Ein Portrait. MIXOLOGY ONLINE im Gespräch mit Bettina Kupsa.

Porträts 6.5.2013

Laut, schrill und sexy – das ist Bettina Kupsa. Nach bürobedingter, beruflicher Ernüchterung hat es Bettina in die Barwelt der Hamburger Nacht verschlagen. Inzwischen mixt sie heiter gute Drinks in der weitbekannten Bar Le Lion.

Wie kamst Du das erste Mal mit der Welt der Bars in Berührung?

Genau kann ich das gar nicht mehr sagen, sicher ist nur: ich mochte es schon in frühen Jahren bei schummrigem Licht den Gesprächen der Menschen und dem Klirren der Gläser zu lauschen.

Was ist Dein beruflicher Werdegang?

Ich bin eine klassische Quereinsteigerin. Nach meinem Studium und einigen Jahren als freiberufliche Eventmanagerin und Kommunikationstrainerin brauchte ich einen Tapetenwechsel. Ich wollte raus aus dem Büro und habe entschieden meine Leidenschaft für die Gastronomie zum Beruf zu machen. Angefangen zu mixen habe ich dann im Sommer 2010 im Blauen Barhaus. Danach war ich für eineinhalb Jahre in der 3Freunde Bar bis ich durch eine Reihe glücklicher Fügungen in meiner jetzigen Wirkungsstätte, dem Le Lion gelandet bin.

Für was interessierst Du Dich außerhalb der Arbeit hinter der Bar? Hast Du Hobbys?

Einen großen Teil meiner Freizeit verbringe ich in Bars und Restaurants. Ansonsten mag ich alles, wo es was zu schauen und entdecken gibt. Ich habe ein Faible für Kino und fotografiere für mein Leben gern. Wenn es meine Zeit zulässt, bin ich eine leidenschaftliche Köchin. Bücher verleihen mir die nötige Ruhe und Musik weckt mich auf, wenn ich müde bin.

Was ist Dein Lieblings-Cocktail?

Das hängt von meiner Stimmung ab. Mit einem eiskalten Daiquiri kann man mein Herz allerdings immer erfreuen.

Was ist Deine Lieblingsbar?

Auch wenn jetzt Augenpaare rollen: Das Le Lion ist und bleibt meine absolute Lieblingsbar. Das hat sich auch nicht geändert seit ich dort arbeite. Dieser Ort hat etwas Magisches. Man kann sich dort wunderbar verlieren und kommt zur Ruhe. Ja, ich liebe diese Bar!

Was ist Dein Lieblings-Club/Dive Bar/Kneipe?

Da kann ich mich nicht festlegen. Es gibt diverse nette Kneipen und Bars auf St. Pauli und in der Schanze. Wenn ich einen guten Drink will, besuche ich noch regelmäßig meine ehemaligen Kollegen in der 3Freunde Bar und verbinde das meist noch mit einem Besuch in der Luba Luft.

Hast Du Vorbilder im Barbereich, wenn ja welche?

Für ein „Wenn ich groß bin will ich so werden wie….“ bin ich einfach zu alt. Es gibt aber unzählige Kollegen, die ich sehr schätze. Nennen möchte ich hier einige die mich von Anfang an bei meinem Unternehmen „Ich werde Bartender!“ unterstützt haben. Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an: Andreas Groth, Markus Kohne, Sven Sudeck, Mario Kappes und Jörg Meyer.

Von welchen Bartendern würdest Du Dir blind einen Cocktail mixen lassen?

Von allen, die es gerne tun.

In welcher Situation würdest Du eine Bar sofort verlassen?

Diese Situation gab es noch nicht und ich denke, dazu wird es auch nicht kommen.

Was steht in Deinem Traum-Speed-Rack?

Das ändert sich fast täglich, je nachdem was für Drinks ich gerade am liebsten mache. Würde mich aber ein Freund bitten auf seine Party 3 Flaschen mitzubringen, um damit so viele anständige Drinks wie möglich zu machen, wäre es wohl: Elijah Craig, Tanqueray und Cartavio Silver.

Worauf hast Du Dich spezialisiert, was kannst Du besonders gut an der Bar?

Ich habe eine Vorliebe für Menschen und versuche immer eine gute Gastgeberin zu sein.

Platzierungen bei Cocktail- oder Bartender-Competitions?

Damit kann ich leider nicht dienen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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