Inventur am 9. Oktober 2016

News 9.10.2016

Da sind wir wieder! Ein letztes Mal, bevor die MIXOLOGY BAR AWARDS 2017 verliehen werden. Aber zurück zum Thema: heute gibt es Kölnisch Cocktail, Vodka mit Facetten und das Wiener Rum-Fest.

 

Wir haben es schon angekündigt, morgen wird es ernst. Die MIXOLOGY BAR AWARDS 2017 werden im Berliner Hotel Maritim verliehen. Wir starten zeitgleich zu der Awards-Zeremonie mit einem Live Stream der Veranstaltung. Sowohl hier, auf unserer Seite, als auch auf unserer Facebook-Seite. Ansonsten sehen wir uns auf dem BCB, nachdem wir jetzt in die Inventur hinein starten. Wir müssen danach weiter Kisten packen und Awards polieren.

Echt Kölnisch Cocktail

Das Business -und Lifestyle-Hotel Pullman Cologne hat seiner Bar ein neues Konzept verpasst. Im „LAB12“ lässt man sich von der Parfümerie-Kunst der Domstadt inspirieren. Im 12. Stock serviert Barchefin Christin Lorenz neben gesmoketen Fat Wash-Drinks ab sofort auch den „4711 Martini“.

In Anlehnung an das berühmte Kölner Duftwasser werden dafür Orangenblütenwasser und Lillet Blanc zum „Parfümieren“ des Gins verwendet. „Mit allen Sinnen Ungewöhnliches zu erleben, liegt für mich im Trend“, verspricht Hoteldirektor Henk J. van Oostrum weitere „Düfte“ aus dem Kölschen Duftlabor.

Der Nase nach zum Drink

Es war ein kurzes Gastspiel, das Philipp M. Ernst, Österreich „World Class“-Teilnehmer 2015, im „Art“ gab. Nun führt er die Idee eines Cocktail-Speise-Menüs mit Koch Sebastian Müller eben nomadisch weiter. Unter dem Namen „Nase siebzig“ mietet er sich in den Monaten Oktober, November und Dezember in verschiedene Wiener Lokalitäten ein. Per Social Media erfährt man, wo die sechs Gänge (um 120 Euro) gerade gekocht und geshaked werden. Die Pairings werden unter widersprüchlichen Titeln wie dem Paul Celan entlehnten „Schwarze Milch“, „Verschneite Tropen“ oder „Gefrierbrand“ aufgetragen. Entsprechend nennt sich das Pop up im Untertitel auch „Oxymoron Manöver“.

Facettenschliff für Vodka

Früher sorgten Helmut Newton und Andy Warhol für die jährlich wechselnde Inszenierung von Schwedens ikonischer Vodka-Flasche, unter dem Schirm von Pernod-Ricard bekommt „Absolut“ jeden Herbst ein komplett neues Mäntelchen. 2016 heißt die Limited Edition „Absolut Facet“ und sie stellt wie bei einem Edelstein der Facetten-Schliff ein asymmetrisches Flaschendesign mit vielen abgerundeten Kanten dar. Die das Licht reflektierenden eingeschnittenen Flächen der dunkelblauen sollen aber auch die Facetten des Nachlebens symbolisieren, hieß es anlässlich der Präsentation in Wien mit Drag Queen „Tamara Mascara“.

Alle Jahre wieder: die World’s 50 Best Bars stehen fest

Traditionellerweise finde die Bekanntgabe-Zeremonie der World’s 50 Best Bars samt Preisverleihung in London stets am Donnerstag nach dem BCB statt, dieses Jahr allerdings schon vorher. Mehrere hundert Vertreter der globalen Bar-Elite kamen vergangene Woche in London zusammen, um dabei zu sein, wenn die beste Bar der Welt gekürt wird. Dass es diesmal einen neuen Sieger geben würde, war ohnehin klar – schließlich war der vierfache Dauersieger, die Artesian Bar im Londoner Langham Hotel, nach dem Weggang des Führungsduos Alex Kratena und Simone Caporale bereits im Vorfeld in die Ränge jenseits der 50 gerutscht.

Das ändert nichts daran, dass sich in der Spitze nach wie vor viele „Stammgäste“ und übliche Verdächtige finden. Die beste Bar der Welt ist der Liste zufolge nun in New York City: Das Dead Rabbit stand bereits 2015 auf Rang zwei und rückt nun quasi auf den Siegerplatz nach. Auf Platz zwei landet die legendäre American Bar im Savoy Hotel unter der Leitung von Erik Lorincz, gefolgt von der noch jungen Dandelyan Bar im Mondrian Hotel (ebenfalls London). Der höchste Neueinsteiger ist Marian Bekes Gibson Bar aus – Überraschung! – London auf Rang sechs. Generell sind die Top Ten der Liste, wie schon seit Jahren, eine angloamerikanische Angelegenheit: Der einzige Vertreter, der nicht aus New York oder London kommt, ist das grandiose Clumsies in Athen. Die eine einsame Bar aus dem deutschsprachigen Raum muss man in der Liste übrigens recht lange suchen: das Buck & Breck aus Berlin schließt das Ranking auf Rang 50 ab. Der beste Deutsche jedoch steht wiederum ziemlich weit oben: Die Manhattan Bar im Regent Hotel Singapur unter der Leitung des früheren Amano-Bar Manager und Le Lion-Bartender Philipp Bischoff schrammt mit Platz 11 knapp an den Top Ten vorbei und sichert sich damit zudem die kontinentale Auszeichnung als beste Bar in Asien.

Die Liste der World’s 50 Best Bars ist jedes Jahr Gegenstand hitziger Debatten, da sie von Bars aus London und New York dominiert wird. Eine mögliche Schieflage im Abstimmungsprozess, die immer wieder angesprochen wird, ist die Tatsache, dass ein erheblicher Teil der Jury in diesen beiden Städten lebt oder arbeitet. Wir gratulieren dennoch allen prämierten Bars!

Rum-Fest und ein Abflug

1.200 Besucher ließen sich letztes Wochenende bei fast tropischer Wärme das erste 09nicht entgehen. Der Bartender-Andrang war vor allem am ersten Tag groß. Denn „Brugal“ hatte einen eigenen Rum-Cocktail-Wettbewerb im Rahmen der Messe ausgeschrieben. Das Flugticket in die Dominikanische Republik, Heimat des von Top Spirits vertriebenen Rums, löste Feng Liu aus der Restaurant-Bar „Mama Liu & Sons“. Seine Kombination „Don Andrés“ “aus Rucola, Passionsfrucht und Tabasco mit dem Rum aus Puerto Plata begeisterte die Jury (Kan Zuo/The Sign, Tom Sipos/Barfly’s und Publikumsvertreter Petr Semerád).

Platz Zwei holte Marcel Katzer aus dem „Kleinod“ mit seiner Kondensmilch-Joghurt-Variante, Jamil El Azem („Roberto’s“) Hybrid aus „Rusty Nail“ und „Old Fashioned“ bekam den dritten Preis. Das Rum-Festival wird übrigens auch 2017 wieder stattfinden, so die Organisatoren von „Vision 05“.

Eine Richtigstellung

Ein Hinweis in eigener Sache: Auf S.124 der am vorigen Donnerstag erschienenen Ausgabe 5/2016 von MIXOLOGY ist uns ein Fehler unterlaufen. In der Überschrift zum Nachbericht über den deutschen Vorentscheid der Competition von Beluga Vodka findet sich dort das Wort „Wal“. Wasserbewohner hin oder her, natürlich hat der Vodka aus Sibirien seinen Namen jedoch nicht vom Beluga-Wal, sondern vom Beluga-Stör – der auch die Flasche ziert und von dem der berühmte Kaviar kommt. Statt des knubbeligen Salzwassersäugetieres sollte sich also eher der Süßwasserfisch in der Headline befinden.

Wir entschuldigen uns für diese Unachtsamkeit und trinken auf den Schreck beim Bar Convent einen Schluck Beluga, und zwar am Stand L2O in Halle 4, wo der russische Premium-Vodka sich den Gästen präsentiert.

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