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Das Amo im Amano Hotel in Berlin | Mixology - Magazin für Barkultur

Amo Bar: Amano Group & Kinly Boys legen los!

Es hat gedauert, sehr lang gedauert, doch nach viel Baustellen-Trouble hat die Amo Bar im neuen Amo by Amano Hotel endlich ihre Türen geöffnet. Und die Bar im neuen Amano-Flaggschiff wird nicht von irgendwem bespielt, sondern von den Kinly Boys und ihrem neuen Berliner Barchef Jonas Stein.

Es ist nicht so, dass die Hausnummer Friedrichstraße 113 für die Berliner Amano Group erst jetzt wichtig wird. Schließlich befanden sich hier bereits die inzwischen legendäre erste »G&T Bar« (inzwischen wiedergeboren im Amano-Hotel Zoë am Hackeschen Markt) und auch das leicht anarchische Restaurantprojekt »Rocco & Sanny«. Ebenjener Laden hat sogar eine für MIXOLOGY besondere Bedeutung – wurde doch dort seinerzeit zum Bar Convent Berlin 2012 das zehnjährige Bestehen des Magazins gefeiert. Und zwar mehr als feucht-fröhlich.

Amo Bar: Im Epizentrum. Im Keller.

Nun, nach langer Zeit aus erst Warten und dann szeneinternem Grundrauschen, wird es mehr als konkret, tatsächlich geht es jetzt sogar ziemlich schnell: Seit 13. Juni ist das neue Flaggschiff der Berliner Gastrogruppe im Soft Opening geöffnet, als Amo by Amano, inklusive der gleichnamigen Amo Bar. Eben in bester Friedrichstraßenlage, direkt zwischen Friedrichstadt-Palast und Oranienburger Tor. Also im Epizentrum von Berlin-Mitte – dafür aber im Keller.

Dass der Fokus ganz bewusst auf ein hochwertiges F&B-Konzept gelegt wird, ist weder neu noch verwunderlich. Schließlich ist es seit Eröffnung des ersten Amano wichtigstes Markenzeichen des Unternehmens, in seinen Häusern nicht nur klaren Fokus auf zeitgemäße Lösungen in Sachen Drinks und Essen zu setzen, sondern auch den Anspruch zu haben, das Restaurants und Bars der Hotels sich als regulärer Teil der Berliner Gastroszene etablieren.

»Schon seit mehreren Monaten betreuen Möhring und Soffner die Entwicklung der Bar – nicht nur in Sachen Cocktailkarte, sondern ganzheitlich.«

Amo Bar im Amo Hotel | Mixology Magazin für Barkultur

Die Kinly Boys machen die Amo Bar

Dass das auch diesmal gelingt, sollte eigentlich fast ein Selbstläufer sein: Das israelische, im Gegensatz zum Hoteleingang direkt an der Straße gelegene Restaurant »Joseph« (Eröffnung demnächst) dürfte dazu seinen Teil auf der Food-Ebene beisteuern. Entwickelt wurde die Idee für das Restaurant von Yossi Edal und den Frankfurter Ardinast-Brüdern, betrieben wird es künftig von einer Amano-eigenen Küchencrew.

Genauso vertraut und vertrauenserweckend ist aber auch das Triumvirat hinter der Amo Bar.

Dort nämlich zeichnen die beiden obersten »Kinly Boys« René Soffner und Johannes Möhring für die komplette Realisierung des Barkonzepts verantwortlich. Schon seit mehreren Monaten betreuen Möhring und Soffner gemeinsam mit Patrizia Kayat (Amano Group) die Entwicklung der Bar – nicht nur in Sachen Cocktailkarte, sondern ganzheitlich. Komplettiert wird diese »Underground Lovestory« aus Berlin, München und Frankfurt durch den zu Anfang Juni verpflichteten Barchef der Amo Bar, Jonas Stein.

Stein ist selbst ein reichlich beschriebenes Blatt in der heimischen Szene. Er entstammt dem fast einzigartigen Zirkel von Willi Schöllmann in Offenburg, der im Laufe der Jahre zahlreiche prägende, innovative Barleute hervorgebracht hat. Nach langen Jahren im Schöllmann’s und einem Zwischenstopp im Mannheimer Hagestolz zog es Stein vor gut einem Jahr nach Berlin, zunächst als Barchef in die Kantine Kohlmann.

Kinly Cocktails im Amo im Amano Hotel in Berlin | Mixology - Magazin für Barkultur
Kinly Cocktails im Amo im Amano Hotel in Berlin | ©tyguzy.com

Amo Bar im Amano Hotel

Friedrichstraße 113
10117 Berlin

Frankfurter #BHFVRTL und Münchner Glockenbach in Mitte

Für den Launch der Bar erwartet die durstigen Barflys in der Amo Bar daher ganz passend eine Karte, die klare Bezüge setzt zu den Drink-Konzepten und der Arbeitsweise im Münchener Ménage und in der Frankfurter Kinly Bar: Cocktails wie der »Louis Highball«, »Barrio Libre« und der schon fast als moderner Klassiker etablierte »Butterfly Mojito« zieren die kleine Eröffnungskarte und dürften dem einen oder anderen Barfly bereits vertraut sein. Und nicht nur die Cocktails, sondern auch der generelle Stil aus dem Kinly-Kosmos, der da heißt: Drinks auf aktuellstem technischen und handwerklichen Niveau und mit Forschergeist, aber ohne den Gast damit zu missionieren. Wer künftig in Berlin hochgradig progressive Drinks genießen möchte, die mit einem Lächeln anstatt mit einem Vortrag über Ultraschallgeräte oder Vakuumpumpen serviert werden – der dürfte am Tresen von Jonas Stein in der neuen Amo Bar wahrscheinlich ziemlich richtig sein. Im Sommer sogar auf der Terrasse. Und für alle, denen es zu warm ist, eben im Keller. Auch das ist ja so ein bisschen Kinly-Style.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14. Juni 2019 aktualisiert.

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Credits

Foto: Amano Group

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