Von Cocktailgeschichten und künstlerischer Kreativität hinter der Bar. Ein Interview mit René Förster.

Wettbewerbe 9.6.2012 1 Kommentar

Mit einer Sazerac-Variation in die Heimat des Sazerac. Von Sachsen nach Louisiana auf den Schwingen eines Klassikers aus Italien. Der Barchef der „Twist Bar“ hat den richtigen Twist erwischt und Campari Liquid Art gewonnen.

René Förster fliegt – und zwar nach New Orleans zu den Tales of the Cocktail. Nachdem er den Campari Liquid Art Wettbewerb mit seiner Kreation, dem Sazeroni, für sich entschied, ist René Förster nun stolzer Gewinner der Reise in die Stadt der Jazzmusik zu einem der wohl bekanntesten Barkultur-Festivals weltweit. Wir haben ihn nach seinem Erfolgsrezept befragt:

René, der Campari Liquid Art Wettbewerb versteht sich als Kunstform, würdest du dich selbst auch als Künstler hinter der Bar bezeichnen?

Ein künstlerischer Schaffensprozess ist es in jedem Fall. Vergleichbar mit der Kochkunst. Ich selbst würde mich beispielsweise als Koch der ausschließlich liquiden und zumeist alkoholischen Zutaten bezeichnen.

Was genau erwartest du dir von der Reise nach New Orleans zu den Tales of the Cocktail?

Einmal in die Vereinigten Staaten von Amerika zu reisen, steht schon seit Längerem auf meiner Agenda. Dass mir das nun durch den Sieg beim Campari Liquid Art Wettbewerb ermöglicht wird und ich zusätzlich das Festival besuchen werde, ist mehr als ein glücklicher Zufall und die Erfüllung eines großen Traums. Ich erhoffe mir viele spannende Inspirationen, Eindrücke und Networking-Möglichkeiten, die mir erlauben, meine neu gewonnenen Erfahrungen gezielt für neue Projekte in Deutschland umzusetzen und zu nutzen.

Wie genau kam es zur Kreation des Sazeroni?

Bei mir entstehen innovative Ideen meist durch die Neuinterpretation klassischer Drinks. So war es auch mit dem Sazeroni – eine Synergie aus Sazerac und Negroni. Die Vorgaben des Wettbewerbs (2 cl Campari und 2 cl weinbasierte Zutaten) führten mich zur Beifügung von Cognac – diese Kombination halte ich persönlich für unschlagbar. Parfümiert mit Absinth und einem Dash Grapefruit Bitter, ergab sich somit für den Juror Peter Dorelli sogar „The Marriott in Heaven“.

Empfiehlst du diesen Drink deinen Gästen an der Bar oder steht er auf der Getränkekarte?

Noch steht er nicht auf der Karte, das ist aber in Planung. Bis dahin werde ich ihn weiterhin empfehlen.

Weißt du von Kollegen, die den Sazeroni bereits in ihr Getränkeangebot aufgenommen haben?

Aktuell noch nicht, allerdings hatte ich bereits einige Anfragen. Ich hoffe, dass sich der Sazeroni irgendwann genauso etabliert wie der Gin Basil Smash von Joerg Meyer. Am Ende ist es dann auch ein Stück weit Zukunftsmusik, die Campari dirigiert.

Vielen Dank für das Gespräch.

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