Basilikum

Der Gin Basil Smash. Cuisine Style für den Sommer.

Trends & Innovation 8.5.2012 17 comments

Die Sommerzeit klopft erneut an die Türen und die Menschen lechzen nach Erfrischungsdrinks. So war es wohl auch 2008 als Jörg Meyer aus dem Hamburger Le Lion seinen Gin Basil Smash der Welt schenkte. Ein Tribut.

So einfach kann guter Geschmack sein: Gin, Basilikum, Zitronensaft und Zuckersirup. Der Gin Basil Smash ist wohl einer der erfolgreichsten jüngeren Drinks. Schon im Entstehungsjahr 2008 erregte der grüne Tropfen Aufmerksamkeit. Noch im Sommer war er deutschlandweit in vielen Bars erhältlich. Eine Erfolgsgeschichte für den Erfinder Jörg Meyer und ein Beweis für die Schlagkraft der sozialen Medien.

Wie ein Lauffeuer trugen Facebook, Twitter, Blogs und Co. den Gin Basil Smash in den folgenden Jahren um die Welt. Auf der Facebook Seite des Drinks werden Bilder von Übersee gepostet, und auch wenn deutsche Anhänger dort dominieren, findet man genügend Liker aus allen Himmelsrichtungen. Schade, dass sich Jörg Meyer nun von Facebook verabschiedete. Denn damit ist es fraglich, ob wir an seinem nächsten Geniestreich auch so schnell partizipieren können.

Aber uns bleibt ja noch der Gin Basil Smash. Ein graziler Drink, der höchste Ansprüche der modernen Cocktailkunst in sich verbindet und gefühlvoll Kräuter als Aromengeber nutzt. Oftmals wird in dieser Hinsicht von Cuisine Style gesprochen. Dies ist keine deutlich definierte Angelegenheit, aber hat zumeist mit der gezielten Einbindung frischer, sonst in der Küche gängiger Zutaten, wie Kräutern und Gewürzen, zu tun. Die Nutzung dieser Zutaten war schon den Vorvätern der Bartender nicht unbekannt, ging aber leider etwas verloren und zieht in Deutschland seit der Jahrtausendwende wieder seine kleinen Kreise. International, besonders in englischsprachigen Raum, kümmerten sich Bartender schon ein paar Jahre früher wieder um frische „Botanicals“ in ihren Drinks.

Spätestens seit dem Gin Basil Smash hat der Cuisine Style auch im deutschsprachigen Raum einen kleinen Durchbruch erzielt. Anfang des Jahres schrieb selbst die Welt Online einen kleinen Verweis zu dieser zeitgenössischen Liebschaft der virtuosen Bartender. Die MIXOLOGY ONLINE Redaktion hofft, dass der Gin Basil Smash auch dieses Jahr erneut seine Runden durch erhitzte Sommergemüter zieht. Denn einerseits ist es einer der perfekten Drinks, um unbedarfte Trinker näher an fortgeschrittenen Cocktail-Konsum zu führen und andererseits eine Messlatte an alle Cocktail-Bastler mit der Aufschrift: So einfach kann guter Geschmack sein.

Die erstmalige Erwähnung erfolgte auf dem Bitters-Blog.

 

Gin Basil Smash (von Jörg Meyer, Le Lion, Hamburg, 2008)

6 cl Gin

2 cl Zitrone

6 – 8 Basilikumblätter

1 – 2 cl Zuckersirup

Glas: Tumbler

Garnitur: Basilikumzweig

Zubereitung: Alle Zutaten in einen Shaker geben, mit Eiswürfeln füllen und kräftig 10 bis 15 Sekunden (10–15 mal) schütteln. Doppelt in das mit Eiswürfeln befüllte Gästeglas abseihen.

 

Präsentiert von Cocktailian:

Cocktailian, das umfassende Handbuch der Bar für Profis, Einsteiger und Connaisseure entschlüsselt anhand von 13 Key Cocktails die Cocktail-DNA. Dieser erste Band der Cocktail-Enzyklopädie vermittelt auf 528 Seiten alles Wissenswerte rund um die Welt der Cocktails, von den wichtigsten klassischen Rezepturen bis zu den modernsten Arbeitstechniken.

Der zweite Teil der Cocktailian-Serie, “Cocktailian Rum & Cachaça” befasst sich mit der Geschichte und Herstellung von Zuckerrohrdestillaten und den daraus entstandenen Mischgetränken. An Cocktailian 1 und 2 haben neben dem Autoren-Trio Jens Hasenbein, Bastian Heuser und Helmut Adam führende internationale Bar- und Cocktailexperten wie Angus Winchester, Gary Regan, Ian Burrell, Jeff “Beachbum” Berry, Jared Brown und Anistatia Miller als Gastautoren mitgewirkt.

// Cocktailian 1 und 2 sind im Buchhandel erhältlich oder online unter cocktailian.de bzw. amazon.de //

 

Titelbild: aboutpixel.de / Basilikum © MoGi

17 comments

  1. R.H.

    Gibt es jetzt Täglich eine kleine Geschichte von und mit Herrn J.Meyer .
    Wollt Ihr auch darüber berichten wenn besagter Heer sein Toilettenpapier wechselt – ein neues benutzt – oder gar keins mehr benutzt weil das so Interessant ist.

  2. Steffen Hubert

    Bisher hatten wir nicht vor noch tiefer in die Materie zu dringen, aber mal schauen… 😉

    Die Empörung kann ich höchstens zu kleinen Teilen nachvollziehen. Trotzdem eine kurze Erklärung: Dieser Artikel war von langer Hand für genau diesen Tag geplant. Der andere Artikel kam, ob der aktuellen Entwicklungen, sehr spontan dazu. Unterm Strich macht es also innerhalb der letzten 8 Monate zwei Artikel über Herrn Meyer. Und ja, die sind zufällig auf einem Haufen gelandet.

    Ist doch eigentlich noch im Rahmen, oder?
    Liebe Grüße,
    Steffen

  3. Nick

    Ich kann nur empfehlen, den Dirnk mal mit einer großen menge an Basilikumblättern zu probieren, ca. 20-30. Kräftig muddeln zusammen mit dem Gin und ein oder zwei Minütchen stehen lassen. So bekommt ihr einen kräftig grünen Drink, der ordentlich nach Basilikum schmeckt. Ich mag ihn sehr gerne so.

  4. Jean-Pierre Ebert

    Steffen,

    ich liebe Dich für solche Sätze: „Bisher hatten wir nicht vor noch tiefer in die Materie zu dringen, aber mal schauen… ;)“

    Bitte mehr!

    Ja, der Drink ist genial, auch unsere Gäste lieben ihn. Zuviel Basilikum wie hier vorgeschlagen, macht den Drink zum Salat. Eher mildere Sorten wie zum Beispiel afrikanischer Basilikum, auch als Strauchbasilikum bekannt, und weniger ist eindeutig mehr. Der Gin, je nach Marke, bietet eine ganze Menge. Das wäre sonst überdeckt.

  5. R.H.

    Es geht doch hier nicht um den Drink, der ist Spitze! Ich kann nur nicht mehr Hören (lesen) was der Herr M. alles so treibt.
    Der Narzisst und seine Freunde , wie schön ist es sich darzustellen.
    Sicher ein guter Mann für die Politik….

  6. Nick

    @Jean-Pierre Ebert: Ich denke, dass sollte jeder für sich selbst ausprobieren. Joerg Meier präferiert auch eine ordentliche Menge Basilikum. Geschmack ist halt subjektiv! 🙂

  7. KochSchlampe

    Nur am Rande: sind beim Rezept die Umlaute ausgegangen? Oder ist das eine stilistische Besonderheit, die mir sonst einfach so bisher nicht über den Weg gelaufen ist?

  8. Nick

    ^@KochSchlampe: Was meinst du genau? Bei mir ist alles normal. Von Ä, Ö, Ü bis ß und ç. Vielleicht liegt’s an der Zeichencodierung des Browsers?

  9. Nick

    Ah, kommt davon, wenn man Sachen nur kurz überfliegt. Habe mich auf den Text und eben nicht auf das Rezept bezogen. Ignorier also meinen Post von eben. 😉

  10. Steffen Hubert

    Liebe Kochschlampe,
    danke für den Hinweis. Die Umlaute waren tatsächlich entflohen. Wer sie aus dem Basilkumbeet vertrieben hat, ist noch nicht endgültig geklärt. Ich habe sie jedoch wieder einfangen können und zurück an ihren Platz getrieben.
    Es grüßt,
    Steffen Hubert

  11. Stefan Giesbert

    Schon wieder der Fehler mit der Deko!? Minze im Basil Smash…ganz sicher nicht! 🙂
    Wurde das nicht schon mal ausgiebig besprochen? Oder steht das auch in der zweiten Auflage des Cocktalian so drin?

  12. Redaktion

    Hi Stefan, klassischer Copy & Paste-Fehler. Danke für den Hinweis! Ist geändert. d. Red.

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