Mixology: Magazin fur Barkultur

Keine offenen Getränke im Taxi

Uncategorized 18.6.2007 3 comments

Der Taxi-Blog erklärte vor ein paar Tagen, weshalb Taxifahrer keine offenen Getränke mögen. Taxis sind für Gastronomen oder Barbesitzer eine wichtige Schnittstelle, da sie der sichere Weg des Gastes nach Hause oder zur nächsten Station des Abends bedeuten. Man "übergibt" sozusagen seine Gäste in (hoffentlich) vertrauenswürdige Hände.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Brand Eins ist ein interessanter Beitrag über die Londoner Taxifahrer, der leider nicht online verfügbar ist. Londoner Taxifahrer müssen eine harte 3-jährige Ausbildung machen, bevor sie ihre Lizenz bekommen. Man wünscht sich etwas ähnliches oft auch für den deutschsprachigen Raum.

Wir von Mixology scheinen zum Beispiel in Köln immer Pech zu haben. 2 von 3 Taxifahrten dort sind eine Qual, weil a) der Fahrer extrem unfreundlich und unprofessionell auftritt und b) seine Stadt nicht kennt (oder vorgibt sie nicht zu kennen). Berlin ist erstaunlicherweise in der Regel einigermassen annehmbar, auch wenn hier oft die Deutschkenntnisse der Fahrer mangelhaft (bis katastrophal) sind. (Ich vergebe hier wohlgemerkt keinen Heimbonus.) In Wien hatte ich nie Sprachprobleme, aber öfter mal einen Trickser, der mir einen Umweg aufhalsen wollte. München funktionierte bisher auch recht reibungslos, auch wenn ich mich dort immer wieder über mangelnde Ortskenntnis wundere. Das ist doch genau der Service, weshalb ein Besucher in einer fremden Stadt ein Taxi nimmt. Die Vorstellung, dass er einsteigt, den Strassennamen nennt und sich um nichts mehr kümmern muss. Ich fühle mich immer um die Dienstleistung betrogen, wenn ich Parallelstrassen oder Stadtviertel nennen muss, damit der Fahrer seinen Weg findet. Einmal musste ich sogar jemanden anrufen, damit er dem Taxifahrer den Weg erklärt.

Am besten "fährt" man meines Erachtens in Zürich. Die Fahrer sind freundlich und es gibt eine grosse Zahl an Vintage-Taxis. Mein Liebling dort war immer ein alter weißer Buick, auf dessen Rücksitz man wie auf einem Sofa sass. Fehlte nur noch ein Glas mit Whisky und eine Zigarre für die Heimfahrt von der Nachtarbeit, aber nach dem Studium des Taxi-Blogs muss man diesen Wunsch wohl beerdigen.

Mich würden hierzu andere Meinungen interessieren.

 

Link:

www.taxi-blog.de

 

Text: Helmut Adam

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