Inventur am 5. März 2017

News 5.3.2017

Eine Reise nach Hamburg, Elephant Gin wird „elefantenstark“ und der Trend geht (vielleicht) zum Zuhause-Trinken. Willkommen zurück!

Eine Woche nach der Internorga haben Spirituosenfreunde an den Tagen vom 26. und 27. März 2017 in Hamburg die Möglichkeit sich in etwas privaterem Rahmen mit Herstellern und Markeninhabern zusammen zu setzen. Die „Hamburger Spirituosen Tage“ laden bei freiem Eintritt das Fachpublikum in die Good Old Days Bar. Mit dabei unter anderem: Meermaid Infused Rum, Heiland Likör, Faude feine Brände, die Münchner von The Duke Gin – und natürlich noch einige mehr. Hier gibt es alle Infos, aber aufgepasst, nur für Fachpublikum.

Mit Elefantenstärke

Mit März erweitert sich das Sortiment der Elephant Gin-Familie. Neben dem Klassischen und dem Sloe reiht sich nun der – Trommelwirbel! – „Elephant Strength Gin“ ein. Wie der Name bereits andeutet, kommt der mit deutlich mehr Umdrehungen in die Flasche als das Original: Die satten 57% Vol. entsprechen der klassischen britischen „Navy Strength“, im vorliegenden Fall kann man aber natürlich auch von Elefantenstärke sprechen. Und auch für das ansprechende Äußere will gesorgt sein: „Die liebevoll entworfenen Flaschen von Elephant Strength Gin tragen die Namen der ,Glorreichen Sieben‘, den stärksten und eindrucksvollsten Elefanten im Krüger National Park in Südafrika”, wie man seitens des Herstellers erläutert. Kosten soll der kapitale Dickhäuter übrigens rund 37,50 €. Na denn, Törrööö!

Zuhause trinken?

Neues für die Homebar, wenn man so will: Alexander Pilz, seines Zeichens Bartender vormals unter anderem im Atlantic Kempinski Hotel und auf der MS Europa, hat nun einen Onlinehandel für Readymade Cocktails gegründet. Eine nicht ganz so neue Idee, wirft man einen Seitenblick auf Drink-Syndikat. Bei Pilz‘ Home Cocktails kann man sich ein Cocktail-Set bestellen und bekommt alle Zutaten handlich verpackt in einer Box direkt nach Hause. Zur Auswahl stehen die Klassiker wie etwa ein Whiskey Sour-Set für 70 Euro (12 Drinks) oder ein French 75-Set (8 Drinks) für 75 Euro. Zudem geht es auch „Sahnig” oder alkoholfrei. Das Whiskey Sour-Set zum Beispiel ist komplett mit einer Flasche Elijah Craig, Zitronen, Orangen und Zuckersirup – wobei es sich bei diesem speziellen Fall vielleicht lohnt noch einmal genau durchzurechnen, so kostet der Bourbon von Elijah Craig im Handel um die 30 Euro und Zuckersirup nicht mehr als 6 Euro. Aber zurück zum online Handel. Hier kann man sich einmal durchbrowsen, durch das Angebot bei Home Cocktails.

Vertikal Berlin demoliert

Vergangene Woche wurde in Berlin das Restaurant Vertikal angegriffen. Laut Morgenpost zerschlugen vermummte Menschen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Scheiben und verschafften sich mit Eispickeln ausgerüstet Eintritt in das Lokal. Verletzt wurde niemand, die drei Angestellten, die zu diesem Zeitpunkt im Restaurant anwesend waren, kamen genau wie die Gäste mit einem Schrecken davon. Hintergrund sollen Gentrifizierungsgegner seien, das Vertikal fiel bereits in der Vergangenheit Spray-Attacken zum Opfer.

Ein weiterer Anheizer der Situation könnte auch sein, dass der Mietvertrag der alteingessesenen Bäckerei Filou direkt neben dem Restaurant nicht verlängert wurde und viele das Vertikal als Inbegriff der Gentrifizierung innerhalb Berlins sehen. Hier gibt es die Reaktion der amerikanischen Besitzerin auf den Angriff, von dem sie sich nicht den Mut nehmen lassen will.

Von „Penichillin“ und Diamanten: The Diamond Reef

Mike McIlroy und Sam Ross scheint es in ihrer weltberühmten New Yorker Attaboy Bar nun doch etwas zu eng zu werden: Gleich drei Neueröffnungen stehen für die beiden Unternehmer, die mit der Bar an New Yorks Lower East Side im Prinzip die Nachfolge zum legendären Milk & Honey betreiben, in diesem Jahr auf dem Kalender.

Den Anfang macht eine Bar, die man beinahe als konzeptionellen Gegenentwurf zum Attaboy betrachten kann. Man kennt das, wenn kreative Köpfe nach einem erfolgreichen Betrieb einen mentalen Tapetenwechsel brauchen. So will das Mitte dieser Woche in Brooklyn eröffnete Diamond Reef ein großzügig gestalteter, urbaner Tiki-Raum sein, in dem herausragende Drinks durch Barfood und Zwanglosigkeit flankiert werden. Eben ein echter Gegensatz zum sehr programmatischen Ansatz des Attaboy, inklusive nonchalanter Selbstironie: der „Penichillin“ genannte Slush nimmt Bezug auf Ross‘ modernen Cocktail-Klassiker namens Penicillin. Übrigens: bei den beiden weiteren Läden des Duos handelt es sich um ein Konzept in Port Chester und eine Attaboy-Filiale in Nashville, Tennessee. Bleibt also alles anders für Ross und McIlroy.

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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