highballer

Karussell der Nacht XII

Bars 24.5.2016

panta rhei – alles neu macht der Mai. So zum Beispiel bei den Berlinern Christian Kern und Tino Hiller.Außerdem installiert Our/Vodka erstmals einen International Commercial Director, Sunnyboy Maxim Kilian und Wahl-Wiener Ben Koch verabschieden sich von ihren Tresen und der Savoy-Mann Daniel Bärnreuther wechselt das Hotel an der Themse. Auf geht´s!

Gleich zum Anfang an die Bar bei Tino Hiller. Der langjährige Reingold- und zuletzt Dean-Barchef der ersten Stunde verließ die Amano Group am Rosenthaler Platz und nähert sich dort nun lieber von der trinkenden Seite der Bar. Seit Mai arbeitet er stattdessen mit Blick aufs Wasser. Zumindest theoretisch. Denn fortan steht Tino als Bartender am Tresen des Hedonisten-Pool-Camps Haubentaucher auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain. Und die rote Baywatch-Badehose, scherzt der gebürtige Frankfurter, habe er auch schon griffbereit.

Christian Kern: In Richtung Westen

Die Zelte neu aufgeschlagen hat auch der Berliner Bartender Christian Kern. „Nach dem traurigen, aber leider unabwendbaren Ende der Bar Raclette“, resümiert er, „habe ich zum 1. Mai als Bartender im Stagger Lee bei Maureen begonnen.“ Und damit auch den Schritt in die Nollendorfstraße und den alten Berliner Westen gewagt. Schließlich versorgte der 31-jährige bis dato in der Saphire Bar, der Raclette oder bei einem Gastspiel in der Bijou Bar vor allem die Barflys im östlicheren Teil der Hauptstadt.

Dass nun jedoch Schöneberg lockt, liegt vor allem „an der wirklich schönen und stilvollen Bar, dem tollen, engagierten und kompetenten Team, und der hohen Qualität und feinen Auswahl der Drinks und Spirituosen“, wie Christian von seinem neuen Arbeitsplatz schwärmt. Seine persönlichen Pläne im Saloon: „Mich einbringen und durchstarten.“

Daniel Bärnreuther: Es bleibt London

Durchgestartet ist vor einiger Zeit auch die Menükarte der Londoner Beaufort Bar. Im wahrsten Sinne. Schließlich war das Büchlein im Weltall – und dennoch nur eines von vielen Highlights der Laufbahn von Daniel Bärnreuther im Savoy. „Nach sechs Jahren“, erklärt der gebürtige Berliner, „schaue ich zurück auf vier verschiede Positionen; vom Barmanager zum Assistant Director of F&B, 400 Mitarbeiter, die Positionierung von zwei Weltklasse-Bars, zwei Tales of the Cocktail ‘ World’s Best Hotel Bar’-Trophäen, natürlich die Menükarte im Weltraum und vor allem unglaublich viel Bar-Talente auf ihrem Weg, wie Worldclass-Champion Erik Lorincz oder die Bacardi Legacy-Gewinner Chris Moore und Tom Walker.“

Die Möglichkeiten, die das Londoner Traditionshaus und dessen Name boten, wird er vermissen, gesteht Daniel. Ebenso die Kollegen, die dem ehrwürdigen Namen Leben verleihen. Seine neue Position als Director of Food and Beverage im Berkeley Hotel tritt er also auch mit ein klein wenig Wehmut an. Dennoch sei er begeistert von den vielen neuen Aufgaben und Anregungen, der Neupositionierung der renovierten Blue Bar und die Konzipierung einer zweiten Hausbar. „Als Hotelier“, fügt der ehrgeizige Wahllondoner hinzu, „ist dieser nächste Schritt schließlich auch ein Schritt näher zum Hoteldirektor. Ein Teil von mir bleibt aber für immer im Savoy, da ich jetzt auch ein Teil der Savoy-Geschichte bin.“

Pepijn Janssens: lokal trifft international

Eine ganz andere Geschichte erzählt man bei Our/Vodka: lokal produziert, aber mit gewaltigem globalen Einschlag. 2013 startete man in Berlin, inzwischen laufen die Brennereien in Seattle, Detroit, Amsterdam und London. Los Angeles, Miami und New York folgen noch dieses Jahr. Der Zeitpunkt, einen International Commercial Director für die Destillen einzuberufen, ist also gekommen.

Füllen wird diese Position Pepijn Janssens. Der gebürtige Niederländer ist persönlich fest davon überzeugt, dass „die gesamte Vodka-Kategorie auf der Suche nach einer Seele ist, die eben Our/Vodka besitzt“, wie er sagt. Erfahrung in seinem Metier sammelte er zuvor auf verschiedenen Kontinenten unter anderem bei Diageo, Nestlé, Castle Brands, Freixenet oder seiner letzten Station, dem Importeur und Distributeur MAS Wines & Spirits.

Maxim Kilian und Ben Koch: Küss die Hand

Die letzen Zeilen dieser Ausgabe teilen sich Wien und Frankfurt. Während in der schönen Donaustadt Ben Koch seinen Abschied in der Eberts Bar gab, sich gebührend aus der Community verabschiedete und nun schweren Herzens mit der Familie in die deutsche Heimat zurückgeht, verlässt auch Maxim seine Wirkungsstätte.

Ende Mai verabschiedet sich der 29-jährige aus dem Parlour. Wohin die Reise geht, ist derzeit jedoch noch nicht spruchreif. „Ich glaube“, sagt er, „es dauert noch, bis es da etwas konkretes zu verkünden gibt.“ Wir halten Sie aber natürlich auf dem Laufenden.

Wenn sich das Karussell der Nacht für Sie bereits gedreht haben sollte, Sie Tipps und Vorschläge für aktuelle Personalwechsel der flüssigen Szene haben, freuen wir uns jederzeit über Informationen an: christian@mixology.eu

Photo credit: Karussell via Shutterstock.

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Ähnliche Artikel