Hommage der Handwerkskunst. Ketel One kürt den One and Only.

Wettbewerbe 13.3.2013

Die Macher von Ketel One zeichnen im Berliner Design Hotel Das Stue den ersten deutschen Modern Craftsman aus.

Für das Modern Craft Project, gesponsert von Ketel One und dem Wallpaper Magazine, bewarben sich unzählige Schöpfer verschiedenster Handwerkskünste, um der oder die erste deutsche Modern Craftsman zu werden. Sechs finale Virtuosen der Handwerkskunst, die sogenannten Craftsmen, wurden von der internationalen Jury in die engere Auswahl genommen und zur Vernissage und Siegerehrung eingeladen. Durchsetzen konnte sich von allen Bewerbern aber letztendlich nur einer, der Sattler Daniel Heer.

Die mediale Präsenz des seit Oktober 2012 ausgeschriebenen Wettbewerbes hat den Teilnehmern gebürtige Aufmerksamkeit geschenkt und das Interesse an Handwerkskunst geschürt. Gewinner Daniel Heer wird nun in einem bedeutenden Verzeichnis für modernes Handwerk aufgenommen. Das globale Wallpaper Magazine berichtet über den Designer, was seinem internationalen Prestige nur beisteuern kann. Doch nicht nur ideell sondern auch finanziell wurde der Gewinner honoriert und so überreichten ihm Bob Nolet von Ketel One und Christian Hanke, Creative Director bei Edenspiekerman die Siegerprämie von 30.000 Euro aus dem Ketel One Legazy Prize Fund.

Die Philosophie des Wettbewerbes

Das sich ausgerechnet Ketel One Vodka dem Bewahren und Unterstützen handwerklichem Kulturgut zuwendet, scheint einleuchtend. Noch heute wird der Originalkessel verwendet, nach dem der niederländische Vodka benannt ist. Seit über dreihundert Jahren wird in der Schöpferfamilie Nolet das Originalrezeptbuch von Generation zu Genration weitergegeben und innovativ ausgebaut. Auch die Destilliermethoden haben ihre Ursprünglichkeit beibehalten.

Für das Modern Craft Project wurde in Kooperation mit dem Kreativ-Magazin Wallpaper ein Virtuose, eine Virtuosin der Handwerkskunst gesucht, der oder die es vermag die Modernität des 21. Jahrhunderts mit traditioneller Arbeit zu verbinden und zu personifizieren. Diese oder dieser Craftsman konnte das Handwerk des Schuhmachers oder Tischlers gleichermaßen wie des Uhrmacher ausüben.

Hauptsache, der persönliche Fingerabdruck und die Qualität ist in allen handwerklichen Arbeiten verkörpert. Die Teilnahme war offen für alle, die eine gewisse Begabung in ihrem Metier mitbrachten und natürlich: in ihrem Design, ihrer Arbeitsweise und ihren Visionen Tradition und Zeitgeist synthetisieren. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch in Australien, Brasilien, Großbritannien und den USA wurde nach leuchtenden Beispielen der Handwerkskunst gesucht.

Die Finalisten und ihre Bewerter

Alle sechs Kandidaten der engeren Auswahl repräsentierten verschiedene Bereiche moderner Craftsmen. Unter den fünf Mitstreitern des Gewinners gehörten Chrish & Jenny Klose, die hochwertige Papeterie herstellen und Magnus Mewes, der aus alten Wein- und Whisky Fässern edle Stühle anfertigt. Die Tischlerei Uniic Team beschäftigt sich ebenfalls mit Holz und fertig robuste Tische an, die aus jeweils einem ganzen Teil eines Baumes bestehen. Milena A. K. Kling wendet sich in ihrer Arbeit den Materialien Glas und Kupfer zu und entwickelt aus diesen unverwechselbare Schöpfungen. Exzellente Recycling Kunst präsentierten Sheryl Leisner und Lukasz Miller, die aus Altmaterial neue Lampen und Möbel entwerfen.

Behaupten mussten sich die Bewerber vor einer hochkarätigen Jury. Die deutsche Jury, unter anderem mit Tom Littlewood, Chefredakteur von Vice Deutschland, entschied über die ersten zehn Kandidaten. Englische Jurymitglieder trafen die Entscheidung über den Einzug ins Finale und erst die globale Jury durfte über den finalen Gewinner entscheiden.

Der Auserwählte

Der aus der Schweiz stammende Wahlberliner Daniel Heer, der seit 2007 in seinem Atelier in Berlin einzigartige Lederwaren und Rosshaarmatratzen herstellt, überzeugte vor allem mit seiner Lederkunst. Aufgewachsen in einer traditionellen Sattlerfamilie lehrte ihm sein Vater das Handwerk des Sattlers, wodurch Heer auf eine lange Familientradition des Leder und Rosshaar Handwerkes zurückblickt. So gründete sein Großvater im Jahr 1907 in Luzern bereits die Heer Sattlerei. Schlichte Ledertaschen, stilvolle Matratzen aus Rosshaar und unverwechselbare Betten und Tische sollen nur einige genannte Designs aus Daniel Heers Repertoire sein, die bereits internationale Kunden anfragen.

In all seinen Kreationen ist eindeutig zu erkennen, wie Daniel Heer ihnen stets den Geist bewahrter Tradition einhaucht, ohne zum zeitgenössischen en vogue abzudriften. Seine Arbeiten sind gleichermaßen funktional wie ästhetisch, außergewöhnlich wie auch klassisch. Klare Linien, altbewährte und traditionelle Arbeitstechniken und pure Materialien tragen zu dieser stilvollen Gesamtkomposition bei – eine Rarität im heutigen Designgewerbe.

Ganz im Sinne der Traditionsbewahrung will Daniel Heer das Preisgeld nutzen, um sein Wissen an junge Leute weiterzugeben.

Bildquelle: Häberlein & Mauerer

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