Hämmerle gewinnt

MIXOLOGY TASTE FORUM: die beste Williams-Birne kommt von Hämmerle

News 21.4.2017

Der Williams-Birnenbrand von Hämmerle gewinnt eindrucksvoll das MIXOLOGY TASTE FORUM zu dieser deutschsprachigen Traditionskategorie. Und auch hinter dem ersten Platz sind die Ränge eng umkämpft, eine große Spitzengruppe begegnet sich auf Augenhöhe.

Bereits seit 1885 befindet sich die Brennerei im österreichischen Vorarlberg im Besitz der Familie Hämmerle, man kann in dem Traditionshaus auf einen hervorragenden Ruf und viele Auszeichnungen zurückblicken. Hämmerle ist unter Kennern ein Garant für Qualität. Diesen Eindruck bestätigt nun auch das unabhängige MIXOLOGY TASTE FORUM mit seinem Urteil: Mit grandiosen 96 von 100 möglichen Punkten und dem Bestprädikat „Excellent“ sichert sich der Williamsbrand von Hämmerle der ersten Platz in der Verkostungsrunde.

Noch gar nicht so viele Jahre ist es her, da war das „Obstwasser“ aus dem aromatischen Kernobst an der Bar so gut wie gar kein Thema. Höchstens in Hotelbars oder den Cocktailstationen von Restaurantbars stand irgendwo eine Flasche „Willi“, vielleicht auch zwei – der Preis je nach Etablissement schwankend, fand man Produkte von Marken wie Hämmerle, Schladerer, Ziegler oder die Supermarkt-Range von Specht. Das hat sich in der jüngeren Vergangenheit massiv geändert: Das Interesse der Bars und Bartender an heimischen Spirituosen und Spezialitäten ist geradezu explodiert, und das aus gutem Grund: Die hiesige Brennereitradition hat fernab von Whisky und Gin (die es freilich auch in herausragender Qualität gibt) eine unglaubliche Produktvielfalt und Aromenfülle zu bieten. Das erkennen immer mehr Bars und Gäste. Die wichtigste Gattung der Obstbrände nach GSA-Tradition ist fraglos der Williams-Birnenbrand. Grund genug für das MIXOLOGY TASTE FORUM (MTF), sich im dritten Jahr seines Bestehens diese für die Bar und moderne Cocktails immer wichtigere Gattung detailliert anzuschauen.

Hämmerle: Elegant, rein, komplex

Selten war sich die Verkoster-Runde beim MTF so einig wie beim Williams von Hämmerle: Ein Großteil der Tester sah den Brand ganz vorne, das Resultat ist die sagenhaft hohe Punktzahl. Beeindrucken konnte der Brand dabei mit seinen hochkomplexen Aromen aus frischer Frucht, Nuss und etwas Floralität. Im Mund entfaltet sich die Williamsnote voll und charakteristisch mit einer feinen Honigsüße und begleitet von zarter Säure. Ein langer, samtiger und cremiger Nachhall rundet den eleganten Brand von Hämmerle ab, der mit seinem Preis von 43 Euro à 0,5 Liter im Mittelfeld der erprobten Marken angesiedelt ist und damit auch eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse der Runde an den Tag legt.

Sehr dicht dahinter gesellen sich die Brände zweier weiterer familiengeführter Traditionshäuser auf die Plätze zwei und drei: Der geschmeidige und ausgewogen herbe Williams von Fassbind aus der Schweiz belegt mit 94 Punkten den Silber-Rang, während die Ostfranzosen von Nusbaumer mit ihrem Brand im kernig-trockenen Stil 93 Punkte erhalten und damit Platz drei erreichen. Für beide Produkte gibt es zudem die Note „Very Good“.

Obstbrenner – noch immer Garanten für höchste Qualität

Das Gesamtergebnis des MTF zum Thema Williams-Birnenbrand betonte noch einmal, was viele bereits wissen: Die Obstbrenner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (und natürlich in diesem Fall auch Frankreich) stehen für handwerkliches Können auf allerhöchstem Niveau – die getesteten Produkte aus der Gattung Williams belegen dies: Neben dem Gewinner von Hämmerle kommen noch vier weitere Produkte auf 90 oder mehr Punkte, eine absolute Seltenheit im MTF. Und von den 13 verkosteten Bränden liegen in der Endabrechnung aller Benotungen überhaupt nur drei unter der wichtigen 80-Punkte-Grenze.

Solch ein Ergebnis macht Lust auf mehr und es verwundert nicht, dass sich im Jahre 2017 plötzlich in fast jeder guten Bar auch Cocktails auf Basis eines „Willi“ finden.

 

Die kompletten Ergebnisse des MIXOLOGY TASTE FORUM zum Thema Williams-Birne finden Sie in der aktuellen Ausgabe 2/2017 von MIXOLOGY, dem Magazin für Barkultur. Informationen zu einem Abonnement gibt es hier.

Photo credit: Bild via Wikipedia.

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