Preis für den Mixologen des Jahres 2012 bei den Mixology Bar Awards: Klaus Stephan Rainer, München.

Wettbewerbe 9.2.2012 2 comments

Eine perfekte Mischung, so soll es sein. Zurückhaltend und präsent, erfrischend und tiefgründig. Klassisch und kreativ, verspielt und perfekt zugleich. Inhalt und Präsentation, bedeutsam und überraschend. Wie der Drink, so der Mixologe. Die Goldene Bar im Haus der Kunst aus München hat ihn.

Die Kandidaten für die Auszeichnung des Mixologen des Jahres sind rar. Hier geht es um einen gestandenen Gastgeber, der sein Handwerk beherrscht, seine Gäste kennt und seine Rezepturen stets hinterfragt. Er ist mit allen Schnäpsen gewaschen und seine Aura belebt die Bar.
Der Mixologe des Jahres ist kein Infusions-Millionär mit Holunder-Froschschenkel-Sauerkraut-Elixier, er benötigt keine 40 Aromatic Bitters für sein Backboard und er schwatzt seinen Gästen nicht seine neuen Kreationen à la Pfifferling-Sake-Swizzle auf.
Hier sind Erwachsene gefragt, die Blut, Schweiß und Tränen vom Tresen gewaschen haben, um daraus die perfekte Bloody Mary zu bereiten. Wir brauchen Bartender, die den individuellen Dienst am Gast genauso beherrschen, wie den Rock´n´Roll für 100 Durstige zugleich. Ein Herz für die Klassiker und eine Gier nach der Dynamik der modernen Drink-Kultur. Und dazu stets Auge, Herz und Geist für den Gast.

Wenn ein Bartender in GSA-Land den Titel des Mixologen des Jahres 2012 zu Recht trägt, so ist es Klaus St. Rainer aus seiner Wirkungsstätte „Goldene Bar“ im Haus der Kunst zu München. Diese Meinung manifestierte die Jury der Mixology Bar Awards in ihrem Urteil in Person von Juror Markus Blattner aus der Widder Bar in Zürich, der bekennt: „Klaus St. Rainer ist eine Bereicherung für seine Gäste und für die deutschsprachige Barszene. Ein hoch talentierter Bartender mit Vorbildcharakter, der nicht stehen bleibt und immer das Neue sucht“.
Klaus St. Rainer sucht nicht nur das Neue, er findet es, seit er 1986 im Hotel Bayrischer Hof in München seine gastronomische Karriere begann, die später hinter dem Tresen in Schumanns Bar reifte und durch gestandene Kollegen, wie Stefan Gabányi, vorangetrieben wurde.

Kunst, Karaffen und Körperbemalung

Heute prägt Klaus St. Rainer selbst eine neue Generation von Bartendern. Er wirkte bei der deutschen Übersetzung von Jerry Thomas´ Bartender Guide mit, fertigt seine selbst gestalteten, perfektionierten Cocktail-Shaker in der Josef Rainer Shakermanufaktur und zählte zu den Gründungsmitgliedern des Münchner Barzirkel, der sich gemeinsame Fortbildung und vielseitige cocktailtechnische Erkundungen auf die Fahnen schreibt.
Seit 2010 führt er seine eigene Bar, in der er im Haus der Kunst die Brücke schlägt, zwischen gestalterischer Kreativität und der Kunst im Glas. Barflys, Connaisseurs und Kulturbeflissene schätzen die Ergebnisse, von denen einige dem Faible des Barmannes huldigen. Dem geheimnisvoll-berüchtigten Street-Art-Man aus Bristol, Banksy, widmet Rainer einen gleichnamigen Drink mit weißem Rum, Ananassaft und frischem Kokosnusswasser. Einige besondere Originale trägt unser Preisträger unter die Haut gestochen.
Seiner Auszeichnung zum Mixologen des Jahres folgte eine Unzahl von Glückwünschen, noch am selben Abend, den er in Berlin beging. „Der Preis wurde lange und hart im und zusammen mit dem Stagger Lee gefeiert. Eine ganze Kiste Chartreuse Verte musste herhalten, während Schnittchen-Mutti für das Catering sorgte“.
Den Preis bewahrt er in seinem mixologischen Labor auf, wo er täglichen Ansporn findet, um in seiner Bar die tougheste Truppe der Nation aufzustellen und auf einen grandiosen Dienst am Gast einzustimmen. So erwarten wir aus dieser Schule bald den nächsten großartigen Mixologen, wie der Preisträger selbst ankündigt: „Flexibel, mit höchster Professionalität und unglaublichem Spaß“.

 

Weitere Informationen: goldenebar.de

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