Inventur am 4. Februar 2018

News 4.2.2018

Wollten Sie schon immer trinken wie ein Vampir? Oder wissen, wie man unter Garantie schlechte Drinks hinbekommt? Dann sind Sie bei unserer sonntäglichen Inventur garantiert richtig. Prost!

Es ist Sonntag und über Berlin hat sich nach Wochen endlich Mal wieder jemand die graue Bleidecke weggeschoben. Da fällt die wöchentliche Inventur umso leichter. Zumal sie mit Drinks aus sonnigen Gefilden aufwarten kann. Dennoch gibt es in der Hauptstadt auch Rauchiges zu verkünden. Aber lesen Sie selbst!

Trinken wie ein Vampir

„It is an immensely satisfying beverage: sweet, sour, and salty, with a light kick to it. Perfect for a hot summer’s day in the Mexican countryside.“ Für Anhänger der Nachhaltigkeitsbewegung sind die Oscar Hernandez im kleinen Dorf San Luis Soyatlán ausgeschenkten Cocktails nichts. Sie kommen nämlich in einem transparenten Plastikbeutel und einem Strohhalm in die Hand des Gastes. Die unkonventionelle Darreichungsform hat offenbar schlicht praktische Gründe.

Die Anleitung zum Mixen schlechter Drinks

In seiner unnachahmlichen Art hat David Wondrich für The Daily Beast aufgeschrieben, wie man unter Garantie schlechte Cocktails hinbekommt. Ein zielführender Weg ist es, alte Cocktailbücher herzunehmen und anzunehmen, dass deren Rezepturen in Stein gemeißelt seien. Wondrich selbst hat mit diesem Glauben auf einer Veranstaltung mit Sterneköchen ordentlich Schiffbruch erlitten: They were right: the drink tasted like California jug wine fortified with rubbing alcohol. A good story does not fix a bad drink.

Bar-Opening bei Laphroaig

Der Jahres-Ausblick 2018 der Laphroaig-Destillerie begann mit einem Blick nach Berlin. Denn mit dem Umzug von „Whiskykanzler“ Werner Hertwig nach Schöneberg hat man dort auch eine eigene Lounge für den Islay-Malt eingerichtet. Direkt neben dem „Wein & Whisky“-Store in der Eisenacher Straße 64 wartet nun die aus Whisky-Casks geformte Bar, die im ikonischen Dunkelgrün der Schotten gehalten wurde.
Während in Berlin rare Abfüllungen dominieren, wir es auf der Rauchmalz-Insel selbst bald Cocktails geben, verspricht Destillerie-Manager John Campbell: „Da wir jetzt auch eine lizensierte Bar besitzen, wurden wir auch bei den Cocktails kreativ“. Die rauchigen Kreationen soll es ab März im Visitor Center geben, so Campbell zur mixologischen Offensive auf Islay.

Weniger Durst, aber Durst nach Vielfalt

Die Tageszeitungen sind derzeit Mal wieder voll mit Berichten zur Lage der Biernation. Denn der Brauerbund und die großen deutschen Brauhäuser haben ihre Zahlen zum vergangenen Jahr abgefüllt und der Öffentlichkeit präsentiert. In Der Tagesspiegel hört sich das dann so an: „Laut einer Marktstudie des Getränke-Fachmagazins „Inside“ konnten von den Top-Ten der deutschen Biermarken im vergangenen Jahr nur Krombacher, Veltins und die exportstarke Paulaner-Brauerei etwas wachsen, während Marken wie Warsteiner und Hasseröder teils dramatische Rückgänge verzeichneten.“ In der zweiten Hälfte des Textes geht es dann um die neue Vielfalt in Berlin und woanders und stolpert über den Begriff „Craft“. Fehlt halt ein wenig Kraft am Ende der Woche.

Photo credit: Shutterstock

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