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Das Angels‘ Share in Basel ist die beste Bar der Schweiz

Angels‘ Share: Wie aus einer Whiskybar die beste Cocktailbar der Schweiz wurde

In nur vier Jahren hat sich das Basler Angels’ Share einen hervorragenden Ruf erarbeitet und wurde in diesem Jahr mehrfach zur besten Bar der Schweiz gekürt. Dabei wollten sie doch eigentlich eine Whiskybar sein. Was ist passiert? Wir haben nachgefragt.

Das Angels’ Share, das weiß heute so gut wie jeder, ist eine Cocktailbar. Und eine ziemlich gute noch dazu. Trotzdem war das nicht unbedingt so geplant. „Als wir vor vier Jahren aufgemacht haben, wollten wir eine geile Whiskybar mit guten Drinks sein. Jetzt sind wir wir eine gute Cocktailbar, die auch viele Whiskys hat“, erklärt Christoph Stamm alias Chutz, der gemeinsam mit Roger Grüter die Basler Bar betreibt. „Es hat sich herausgestellt, dass wir das mit den Drinks so gut können“, scherzt der an sich gelernte Tierpfleger.

Das Angels‘ Share in Basel ist die beste Bar der Schweiz
Das Angels‘ Share in Basel ist die beste Bar der Schweiz

Angels’ Share mit rasantem Aufstieg

Als Stamm und Grüter die Bar eröffneten, war die Klientel noch nicht bereit für das, was die beiden Bar-Quereinsteiger in ihrer Bar treiben. Damals kannten Gäste vorwiegend klassische Dauerbrenner wie Caipirinha, Whisky Sour oder Mojito. Innovative Bars musste man im Ländle suchen. „Wir haben schon zu Beginn viel experimentiert und sind mit unseren liquiden Ideen vorgeprescht, aber nicht richtig verstanden worden. Erst langsam konnten wir die Gäste mitnehmen“, hält Christoph Stamm fest. Mittlerweile sind nationale Stammgäste wie internationales Klientel auf den Geschmack der speziellen Drinks im Angels’ Share gekommen. Anfang des Monats, wenn die monatlich wechselnde Karte mit zehn neuen experimentellen Drinks erscheint, „kommen manche Gäste – ziemlich gut vorbereitet – mit einem Kartenausdruck und darauf markierten Trinkwünschen zu uns. Das freut, fordert und spornt uns an“.

Dass die kleine, holzvertäfelte Bar dieses Jahr einen Preisregen über sich ergehen lassen durfte, vermindert den Andrang nicht unbedingt. Bei den MIXOLOGY Bar Awards im Oktober bekam man den Preis für die beste Schweizer Bar verliehen, das Falstaff Magazin kürte das Angels’ Share zur besten Bar in der Kategorie American Bar. Ein Ansporn, um weiterhin an ausbalancierten Drinks zu tüfteln, um Schritt zu halten mit den Ansprüchen, die nun an eine ausgezeichnete Bar gestellt werden.

Im Angels’ Share gibt es immer eine Alternative

„Gäste, die die beste Bar der Schweiz besuchen, erwarten nicht einfach eine Bar. Sie meinen, da gäbe es Zauberei. Diese Erwartung wollen wir erfüllen, indem wir sie an ihrem Abend bei uns glücklich machen.“ Einhelliges Credo: Ein Nein ist keine Antwort, eine Alternative gibt es immer. „Auch wenn sie nicht unseren Ansprüchen entspricht. Der Gast muss zufrieden sein. Wenn die Minze für Mojito fehlt, weil gerade keine gute erhältlich ist, dann lassen wir uns einfallen“, so der Weinliebhaber Chutz überzeugt. Neuerdings und nebenbei vinifizieren er und sein Bruder, Önologe und Kellermeister im Weingut Frauenkopf, Weine, wie sie sie lieben: „Exklusive Single Barrel Weine aus Chardonnay und im nächsten Jahr Pinot Gris und Pinot Noir.“

Das Team in Angels' Share (vlnr): Rebekka Anna Salzmann, Roger Grüter, Christoph Stamm, Chloé Merz

Angels’ Share

Feldbergstrasse 51
4057 Schweiz

Montag – Samstag 17:00 - 1:00 Uhr Sonntag geschlossen

Auch die Newcomerin des Jahres arbeitet im Angels’ Share

Im Laufe der Zeit kam nämlich ein Damen-Duo in die gediegene Bar, in der gerne Jazz und Blues läuft. Mit Chloé Merz und Rebekka Anna Salzmann ist man zu einem Tresen-Quartett angewachsen. Rebekka Anna Salzmann wurde bei den diesjährigen MIXOLOGY Bar Awards als Newcomerin des Jahres ausgezeichnet. „Die weibliche Note tut uns sicherlich gut. Aber die Wahl für beide hatte nichts mit dem Geschlecht zu tun“, so die Entscheidung für die beiden Damen aufgrund ihrer Persönlichkeiten und Eignungen. „Bei Rebekka waren wir gerade nicht auf der Suche, aber gutes Personal zu finden ist schwierig, da muss man zugreifen.“

Während der Sommermonate unterhält das Angels’ Share die Quarterdeck Bar am Rheinischen Ufer im Hafen. „Eine andere Baustelle und bestimmt kein zweites Angels’ Share, aber wichtig für uns und das Team“, so Christoph Stamm. Neu ist auch die rigorose Reduktion des mit rund 300 Produkten überdimensionierten Whisky-Sortiments aufgrund geringerer Nachfrage – wie auch einer gewissen Kostspieligkeit. „Alles, was gut ist, kann man nicht mehr bezahlen, und geschulten Gästen aus Whiskyclubs kann man sowieso nichts Spannendes bieten. Ein kleines, überschaubares Sortiment wie bei anderen Spirituosen macht wirklich mehr Sinn“.

Irgendwie auch ein schlüssiger Schritt. Schließlich ist die Bar in Basel – bei der „das mit den Cocktails ja so gut funktioniert“ – mehr Cocktailbar denn je.

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Credits

Foto: PR

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