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Was wir wieder trinken wollen: Argyle Punch aus dem Le Lion

Eigentlich heißt unsere Rubrik „Fünf Signatures von der Barkarte“. Die Barkarten verstauben jedoch momentan in geschlossenen Bars. Und mit ihnen Drinks, die wir hoffentlich bald wieder trinken werden. Wie der „Argyle Punch“, ein Gin-Cocktail aus dem Le Lion in Hamburg.

Welcher Cocktail der meistverkaufte im Hamburger Le Lion ist, darüber muss man nicht lange spekulieren: Es ist ein ziemlich grünes Getränk.

Es gibt in der Wiege des Gin Basil Smash aber auch ein sehr rotes Getränk, und tatsächlich gehört der Argyle Punch – so sein Name – seit einem knappen Jahr zu den Top Ten der Drinks in der Hamburger Bar.

Argyle Punch, die Erdbeersahneschnitte

Erfunden hat diesen Drink aber nicht Hausherr Joerg Meyer, sondern Bartender Sascha Geiersberg. „Er ist mehr oder weniger spontan in der Küche entstanden – so ’spontan‘ wie es bei einem Milk Punch eben geht“, erklärt der Erfinder. „Als eine Person, die selber sehr selten Gin trinkt, habe ich genau die Zutaten vereint, die mir in Gin-Drinks gefallen und wie ich sie gern trinke. Gin braucht für meinen Geschmack auf jeden Fall Wermut an der Seite, aber auch eine kräftige Säure – und darf gerne durch einen Tee oder einen Filler verlängert werden. Das ganze vereint ergibt einen Cocktail, der viel zu bieten hat und dennoch leicht zu verstehen ist.“

Gin, roter Wermut, Rooibos Vanille Tee, Zitrone, Zuckersirup und Milch ergeben so am Ende die Rezeptur des Argyle Punch. Die Bar-Manager im Le Lion brachten das Aroma des fertigen Drinks letztlich schnell auf einen kleinen Nenner: „Erdbeersahneschnitte“, grinst Geiersberg, „Ohne viel Schnick-Schnack im Glas ist das auch genau die perfekte Beschreibung für den Punch. Er ist schwer und fruchtig-leicht zugleich. Der Gin ist deutlich zu schmecken und dennoch nicht dominant.“

Argyle Punch

Zutaten

70 cl Hepple Gin
30 cl Martini Riserva Speciale Rubino
50 cl Rooibos Vanilletee
25 cl Zitronensaft
15 cl Rohrzuckersirup
50 cl Bio-Vollmilch

Argyle Punch der erste Premix im Le Lion

Benannt ist der Punch im Übrigen nach einer Diamantenmine in Australien, da die Farbe des Getränks das Team im Le Lion an einen Edelstein erinnert habe. Eine besondere Ehre wurde dem roten Cocktail, der auch durch seine Präsentation im Tumbler auf Eis durchaus mit einem Negroni verwechselt werden kann, dann noch zu Teil: Er ist der erste Premix-Cocktail im Le Lion.

Joerg Meyer riet zuvor lediglich auf eine kleine Änderung der Rezeptur, nämlich den Gin-Anteil um etwa 2 cl pro Portion zu erhöhen. „Seitdem trägt er den Zusatz ‚Wacholdererdebeersahneschnitte’“, so Sascha Geiersberg.

Und die lässt sich gerade in Zeiten von Corona ganz gut vertragen. Wir könnten den Argyle Punch daher auch notgedrungen Coronawacholdererdbeersahneschnitte nennen.

Credits

Foto: Le Lion

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