Shots #94 +++ Zeitreise +++ Sicherer Drink +++ Reservierungsportal +++ Bars mit Aussicht +++ Meyers Fluch

Shots 24.8.2013 1 Kommentar

Wir können aufatmen. Ein Blick zurück zeigt, dass Automaten nicht so interessant sind, wie allseits angenommen. Wirklich interessant und zutiefst schockierend sind dagegen die Dunkelziffern von heimlich untergemischten Drogen. Ein Crowdfunding-Projekt will abhelfen. Ein anderes Start-up verspricht Bars und Restaurants eine bessere Auslastung. Bars, die diese Form des Lockens nicht nötig haben, gibt es im Bilderband. Zum Abschluss wird ein moderner Klassiker serviert. Zubereitet und kommentiert von Klaus St. Rainer.

 

Gastronomische Zeitreise

Immer wieder gibt es findige Menschen, die am liebsten jede Tätigkeit durch Maschinen ersetzen wollen. In unregelmäßigen Abständen kommt es ja auch in der Barszene zu Diskussionen ob der Bartender durch eine Maschine zu ersetzen sei. Das diese Angst weitestgehend unbegründet ist, lehrt uns die Geschichte. Ein deutsches Erfolgskonzept von Restaurants, in denen man sein Essen aus dem Automaten bekommt, eroberte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Deutschland und Amerika. Vor 22 Jahren schloss das letzte Restaurant dieser Art. Spiegel Online wirft einen Blick zurück und erklärt, wieso das Projekt die Zeit nicht überdauerte.

 

Safer Drinking

Die Zahl von 200.000 sexuellen Straftaten in Verbindung mit unbewusst verabreichten Drogen ist erschreckend. Aber so hoch ist die geschätzte Dunkelziffer an jährlichen Übergriffen in den USA. DrinkSavvy ist ein Projekt das intelligente Behälter produzieren möchte. Im Sommer 2014 sollen die ersten Produkte marktreife erlangt haben. Dabei geht es um Trinkbecher, Strohhalme und Stirrer die ihre Farbe ändern wenn sie mit einer der so genannten „Rape-Drugs“ in Verbindung kommen.

Eine solch offensichtliche Warnung soll laut Firmengründer Mike Abrams, „zum einen vor solchen Übergriffen schützen, zum anderen für das Thema sensibilisieren.“

 

Gästesuche im Netz

Ein neues Reservierungssystem soll Bars und Restaurants in schwachen Zeiten zu besserer Auslastung verhelfen. Quandoo heisst das Portal das von den Ex-CityDeal Gründern Magin, Lange und Glasner gegründet wurde. Mit ihrem ehemaligen Projekt waren sie so erfolgreich, dass der amerikanische Riese Groupon die Firma aufkaufte.

Das neue Portal dient sowohl als Reservierungssystem als auch als Plattform für Gastronomen, ihren Service direkt anzubieten. Gering frequentierte Zeiten sollen so mit speziellen Angeboten kombiniert beworben werden.

Für viele Menschen scheint die Möglichkeit der Online-Reservierung mittlerweile ebenso wichtig zu sein wie eine Empfehlung oder die bekannte Qualität eines bestimmten Restaurants.

 

Panoramablick mit Cocktailbegleitung

Weniger die Lockangebote als vielmehr die hervorragende Aussicht sind Argumente, die für einen Besuch der „World‘s Best Rooftop Bars“ sprechen. Das Reisemagazin des englischen Daily Telegraph hat den siebzehn schönsten Bars auf Dachterrassen eine Fotostrecke gewidmet.

Ob an allen Tresen die Drinks so gut sind wie die Aussicht verrät der Bericht leider nicht, im Zweifel lässt sich die gebotene Aussicht aber auch mit einem einfachen Glas Champagner hervorragend genießen.

 

Angekommen im Mainstream

Man muss es wohl so sagen und darf sich darüber freuen. Kaum ein Drink der sich so weit verbreitet hat auf deutschen und internationalen Barkarten in den letzten fünf Jahren wie der Gin Basil Smash von Jörg Meyer. Als nachträglichen Geburtstagsgruß haben die GQ und Betreiber der Goldenen Bar in München, Klaus Stephan Rainer, eine Videoanleitung zum Shaken des Gin Basil Smash ins Netz gestellt. Gewohnt lässig wird der „Cocktail des Monats“ der GQ zubereitet und mit Witz versehen. Wenn Klaus St. Rainer demnächst die Schultern noch mehr schmerzen aufgrund steigender Bestellungen des Basil Smash, dann kann er sich ja beim Produzenten des Videos bedanken.

 

Ein Kommentar

  1. Olaf Wüstenhagen

    Zu Safer Drinking:
    Was für eine geniale Idee eigentlich.
    Ich denke nur, dass sich diese Artikel wohl leider in einer Bar nicht durchsetzen werden.
    In klassischen Bars, von denen wir hier sprechen, braucht man solche Artikel nicht.
    Und in „Bars“, in denen solche schlimmen Dinge passieren, wird sich so etwas (vermutlich aus Kostengründen) nicht etablieren. Denn ich gehe mal davon aus, dass diese Artikel doch etwas teurer sind als die normalen gängigen Sachen.
    Schade eigentlich, weil ein sehr wichtiges Thema, welches sich traurigerweise auch in Deutschland immer häufiger ereignet.
    Ich habe erst kürzlich in meinem Blog darüber geschrieben.

    http://www.bartender-lab.de/2013/07/ko-tropfen-im-drink-und-die-folgen-ein.html
    Grüße aus Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Ähnliche Artikel