Rum-Marken Made in GSA 2017

MADE IN GSA 2017: RUM-MARKEN, WHISKY & WEINBRAND

News 17.3.2017

Ein Destillat aus Wein, fünf Rum-Marken und zwei aus Getreide, gereift oder ungereift: Wir präsentieren die Sponsorenprodukte aus den Kategorien Whisky, Rum und Weinbrand. Wir sind gespannt, wie diese beim Finale der Made in GSA Competition in Wien zum Einsatz kommen werden.

Bei Whisky und Rum handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Imageträger. Viele Rum-Marken stammen ursprünglich aus der Karibik und werden aus Zuckerrohr-Melasse gewonnen, während der Ursprung des Getreide-Destillates Whisk(e)y vor allem in Schottland und Irland, aber natürlich auch in Nordamerika liegt.

Es sind nicht nur Klassiker wie Mojito, Daiquiri oder Mai Tai, die Konsumenten mit der Zuckerrohr-Spezialität aus der Südsee verbinden und gerne danach verlangen, viele Rum-Marken werden mittlerweile auch vermehrt pur genossen, was auf ein gestiegenes Qualitätsniveau und verbesserte Verfügbarkeiten zurückzuführen ist. Whisky hingegen wird und wurde immer schon gerne pur getrunken, wenngleich man nicht auf Whisky Sour, Scotch & Soda oder Manhattan verzichten will. Beide Spirituosen haben ihren Platz in der Barkultur gefunden.

Der traditionelle Weinbrand erlebt gerade einen Aufschwung in der Barszene und macht sich stärker an den Tresen der heimischen Metropolen bemerkbar. Bartender aus dem deutschsprachigen Raum werden bei der Made in GSA Competition am 29. Mai in Wien sicherlich auch die Mannigfaltigkeit und Mixability dieses Weindestillats in Cocktails unter Beweis stellen. Whiskys, Rum und Weinbrand aus heimischen Gefilden müssen sich mit ihrer Stilistik nicht vor ihren Urahnen verstecken.

  • Rum wird üblicherweise aus Melasse, einem Abfallprodukt der Rohrzuckerherstellung hergestellt. In einigen Fällen, z.B. bei allen Rhum Agricoles, basiert das Produkt allerdings auf frischem Zuckerrohrsaft. Besonderd hochwertige Rum-Marken legen Wert darauf, nur Rohstoffe aus ihrem Herkunftsgebiet zu verarbeiten.
  • Der Mindestalkoholgehalt von Rum liegt in der EU bei mindestens 37,5% Vol. Gleichzeitig gibt es aber wesentlich hochprozentigere Abfüllungen, viele Rum-Marken geben einen „Overproof“ oder „Navy Strength“ heraus, teils mit über 70% Vol.
  • Der Rohbrand darf laut EU-Verordnung nur so weit hochdestilliert werden, dass sich noch Aromen des Ursprungsproduktes finden. Eine Destillation aug über 96% Vol. – wie etwa beim Vodka obligatorisch – ist daher nicht zulässig.
  • Viele heute weltbekannte Rum-Marken wurden ursprünglich in der Karibik, beispielsweise Kuba, Martinique (Rhum Agricole), Trinidad, Barbados oder Jamaika, gegründet kultiviert. Mittlerweile gibt es ihn auf der ganzen Welt, große Herstellerländer einfacher Rums sind mittlerweile etwa auch Indien und die Philippinen.
  • Whisk(e)y wird aus Getreide, üblicherweise gemälzt, destilliert und ruht anschließend in Holzfässern.
  • Zu den großen, traditionellen Whisk(e)y-Nationen zählen Irland, Schottland die USA und Kanada. Als weitere wichtige Whiskynation gilt Schottland, aber auch in Deutschland sind mittlerweile über 300 Whiskyhersteller registriert.
  • Bei den traditionellen Ländern mach das „e“ den Unterschied: In Schottland, Japan und Kanada spricht man vom „Whisky“, die US-Brenner hingegen übernahmen die Schreibweise „Whiskey“ von den vielen irischen Einwanderern.
  • Gerne gesehener Wegbegleiter der beiden Destillate: Die Zigarre
  • Beim Weinbrand handelt es sich um ein Destillat aus Wein, in fast allen Fällen aus Weißweinen.
  • Sein Mindestalkoholgehalt beträgt 36% Vol.
  • Im englischen Sprachraum wird der Begriff „Brandy“ oft synonym für alle Weinbrände benutzt, während man damit in Deutschland überlicherweise Weinbrände aus Spanien, aber auch Italien und Griechenland meint.
  • In Deutschland wiederum war lange Zeit das Wort „Kognac“ oder „Cognac“ auch für heimische Produkte gebräuchlich. Dieser Begriff ist aber mittlerweile als geschützte Herkunftsbezeichnung den Weinbränden aus dem gleichnamigen Gebiet in Frankreich vorbehalten.
  • Deutscher Weinbrand hat eine langen Schlummerphase hinter sich, er galt als nicht en vogue. Seit einiger Zeit jedoch und durch neue, hochklassige Qualitäten befeuert, erfahren deutsche Weinbrände seitens der besten Bartender wieder mehr Aufmerksamkeit.

Als Weinbrand steht den Teilnehmern der Asbach Privatbrand 8 Jahre zur Verfügung. Das Destillat ist acht Jahre gereift, aber mit bis zu 20 Jahre gereiften Destillaten aus dem Asbach-Lager in Ottersweier im Schwarzwald vermählt.

Die oberbayerische Destillerie Lantenhammer vertritt den deutschen Whiskymarkt beim diesjährigen GSA-Finale und steuert den Slyrs Bavarian Single Malt 51 bei. Die deutsche Brennerei Ziegler geht mit ihrem Aureum 1865 Grave Digger Edition The Bruce an den Start und bringt damit einen fünf Jahre lang in Ex-Bourbon-Fässern gereiften Whisky mit.

Die Rum-Flotte wird bestückt durch den in München destillierten Pirate of Bavaria aus karibischem Zuckerrohr und einer Reifezeit in Martinique. Beim Revolte Rum aus Rheinland-Pfalz handelt es sich um kraftvollen weißen Rum, der die Handschrift von Master Distiller Felix Georg Kaltenthaler trägt. Der norddeutsche, ungesüßte Ron Elba Dry Rum kommt aus Hamburg direkt zum GSA-Finale nach Wien, bringt Waldbeeren-, Vanille und Süßholz-Aromen sowie 47% Vol. mit. Beim Ron Guajira Blanco Bio aus der Bio-Spezialitätenbrennerei Humbel handelt es sich um einen weißen, in der Schweiz destillierten und abgefüllten Rum aus kubanischem Zuckerrohr mit 40% Vol.

Stroh Rum aus dem Jahre 1832 ist ein österreichisches Aushängeschild. Die braune Flasche mit orangem Etikett ist genauso wie der Apfelstrudel weit über die Alpenrepublik hinaus bekannt, nicht nur in heimischen Backstuben, sondern auch bei der Made in GSA Competition 2017 ein Fixstarter.

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