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Bar Convent Berlin 2022

Bar Convent Berlin 2022: „Wir spüren besonders beim internationalen Publikum viel Vorfreude!“

Beim Bar Convent Berlin machen sich Zuversicht und Vorfreude auf die Messe im Oktober bemerkbar. Denn nach der Wiederauferstehung 2021 gilt es dieses Jahr, ein Gefühl von »Back To Normal« mit dem Drang nach vorn zu verbinden. Im Interview erläutert BCB-Direktorin Petra Lassahn, was Besucher und Aussteller auf dem Bar Convent Berlin 2022 vom 10 .- 12. Oktober erwarten können.

MIXOLOGY: Liebe Petra, der Bar Convent Berlin ist 2021 nach einem Jahr der Zwangspause wieder an den Start gegangen, überdies an neuer Location auf der Messe Berlin. Wie war die Resonanz der Besucher und Aussteller?

Petra Lassahn: Wir waren in der Tat nicht nur selbst sehr zufrieden, sondern haben von beiden Seiten – Aussteller und Besucher – sehr viel positives Feedback erhalten. Die Menschen wollen sich einfach wieder persönlich begegnen, wir bieten ihnen diese Möglichkeit.

MIXOLOGY: Insgesamt ist dieses Jahr bislang das Jahr der Normalisierung. Geht auch der BCB 2022 weiter in Richtung Back To Normal? Plant ihr die Messe dieses Jahr noch mit irgendwelchen Beschränkungen oder wird es sich wieder anfühlen wie 2019?

Petra Lassahn: In jedem Fall spüren wir, besonders vom internationalen Publikum, extrem viel Vorfreude. Das spornt uns natürlich an! Das Aussehen und das Erscheinungsbild des BCB werden wieder mehr wie früher sein, es wird mehr zu sehen sein. Letztes Jahr mussten wir noch viel reduzieren. Was etwaige Beschränkungen angeht, muss man natürlich in den kommenden Wochen die Presse verfolgen. Aber die Zeichen aus der Politik sind an sich recht deutlich, es wird zumindest keine Schließungen mehr geben. Und wenn es doch wieder zu Herausforderungen kommen sollte: Wir müssen damit umgehen. Und wir können das auch.

»Besonders freuen wir uns außerdem, dass dieses Mal wieder mehr der großen Firmen dabei sein werden, z. B. Beam Suntory, Brown Forman, Campari, Diageo, Pernod Ricard Deutschland, Thomas Henry und viele mehr. Die Mischung aus großen und kleinen Ausstellern ist immer ein besonderes Merkmal des BCB gewesen.«

— Petra Lassahn

MIXOLOGY: Wird es noch so etwas wie eine 3G- oder 2G-Regel geben?

Petra Lassahn: Diese Frage stellt man sich aktuell ja fast überall. Letztlich hat niemand die sprichwörtliche Glaskugel zur Verfügung. Es kann natürlich sein, dass wir wieder zu einer (aktuell nicht geplanten) Maskenpflicht in Innenräumen zurückkommen müssen. Aber Zugangsbeschränkungen im eigentlichen Sinne wird es nach heutigem Stand nicht geben.

MIXOLOGY: Wie viele Aussteller werden dieses Jahr dabei sein?

Petra Lassahn: Letztes Jahr waren es 210. Dieses Jahr planen wir mit einem Volumen von 450 Ausstellern, womit wir tatsächlich wieder auf dem Niveau von 2019 wären, also dem letzten Jahr vor der Krise. Besonders freuen wir uns außerdem, dass dieses Mal wieder mehr der großen Firmen dabei sein werden, z. B. Beam Suntory, Brown Forman, Campari, Diageo, Pernod Ricard Deutschland, Thomas Henry und viele mehr. Die Mischung aus großen und kleinen Ausstellern ist immer ein besonderes Merkmal des BCB gewesen.

MIXOLOGY: Mehr Aussteller bedeuten auch mehr Fläche, mehr Raum. Wie viele Messeflächen kommen im Vergleich zum Vorjahr noch hinzu?

Petra Lassahn: Letztes Jahr hatten wir im Messegelände Berlin das Palais und beide »Hauptflügel«, die Hallen 18 und 20. Das Palais hat sich dabei schnell als Zentrum und Herz des Events herauskristallisiert, das werden wir so beibehalten: Dort wird es wieder Co-Working-Bereiche geben, von dort gelangt man in den Innenhof, dort trifft man sich einfach. Aber natürlich vergrößern wir die Fläche, es wird weitere Hallen geben, die man aber – auch bei herbstlichem Wetter – alle trockenen Fußes erreichen kann.

»Wir setzen das Thema »Urban Gardening« vom letzten Jahr fort, da wird es Angebote rund um Kräuterkunde geben. Ein weiterer Schwerpunkt ist Foodpairing. Hinzu kommt die Aperitivo Bar mit dem Team vom 14 De La Rosa aus Barcelona.«

— Petra Lassahn

Petra Lassahn im Interview
BCB-Direktorin Petra Lassahn blickt zuversichtlich auf das zweite Jahr auf dem Messegelände

MIXOLOGY: Der Brite Angus Winchester gestaltet erneut das Bühnenprogramm. Welche »großen Namen« unter den Rednern sind schon bestätigt?

Petra Lassahn: Angus ist der Programmdirektor, hat aber dieses Jahr Verstärkung bekommen: Zusammen mit unserem Brand Ambassador Damien Guichard und der griechischen Expertin Eleni Nikoloulia bildet er das dreiköpfige »Board of Education«, das das gesamte Bühnenprogramm kuratiert. So gewährleisten wir ein vielfältiges inhaltliches Angebot für alle Zielgruppen und Bedürfnisse. Bestätigt sind als Redner für die Stages auf jeden Fall z.B. schon die Teams des Little Red Door (Frankreich), aus der Atlas Bar (Singapur) und vom Alquímico aus Cartagena in Kolumbien.

MIXOLOGY: Das Gastland dieses Jahr ist Dänemark. Worauf können sich die Besucher freuen?

Petra Lassahn: Wir versuchen immer im Wechsel Europa und andere Kontinente abzubilden. Die Dänen wären eigentlich 2020 »dran« gewesen und mussten nun zwei Jahre warten. Und wir freuen uns sehr auf sie: Einerseits ist die Kopenhagener Szene eine der spannendsten überhaupt. Und andererseits wird die aufregende dänische Spirituosenlandschaft gesondert in einem Pavillon zur Geltung kommen, u.a. mit der Copenhagen Distillery, CpH Vodka oder A Clean Spirit. Und etwas ganz Besonderes gibt es von der Kopenhagener Bar Kyros & Co, die ein Speakeasy auf der Messe anbietet. Dazu wird aber nicht mehr verraten, es ist ja ein Speakeasy (lacht).

MIXOLOGY: Welche inhaltlichen Schwerpunkte bietet das Programm abseits des Gastlands?

Petra Lassahn: Wir setzen das Thema »Urban Gardening« vom letzten Jahr fort, da wird es Angebote rund um Kräuterkunde geben. Ein weiterer Schwerpunkt ist Foodpairing. Hinzu kommt die Aperitivo Bar mit dem Team vom 14 De La Rosa aus Barcelona. Und selbstverständlich geht es auf den Bühnen viel um Aspekte wie Mindful Drinking, Veränderungen des Arbeitsumfeldes sowie um Nachhaltigkeit. In unseren Augen sind das alles wichtige Themen, die nicht nur einen kurzen Hype erfahren, sondern in den nächsten Jahren von zentraler Bedeutung sein werden.

»Das Rahmenprogramm haben wir ja letztes Jahr zum ersten Mal aktiv mitgestaltet. Diesen Aspekt der Dezentralisierung setzen wir fort und haben vor, die Side Events noch mehr zu einer Institution zu machen.«

— Petra Lassahn

MIXOLOGY: Der BCB arbeitet erstmals mit der Deutschen Barkeeper Union zusammen. Was darf man davon erwarten?

Petra Lassahn: Ja, die DBU bekommt tatsächlich eine eigene Fläche samt eigener kleiner Bühne in Halle 11. Geplant sind dort eher weniger Vorträge, sondern vor allem eigene Workshops der DBU zu praxisnahen Themen. Hierzu sind wir bereits in engem Austausch mit Mohammad Nazzal von der DBU.

MIXOLOGY: Schaumwein und Champagner stehen in zwei besonderen Tastings auf dem Programm. Was genau verbirgt sich dahinter?

Petra Lassahn: Auf der »Liquid Stage« im Palais gibt es am ersten Messetag ein großes Champagner-Tasting zu Spitzen-Cuvées mit Sascha Speicher, dem Chefredakteur von Meiningers Sommelier. Das Tasting ist grundsätzlich nur für geladene Gäste – wir werden aber fünf Tickets für diese einzigartige Verkostung via Social Media verlosen. Ein vergleichbares Tasting mit dem generellen Thema Schaumwein wird Ilka Lindemann vom Magazin Weinwelt am zweiten Tag abhalten.

MIXOLOGY: Der BCB hört natürlich nicht auf, wenn die Türen der Messe schließen. Was weißt du über Gastschichten und andere Events in den Bars der Stadt?

Petra Lassahn: Klar, das Rahmenprogramm haben wir ja letztes Jahr zum ersten Mal aktiv mitgestaltet. Diesen Aspekt der Dezentralisierung setzen wir fort und haben vor, die Side Events noch mehr zu einer Institution zu machen. Derzeit führen wir dazu noch viele Gespräche, definitiv geplant sind aber schon die Zusammenarbeit mit der Green Door und dem Wax On sowie ein Foodpairing-Event im großartigen Restaurant Barra in Neukölln.

MIXOLOGY: Liebe Petra, das klingt nach einem abwechslungsreichen Bar Convent. Wir danken dir herzlich für das Gespräch!

Bar Convent Berlin

10. – 12. Oktober

Messegelände Berlin

Credits

Foto: Gili Shani (Aufmacher); Bar Convent Berlin

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