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Blend im Trend? Whisky zum selber basteln.

Whisk(e)y 22.3.2012

„Destillieren ist eine Wissenschaft. Blenden ist eine Kunst“, lautet die goldene Weisheit des sorgsamen Zusammenmengens von Whisky zu einem spannenden Single Malt oder einem eleganten Blended Scotch. Blend Master komponiert dann das finale Produkt. Die Firma „Whisky Blender“ erlaubt nun jedem Whisky-Liebhaber, auch ohne umfangreiche Kenntnisse, die Künste eines Master Blenders zu imitieren.

So ganz neu ist der Gedanke nicht, dass sich der Kunde auf der Website eines Unternehmens durch die Menüs arbeitet, um sich eine möglichst genussvolle Eigenkreation zusammenzumischen.

Die heitere Idee stammt aus Schottland, wo das Unternehmen McWhiskersons of Bothwell die Marke „Whisky Blender“ ins Leben rief. Sieben Basis Whiskys stehen zur Verfügung, mit denen ein formschöner 700 ml Dekanter befüllt werden kann. In Schritten zu 10 oder 100 ml wählt man die Elixiere mit den Namen „Angebrannter Pudding“, „Geschmack der See“ oder „Banana Split“, um damit virtuell nach Belieben zu panschen. Die Zusammenstellung der sieben Grundprodukte verantwortet John Lamond, Getränkeautor und Keeper of the Quaich, der ehrenvollen Gesellschaft, die sich der Förderung der Whisky-Kultur verschreibt.

Auf die Etikette kommt es an

Der Vorgang ist ansprechend gestaltet und so füllt sich die Flasche und die Farbe der Flüssigkeit verändert sich, je nach verwendetem Destillat. Die Preise der sieben Zutaten sind verschieden und so kosten 10 ml zwischen einem halben und einem ganzen britischen Pfund. Durchschnittlich ca. 60 Euro gilt es, je Flasche zu kalkulieren. Hinzu kommen noch die Versandkosten, die in der internationalen Spirituosenverschickung bekanntermaßen üppig zu Buche schlagen. Im Falle unserer Whiskyflasche, wenn es nach Deutschland geht, kommen weitere 18 Euro hinzu.

Den womöglich wichtigsten Schritt, dem gerne ein Hauch von Pathos beiwohnt, stellt die Beschriftung des Etiketts dar. Wahren Whisky-Liebhabern kommt es in der Regel eher auf den Inhalt an, für Whisky Blender wird wohl die möglichst originelle oder individuelle Beschriftung des Etiketts die größte Rolle spielen. Zudem darf man sich noch ganz persönlich mit Namen auf der Flasche verewigen. Fertig ist das Blendwerk.

Flasche und Etikett bieten einen durchaus erfreulichen Anblick und so eignet sich Whisky Blender als originelles Geschenk. Eventuell auch als Gag für die eigene Bar, wenn sie entsprechend auf dem Etikett zur Geltung gebracht wird.

Wer selber einmal blenden mag, dem sei zum Erwerb eines Malt mit deutlichen Sherry-Noten und einer weiteren Flasche, die eher der Bourbonfass-Reifung entstammt, geraten. Beide in behutsamen Dosen miteinander zu kombinieren, kann zu hochinteressanten sensorischen Erfahrungen führen.

Weitere Informationen: whiskyblender.com

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