mixology bar awards 2018

MIXOLOGY BAR AWARDS 2018: Die Long List

News 8.8.2017 5 comments

Der Jury-Beirat hat entschieden: Die Long List der MIXOLOGY BAR AWARDS 2018 steht endlich fest! Wir freuen uns besonders, wie viele neue Gesichter, Bars und Städte sich in der diesjährigen Liste finden. Gratulation an alle Nominierten!

So schnell geht ein Jahr herum. Da haben wir uns doch gefühlt gerade eben erst mit den Gewinnern von 2017 gefreut – schon steht die Long List für die MIXOLOGY BAR AWARDS 2018 fest. Nur noch etwas mehr als zwei Monate dauert es, dann werden die „Oscars der Barbranche“ in einer festlichen Gala in Berlin am 9. Oktober, dem Vorabend des Bar Convent Berlin, verliehen. In insgesamt 16 Kategorien werden zum bereits 11. Mal die Besten der Besten aus der deutschsprachigen und europäischen Barszene mit den begehrten schwarzen Trophäen aus dem Hause Schott Zwiesel geehrt: 12 Kategorien gehen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, zum zweiten Male wird auch das europäische Geschehen mit vier Preisen gewürdigt.

Die Long List der MIXOLOGY BAR AWARDS 2018: Ein Abbild des Wachstums

Ganz besonders dürfte dieses Jahr ein Umstand an den Nominierungen freudig stimmen: Noch nie waren derart viele verschiedene Personen und Sädte in den Nominierungen vertreten. Das zeigt, wie sehr sich die Barkultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz Jahr für Jahr immer weiter verbreitet und diversifiziert. Vor allem Bars und Bartender aus Österreich und der Schweiz sind dieses Mal wesentlich stärker vertreten als zuvor. Aber auch die Listen der europäischen Preise sind im Vergleich zum vergangenen Jahr vielfältiger.

Ein Musterbeispiel für diese schöne Entwicklung ist die Long List der Kategorie „Neue Bar des Jahres“ in den GSA-Ländern: Unter den 10 Nominierungen finden sich tatsächlich sehr unterschiedliche Bars aus neun verschiedenen Städten. Einzig das deutsche Bar-Mekka Frankfurt stellt mit dem Hunky Dory und Sven Riebels Geniestreich Bonechina zwei Aspiranten auf diesen Award, der zum dritten Mal verliehen wird.

Freiburg – da geht was!

Ganz besonders beeindruckend ist dieses Jahr, wie oft Freiburg in den verschiedenen Long Lists repräsentiert sein darf: Ganze sechs Mal ist die malerische Stadt aus dem Breisgau vertreten, sowohl durch den Hotelbar-Dauerbrenner Hemingway Bar, vor allem aber durch stattliche fünf (!) Listungen für das One Trick Pony und dessen Triumvirat aus Andreas Schöler, Boris Gröner und Jan Jehli. Das One Trick Pony – auch ohne Awards jetzt schon zweifellos einer der Gewinner des Jahres!

Neues und Bewährtes, die Mischung macht’s

Wie ein guter Cocktail braucht jede Long List ihre Balance aus Neuem und Altbewährtem. Da verwundert es nicht, dass auch zahlreiche Big Player und ehemalige Awards-Preisträger erneut unter den Favoriten der Community sind. Denn noch immer kommt die Long List in einem aufwendigen Nominierungsprozess durch über 300 Fachleute aus den drei GSA-Staaten zustande, den sogenannten Jury-Beirat bei den europäischen Preisen zählt er rund 150 Personen). Zu den Dauerbrennern gehören etwa die Kölner Institutionen Seiberts, Little Link und Spirits, Klaus St. Rainers Die Goldene Bar oder das Schumann’s aus München und natürlich der aktuelle Titelverteidiger in der Kategorie „Hotelbar des Jahres“, die Bar am Steinplatz unter der Leitung von Christian Gentemann.

Doch genug der Vorrede! Die Long List bildet für die neunköpfige Jury aus Erich Wassicek (Wien, Juryvorsitz), Gabriel Daun (Frankfurt), Kent Steinbach (Düsseldorf), Torsten Spuhn (Erfurt), Arnd Henning Heißen (Berlin), Gerhard Tsai (Wien), Wolfgang Bogner (Zürich), Thomas Huhn (Basel) und MIXOLOGY-Autor Peter Eichhorn die Grundlage, aus der sie über die Short List und später die Gewinner abstimmt. Doch bevor es „richtig“ ernst wird, präsentieren wir nun die Long List der MIXOLOGY BAR AWARDS 2018, deren Tickets übrigens ab heute erhältlich sind. Die Listen verstehen sich ohne Wertung, sie sind jeweils alphabetisch geordnet. Wir gratulieren allen Nominierten!

 

Kategorien der GSA-Länder

Newcomer des Jahres (präsentiert von Nikka Whisky)

Daniel Gsöllpointner, Die Goldene Bar, München

Damien Guichard, Velvet, Berlin

Michele Heinrich, The Kinly Bar, Frankfurt

Marcel Katzer, Kleinod, Wien

Jason Knüsel, The Chedi Andermatt, Andermatt

Anne Linden, Bar am Steinplatz, Berlin

Chloé Merz-Salyer, Conto 4056, Basel

Tarek Nix, Provocateur, Berlin

Florian Saxinger, Herzog, München

Florian Springer, Turmbar, Hamburg

 

Gastgeber des Jahres (präsentiert von Bruichladdich Whisky)

Fatih Akerdem, The Westin Grand, Frankfurt

Armin Azadpour, Hunky Dory, Frankfurt

Boris Gröner, One Trick Pony, Freiburg

Christian Heiss, Kronenhalle, Zürich

Mo Kaba, Guts & Glory, Karlsruhe

Bettina Kupsa, The Chug Club, Hamburg

Wolfgang Mayer, The Chedi Andermatt, Andermatt

Roberto Pavlovic, Roberto American Bar, Wien

Sven Riebel, The Tiny Cup, Frankfurt

Indika Silva, Toddy Tapper, Köln


Mixologe des Jahres
(präsentiert von Sierra Tequila)

Markus Blattner, Old Crow, Zürich

Jan Jehli, One Trick Pony, Freiburg

Stephan Hinz, Little Link, Köln

Bettina Kupsa, The Chug Club, Hamburg

Lukas Motejzik, Zephyr & Herzog, München

André Pintz, Imperii, Leipzig

Marie Rausch, Rotkehlchen, Münster

Volker Seibert, Seiberts, Köln

Indika Silva, Toddy Tapper, Köln

René Soffner, The Kinly Bar, Frankfurt

 

Barteam des Jahres (präsentiert von Asbach)

Booze Bar, Berlin

Herzog, München

The Kinly Bar, Frankfurt

Kleinod, Wien

Little Link, Köln

One Trick Pony, Freiburg

Old Crow, Zürich

Roomers Bar, Baden-Baden

Schumann’s, München

Spirits, Köln

 

Barkarte des Jahres (präsentiert von Gin Mare)

Bar am Steinplatz, Berlin

Émile Bar, Hilton Vienna Plaza, Wien

Imperii, Leipzig

Little Link, Köln

The Parlour, Frankfurt

One Trick Pony, Freiburg

Salut! Classic Bar, Berlin

Seiberts, Köln

Sieferle & Sailer, Mannheim

Zephyr, München

 

Neue Bar des Jahres (präsentiert von MIXOLOGY)

Bonechina, Frankfurt

Hunky Dory, Frankfurt

Josef Cocktailbar, Wien

Lausa, Rosenheim

Lieblingsbar, Hannover

The Old Jacob, Bonn

One Trick Pony, Freiburg

Roomers Bar, Baden-Baden

Sir Walter, Düsseldorf

Spitz Bar, Zürich

 

Bar des Jahres, Deutschland (präsentiert von Perrier-Jouët-Champagner)

The Chug Club, Hamburg

Die Goldene Bar, München

Guts & Glory, Karlsruhe

Imperii, Leipzig

The Kinly Bar, Frankfurt

Miad, Karlsruhe

Seiberts, Köln

Spirits, Köln

Zephyr, München

Bar Nürnberg, Nürnberg

 

Bar des Jahres, Österreich (präsentiert von Del Fabro)

Easy Bar, Linz

Eberts Bar, Wien

Englhof, Zell am Ziller

Hammond Bar, Wien

Heuer am Karlsplatz, Wien

Kleinod, Wien

Little Grain, Salzburg

Miranda, Wien

Roberto American Bar, Wien

The Sign Lounge, Wien

 

Bar des Jahres, Schweiz (präsentiert von Xellent Swiss Vodka)

Bar 63, Zürich

Abflugbar, Bern

Angels’ Share, Basel

Atelier Classic, Thun

Campari Bar, Basel

Hinz & Kunz, Basel

Kronenhalle, Zürich

Little Barrel, Genf

Old Crow, Zürich

Werk 8, Basel

 

Hotelbar des Jahres (präsentiert von Perrier Wasser)

Baltho Küche & Bar, Marktgasse Hotel, Zürich

Bar am Steinplatz, Hotel am Steinplatz, Berlin

Bristol Bar, Bristol Hotel, Frankfurt

Capella Bar, Breidenbacher Hof, Düsseldorf

D-Bar, The Ritz-Carlton Vienna, Wien

The Flushing Meadows Bar, The Flushing Meadows, München

Hemingway Bar, Best Western Premier Victoria, Freiburg

Mark’s New York Bar, Hotel Winzer, Attersee

Roomers Bar, Roomers, Baden-Baden

Twist Bar, Innside by Meliá, Dresden

 

Brand Ambassador des Jahres (präsentiert von Thomas Henry)

Christian Balke, Havana Club / Pernod Ricard Deutschland

Alexandra Bisanz, Diageo Österreich

Nils Boese, Jägermeister

Markus Heinze, Glenfiddich / William Grant & Sons/Campari Deutschland

Mario Kappes, Nikka & The Dalmore / Borco Marken-Import

Axel Klubescheidt, Absolut Vodka / Pernod Ricard Deutschland

Robert Mischko, Havana Club & Absolut Vodka / Pernod Ricard Suisse

Constantin „CoCo“ Prochorowski, Hendrick’s Gin / William Grant & Sons/Campari Deutschland

Hasan Sivrikaya, Bacardi-Martini Schweiz

Thomas Zilm, Ardbeg & Glenmorangie / LVMH Deutschland

 

Sales Representative des Jahres (präsentiert von Nespresso)

Martin Börzel, Campari Deutschland

Matthias Degenhart, Jägermeister

Christian Dobersberger, Bacardi-Martini Österreich

Jan Forsberg, Beam-Suntory Deutschland

Omara Guzman, Jägermeister

Nic Hahn, Pernod Ricard Deutschland

Sascha Rohn, Giffard Deutschland

Michel Schafer, Pernod Ricard Suisse

Simon Schmidlin, Charles Hofer SA Schweiz

Bernhard Stadler, Diageo Österreich

 

Europäische Kategorien

Beste Neue Europäische Bar (präsentiert von Heineken)

Anonymous Shrink Office, Prag

Antique American Bar, Bratislava

Coupette, London

Dr. Stravinsky, Barcelona

Josef Cocktailbar, Wien

One Trick Pony, Freiburg

The Royal Cocktail Club, Porto

Scout, London

Swift, London

Untitled, London

 

Beste Europäische Bar (präsentiert von Matusalem)

American Bar im Savoy Hotel, London

The Clumsies, Athen

Dandelyan, London

Dry Martini Bar, Barcelona

l’Fleur, Prag

The Gibson, London

Himkok, Oslo

Jerry Thomas Project, Rom

Little Red Door, Paris

Schumann’s, München

 

Bester Europäischer Mixologe (präsentiert von Linie Aquavit)

Marian Beke, The Gibson, London

Markus Blattner, Old Crow, Zürich

Erik Lorincz, American Bar im Savoy Hotel, London

Alessandro Palazzi, The Dukes Bar, London

Agostino Perrone, The Connaught Bar, London

Carlos Santiago, The Royal Cocktail Club, Porto

Remy Savage, Little Red Door, Paris

Volker Seibert, Seiberts, Köln

Ran Van Ongevalle, The Pharmacy, Knokke

Matt Whiley, Scout, London

 

Bestes Europäische Spirituose oder Barprodukt (präsentiert von Bar Convent Berlin / Reed Exhibitions)

The Bitter Truth Olive Bitters, Deutschland

Bonpland Rouge V.S.O.P., Deutschland

By The Dutch Batavia Arrack, Niederlande

Helsinki Distilling Company Lingonberry Gin Liqueur, Finnland

Italicus Rosolio die Bergamotto, Italien

Luxardo Bitter Bianco, Italien

Otto’s Athens Vermouth, Griechenland

Rémy-Martin Cognac Carte Blanche à Baptiste Loiseau, Frankreich

Schweppes Tonica & Matcha, Spanien

Three Centes Gentlemen’s Soda, Griechenland

5 comments

  1. Martin Kramer

    Allen Nominierten vorweg erstmal Glückwunsch und Gratulation. Gut gemacht!

    Jetzt mal eine Frage an das Mixology bzw. Bar Awards Team…
    Darf ich Fragen was mit dem Vorhaben des letzten Jahres (wir wollen auch den kleinen Bars/Bars in kleineren Städten mehr Beachtung schenken) geworden ist? Nicht, dass irgendwelche Ansprüche gestellt werden, auf gar keinen Fall. Mir persönlich fehlen nur die Bars und deren Protagonisten, die „Bar- und Cocktailkultur“ „auf dem Dorf“ salonfähig machen.

    Anbei ein Auszug aus dem letztjährigen Artikel

    MIXOLOGY hat sich in den letzten Jahren verstärkt darum bemüht, den Fokus auch auf interessante Barprojekte aus der Provinz oder kleineren Städte zu legen, wo eine erstaunlich kreative und hochwertige Barkultur gepflegt wird – und das in einem oft schwierigen Umfeld. So lautet auch einer der Kritikpunkte, dass immer die gleichen Städte die Preise abräumen. „Das sehe ich ebenso. Allerdings sind die großen Städte immer im Vorteil, da sich interessante und riskante Konzepte dort finanziell eher realisieren lassen“, so Daun. „Auch die Multiplikatoren sind dort natürlich mehr unterwegs. Aber da ändert sich gerade einiges für die Zukunft. Gute Bars und Bartender jenseits der Metropolen werden immer mehr wahrgenommen“, ist er sich sicher. Der Blick geht nach vorne, und vor allem nach links und rechts, jenseits der Platzhirsche.

    • Redaktion

      Lieber Martin,

      eine stets berechtigte Frage. Tatsächlich ist sie aber letztlich eine solche, die man an den über 300-köpfigen Jury-Beirat stellen muss. Denn aus dessen Nominierungen setzt sich ja die Long List dann zusammen. Und in dessen abschließendem Votum stehen eine ganze Reihe toller Bars aus kleineren bis kleinen Städten. Doch am Ende sind natürlich deren Nennungen in vielen Fällen zu versprengt, als dass sie für die Top 10 reichen würden. Die angesprochenen kumulativen Probleme werden, wenn überhaupt, nur im Laufe viele Jahre verschwinden. Das liegt weiterhin an der gastronomischen Ballung in großen Städten und den von Gabriel Daun angesprochenen Faktoren. Trotzdem stehen wir nach wie vor zu diesem Wahlprozess. Und wir haben uns in den vergangenen rund 12 Monaten auch als Magazin durchaus darum bemüht, immer wieder in neue Bars der kleinen Städte zu schauen, haben z.B. gar Bamberg eine große Titelgeschichte im Print-Magazin gewidmet. Insgesamt sprechen wir hier von einem komplexen, mittel- bis langfristigen Entwicklungsprozess.

      Letztlich muss ich aber auch zur aktuellen Momentaufnahme sagen, dass sich – im Vergleich zum Vorjahr – definitiv eine weitere, erneute Diversifizierung abzeichnet: Keine Berliner Bar in der Long List als „Bar des Jahres“, dafür aber zwei aus Karsruhe. Oder neun verschiedene Städte in „Neue Bar“, darunter Rosenheim und Bonn. Dazu Bars und Personen aus Andermatt, Zell am Ziller, Attersee oder Thun. Ich denke, es zeigt, dass sich auch die Aufmerksamkeit der Szene eindeutig auffächert. Wovon wir definitiv weg sind ist das alte „Berlin-Frankfurt-Köln-München-Hamburg“-Spiel. Und das ist ja schon mal der erste Schritt.

      Mit Hoffnung auf Dein Verständnis und vielen Grüßen nach Wittenberg
      // Nils Wrage

  2. Tobias Riedel

    Bei diesen Awards werden meines Erachtens Preise im „inner circle“ der Mixologycommunity verleiht. Ich kann mich Herrn Kramer nur anschließen und finde die Reaktion auf diesen Kommentar nicht ausreichend, eher hinhaltend. Man sollte doch mal etwas mehr Mut zeigen, kleine Projekte mit unbekannten Barmännern (die auch tolle Arbeit leisten und fundiertes Wissen besitzen) in den Fokus rücken, stattdessen werden Bars und Bartender gefördert die regelmäßig den BCB besuchen o.ä.. Leider, wirklich leider kann ich diese Awards nicht mehr ernst nehmen und nehme Billy Wilder diesbezüglich als meine Leitfigur der zu den Oscars kommentierte: „Preise sind wie Hämorrhoiden. Irgendwann kriegt jeder Arsch einen“. Bei den Mixology Awards passiert das manchen sogar mehrmals.

    Tobias Riedel

  3. Martin Kramer

    Lieber Nils,

    Verständnis habe ich in allen Belangen. Die entsprechenden Bars und deren Personal haben sich die Nominierungen mit Sicherheit redlich verdient. Den Modus des Jury Beirats in allen Ehren,jedoch drängt sich bei mir der Verdacht auf,dass es sich hierbei u.a. um eine (Internet-Social-Media)Präsenz Frage handelt,nicht ausschließlich um die Qualität der infrage kommenden Bars/Barkeeper/Spirituosen, was nicht heißen soll, dass die nominierten Protagonisten der Nominierung nicht gerecht werden. Im Gegenteil, ich schiele gerne mal in einer ruhigen Minute auf deren Arbeit, wenn auch nur auf den Social Media Kanälen.
    Gleichzeitig fehlt mir immer noch das Verständnis für die komplett differenzierte Arbeit, die Klein und Großstadt voneinander trennen. Ich durfte beides kennenlernen und kann behaupten, dass der Kampf um Gäste in einer kleinen Stadt enorm ist, einfach weil das Gästepotential arg beschränkt ist. . Ebenso unterscheidet sich die Präsentation der Arbeit. Hier „auf dem Dorf“ musst du bei der Pike anfangen und permanente Pionierarbeit mit sehr kleinen Mitteln leisten. Kleine Mittel bedeutet in dem Fall: geringeren Umsatz aufgrund der angepassten Preise. Dabei kostet die Flasche Gin im Einkauf genauso viel, wie in den Metropolen. Wenn Sie nicht sogar teurer ist, weil verständlicherweise auch die Industrie und deren Zuschüsse die Köpfe eher gen Großstadt richten. Kleine Preise bedeutet gleichzeitig ein vollkommen anderes arbeiten. Man muss aus sehr wenig sehr viel machen und den finanziellen Spielraum für bspw. moderne Arbeitsgeräte oder neue Spirituosen deutlich kritischer im Blick haben. Fehlentscheidungen wiegen hier doch deutlich schwerer. Trends und Mode der Barkultur müssen genauestens beobachtet und abgeschätzt werden, ob sich der Spaß überhaupt lohnt oder die Amortisation gegeben ist. Der Einkauf für die Bar ist mitunter der Horror, einfach weil recht simple Produkte, wie Zitronengras oder Estragon in den lokalen Großmärkten (genau genommen verbietet sich hierbei die Pluralform, da es nur einen weit und breit gibt) noch nicht angekommen sind. Auf dem Wochenmarkt werden Staubsauger und CD Player verkauft. Amalfie Zitronen, Maracuja, Kaffir Limette, Yuzu usw…“noch nie gehört“ Es gibt noch so viel mehr Dinge, die die Grundzüge der zu leistenden Arbeit zwischen Klein- und Großstadt unterscheiden…sicherlich bringt beides Vor- und Nachteile mit. Ich möchte damit auch nicht ausdrücken, dass es hier schwerer ist. Die Idylle hat auch viele Vorteile. Ich denke nur, dass die Unterschiede extrem sind und das Feingefühl in dieser Hinsicht, vor allem in Bezug auf die Bar Awards (noch) nicht ausreichend gegeben ist.

    BTT Jetzt liegt es in der Natur vorweg erstmal kritisch zu hinterfragen, teils zu meckern. Oftmals fehlt es jedoch an Lösungen. Ein Bar Award für Bars in Städten unter 500.000 Menschen? Ein Kleinstadt Award? Schwieriger Lösungsweg mit einer Formel, die erstmal noch aufgestellt werden muss.
    Den perfekten Weg wird es wohl nicht geben, da grundsätzlich irgendwer auf der Strecke bleibt, der es sich eigentlich redlich verdient hätte.

    Es ist letztendlich jedes Jahr die immer wiederkehrende Diskussion. Vielleicht aber eben genau das richtige, um neue Wege zu finden.
    Vielleicht sollte aber auch alles genauso beibehalten werden. Schließlich geht es ja um die Besten der Besten. Der Entwicklungsprozess schreitet sicherlich voran, wenn eben auch nur mittel- bis langfristig.

    PS…die Artikel der Bars in der Provinz möchte ich hier gerne nochmal lobend erwähnen.

  4. Roland

    Mich wundert doch arg,wie es sein kann,dass ein zweifacher deutscher Meister nirgendwo auftaucht. Ich schließe mich da meinen Vorrednern an und bezweifle die Awards zutiefst

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Ähnliche Artikel