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Shots #14. Ron Diplomatico +++ Trinklaune Blog +++ Matcha Tee.

Shots 24.3.2012 3 comments

Ron Diplomatico wird Ron Botucal.

Den Kennern der Szene blieb es nicht verborgen: Ron Diplomatico wird es in seiner bisherigen Form in Deutschland bald nicht mehr geben. Der venezuelische, als sehr weich bekannte Tropfen aus der Unidas Destelerias Venezuela hat in Deutschland mit der Sierra Madre Trendfood GmbH einen eigenen Vertrieb gefunden und damit einen Neuanfang eingeleitet. Ron Diplomatico ist damit alsbald Geschichte und Ron Botucal wird das Licht der Welt erblicken. Da Ron Diplomatico bisher in Deutschland keinen Exklusiv-Importeur hatte, konnte er unter seinem südamerikanischen Namen bei den Händlern firmieren. Mit Sierra Madre als Importeur befindet sich das Destillat jedoch auf einer neuen rechtlichen Ebene. Und die Rechte für eine Spirituose in Deutschland mit einem nahezu identischen Namen sind leider schon vergeben: Weinbrand Diplomat von der Großhandelskette Aldi ist der Spielverderber. Sierra Madre Geschäftsführer Guido Klaumann freut sich trotzdem, den Rum im eigenen Vertrieb zu haben und blickt der Namensänderung gelassen entgegen: „Es muss sein und das werden die Kunden sicherlich verstehen. Abgesehen vom Namen ändert sich natürlich in und auf der Flasche absolut nichts“. Die Veränderung wurde eingeleitet und die ersten Flaschen Ron Botucal werden voraussichtlich ab Mitte Juli im Land kursieren.

 

Trinklaune Blog macht Schluss mit Mythen.

Als Mitte Februar unter dem klangvollen Namen „Zwischen Beuys, Brandy Crusta und Billy Jean  – Zum modernen Schamanentum in Zeiten zugesetzter Zuckercouleur“ eine Beitragsreihe auf dem Trinklaune Blog eröffnet wurde, war nicht wirklich abzusehen, was der Autor Alchemyst im Schilde führt. Doch schon im zweiten Teil wurden aus anfänglich sehr theoretischen Reflexionen über Kunst konkrete Problemstellungen. Grundsätzliche Gedanken über das Bartending beschäftigen den Autor: Ist ein Bartender ein Künstler? Ist ein Cocktail ein Kunstwerk? Berechtigte Fragen die für das Selbstverständnis der Branche von enormer Bedeutung sind und leider zu selten gestellt werden. Und im dritten Part wird dann gnadenlos entmystifiziert. Vodka, Geschmacksknospen und Glasformen stehen auf dem Prüfstand und werden mit Recht auf den Boden der Tatsachen geholt. Auch Marketingabteilungen bekommen eins auf den Deckel. Die Reihe findet dann den vorläufigen Höhepunkt im vierten Teil, der sich dem japanischen Hard Shake widmet und auch hier dem Schamanentum in die Parade fahren möchte. Wunderbar! Denn in „Zeiten zugesetzter Zuckercouleur“ sind klare, von blendendem Gefasel losgelöste Worte zu einer seltenen Rarität geworden. Mehr davon!

 

Trends kommen, Trends gehen.

Eigentlich sollte man sich manche Hirnzellen für relevanteres Wissen freihalten. Aber es ist naheliegend, dass in absehbarer Zeit noch einige in der Getränkebranche in Gespräche über Matcha Tee verwickelt werden und daher unabdingbar für MIXOLOGY ONLINE diesen Firlefanz der Trend-Gastronomie aufzugreifen. Matcha Tee ist ein giftgrünes Pülverchen, was mit Wasser aufgegossen zur traditionellen japanischen Teezeremonie gehört und seit kurzem auch in den westlichen Hemisphäre kursiert. Hierzulande ist es selbstredend auch schon mit Milch als Matcha Latte en vogue. Die Herstellung des Pulvers ist etwas fragwürdig, da von den genutzten Grünteeblättern lediglich die besten Teile gemahlen werden. Selbst die Äderchen werden angeblich entfernt. Wie auch immer, das stark koffeinhaltige Getränk wird allein ob des stolzen Preises von bis zu 40 Euro für 30 Gramm kaum massentauglich werden. Im Gespräch wird es trotzdem noch ein bisschen bleiben. Wer probieren möchte, kann sich über Teelirium oder Aiya versorgen lassen.

3 comments

  1. Joaquin

    Tee gewinnt immer mehr an Bedeutung in Deutschland. Mit Matcha hat man dann auch eine sehr gute Alternative als Wachmacher zum Espresso.

  2. Florian Rosch

    Da schließe ich mich meinem Vorkommentator aber gerne an. Tee, insbesondere Matcha, wird immer präsenter. Und Matcha wird – da bin ich sicher – nicht so ein Trend sein, den in zwei Jahren wieder jeder vergessen hat. Denn Matcha ist tatsächlich und nachgewiesenermaßen gesund, lecker und bspw. in Japan so beliebt wie hierzulande ein Latte Macchiato oder Cappuccino.

    Viele Grüße
    Florian
    http://www.matcha.de

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