einem lukrativen Brexit-Deal drängt. Wir wünschen Ihnen viel Entzücken beim Schmökern und einen angenehm spritzigen Sonntag.

Die kleine Berliner Firma Edible Alchemy hat sich der Zubereitung von probiotischen Nahrungsmitteln verschrieben. In zahlreichen Workshops kann man bei den zwei englischsprachigen Damen nicht nur erlernen, welchen Einfluss eine natürliche und probiotische Ernährung auf unsere Gesundheit hat, sondern auch direkt selbst aktiv werden. Bei der Zuführung von aus der Luft gefangener Hefe und Starterkulturen wie Wasser-Kefir-Körnern, erlernen die Teilnehmer beispielsweise, wie sie ihre liebsten Früchte und Geschmacksrichtungen in kohlensäurehaltige Getränke oder Rohessig transformieren können. So werden in den nächsten Wochen beispielsweise Kurse zur Herstellung von Limonaden mit Kombucha, Wasser-Kefir, Turmeric oder Kvass angeboten. Unser Favorit, der am 28.03. stattfindet, beschäftigt sich mit der Zubereitung von Ginger Beer.

Die Hanse Spirit rückt näher

Noch eine Veranstaltung sollten Sie sich im Kalender notieren, liebe Lebemänner und Lebefrauen: die Hanse Spirit findet bereits zum achten Mal statt, diesmal in den „heiligen Hallen“ des Hamburger Fischmarktes. Am 2. und 3. Februar darf sich über viele langjährige wie auch einige neue Aussteller gefreut werden, die an zwei Tagen hochprozentige Hochgenüsse aus aller Welt offerieren. Da in der historischen Markthalle am Sonntag der Fischmarkt stattfindet, sind die Öffnungszeiten in diesem Jahr wie folgt: Freitag von 14 bis 22 Uhr, Samstag von 13 bis 21 Uhr. Die Eintrittskarten können vor Ort oder online erworben werden, ebenso die Teilnahme an den Tastings. Gerade hier empfiehlt sich, die Tastingkarten im Voraus zu sichern, da diese meist recht schnell ausverkauft sind.

Wie die kanadische Regierung mit Vorliebe Scotch beschlagnahmt

 

Regierungsbeamte haben verschiedene Bars in Kanada durchsucht und hunderte Flaschen als „illegalen“ Scotch Whisky gekennzeichnet. Die Verbotsrazzien in Vancouver und Victoria fanden am 19. Januar in drei Whisky-Bars und Privatclubs statt. Bei allen handelt es sich um Partner-Bars der Scotch Malt Whisky Society (SMWS). Bei der Razzia wurden 242 Flaschen im Wert von 40.000 Dollar katalogisiert, versiegelt und aus den Regalen entfernt. Die Kontrolleure durchsuchten außerdem das The Grand Hotel in Nanaimo, Little Jumbo und The Union Club in Victoria, wo alle beschlagnahmten Flaschen von der SMWS stammten. In vielen Kanadischen Provinzen wird der Verkauf von Spirituosen streng von der Regierung überwacht und nur eine beschränkte Anzahl genehmigt. Während es Konsumenten erlaubt ist, bestimme Produkte in unabhängigen Läden zu kaufen, dürfen Gastronomien nur jene von der Regierung freigegebenen erwerben.

Pikesville & Larceny: Zwei neue Amerikaner bei Borco

Schon lange distribuieren die Hamburger Importspezialisten bei Borco die Whiskeys von Heaven Hill, der größten unabhängigen US-Destillerie. Das bestehende Portfolio bekommt nun Zuwachs durch zwei weitere Heaven-Hill-Qualitäten: Da wäre zunächst der Larceny Kentucky Straight Bourbon. Die Marke geht zurück auf Old Fitzgerald Whiskey, der 1870 am Ufer des Kentucky River gegründet wurde und eine bewegte Geschichte hinter sich hat.

Doch damit nicht genug – parallel dazu präsentieren die Hanseaten mit dem Pikesville Straight Rye, der lange stillgelegt wurde und mittlerweile in der Bernheim Distillery produziert wird, den letzten noch übrigen Vertreter des früher extrem populären und zwischenzeitlich ausgestorbenen Maryland-Rye-Stils. Abgefüllt mit satten 55% Vol., wartet der Pikesville ab sofort zu einem UVP von 69,- Euro auf Rye-Liebhaber, während der Larceny mit genussfreundlichen 29,99 Euro UVP sich durchaus auch als mögliche Alternative fürs qualitätsbewusste Speedrack anbietet.

Diageo drängt die britische Regierung energisch zu einem möglichst lukrativen Brexit-Deal

Als größter Spirituosenkonzern der Welt und stärkstes Unternehmen der schottischen Whisky-Industrie drängt Diageo die britische Regierung immer stärker in Richtung eines bestmöglichen Brexit-Deals mit der Europäischen Union. Geschäftsführer Ivan Menezes behauptet, Spirituosenen seien Großbritanniens stärkster Export und sagte gleichzeitig, Diageo wäre im Wissen über mögliche Expansionsmöglichkeiten für den Weltmarkt, nachdem die EU verlassen werde. Die Abkapselung ohne vernünftige Vereinbarungen („no-deal-szenario“) werde laut Menezes kleinere materielle Auswirkungen auf die Verkäufe an die verbleibenden Länder mit sich bringen, da die Rückfall-Position unter den Regeln von Welthandelsorganisationen ohne Zollgebühren auf Spirituosen verhandelt werde.

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