Höhe mal Breite mal Geschmack. BMF Bar in Nürnberg.

Bars 27.4.2012 2 comments

Zwischen den Pegnitzauen und dem Stadtteil Johannis liegt das außergewöhnliche Zuhause der BMF Bar. Der Nürnberger Betrieb lädt seit 2006 direkt neben dem Museum der Bayerischen Metallwaren Fabrik (BMF) zu feinen Spirituosen in gemütlich-moderner Atmosphäre ein. Und das auf gerade einmal 60 Quadratmetern.

Bereits von außen betrachtet wird klar, dass diese Bar architektonisch eine Ausnahme in Nürnberg darstellt. Neun Meter hohe Fenster machen den Blick frei auf einen rechteckigen Kubus, der scheinbar endlos in die Höhe schießt. Drinnen wird man sich des außergewöhnlichen Schnitts vollends bewusst. Im knapp vier Meter breiten und zwölf Meter langen Raum erstreckt sich eine lange Bar, parallel zu dieser findet man Platz auf edlen, roten Dinerbänken, jeweils zum Gegenübersitzen zweier Personen gedacht. Heute aber treffen sich die einen oder anderen Gäste auch zu viert in den gemütlichen Sitzecken. Loungemusik und kleine Lampen an den Tischen verstärken die Behaglichkeit und blenden die neun Meter hohen, weißen Wände während eines Gesprächs beinahe aus.

Service mit Stil

Eine klassische Schiefertafel empfiehlt den Louis Cyphre Sour, einen Whiskey Sour mit Geheimzutat, 2010 im eigenen Haus kreiert. Schnell merkt man, dass die unbekannte, angenehme Fruchtigkeit den würzigen Geschmack des Jim Beam Devil’s Cut hervorragend ergänzt. Währenddessen erklärt BMF Gründer und Barchef René die Herstellung der Whiskey Sorte und beantwortet auch den restlichen Abend über kompetent jede Frage. Vom Barhocker aus schweift der Blick über ein sauberes Backboard und einen trotz vollem Betrieb konzentriert arbeitenden Bartender, der statt seiner eigenen Person seine Drinks in den Vordergrund rückt und im richtigen Moment die richtigen Fragen stellt. An der Wand hinter ihm präsentiert sich das ordentliche Sortiment bescheiden auf einem schlichten Bord, passend zum puristischen Design der BMF Bar.

Ein Blick in die Karte offenbart dann die endgültige Vielfalt. Unter anderem lassen 42 Sorten Gin und unzählige Cocktailkreationen keinen Wunsch offen. Selbst der Bierliebhaber kommt hier auf seine Kosten. Das Sortiment ist zwar klein, aber speziell. Wechselnde regionale Helle bieten Abwechslung – und sind in Franken ein Muss.

Mittlerweile tummeln sich einige Gäste sogar auf dem knappen Meter zwischen Bar und Sitzplätzen. Das Publikum ist Anfang dreißig bis sechzig, gut gelaunt und auch donnerstags gerne in der BMF Bar. Die Atmosphäre ist sehr familiär, viele kennen René und lassen sich von ihm ihre Lieblingscocktails zaubern. „In Nürnberg heißt das Motto zurzeit ‚Back to the Classics‘. Die Leute trinken vor allem wieder besonders gerne Gin“, erzählt der Bartender.

Durchdachte Kreationen

Bevor jetzt ein Sparrow‘s Daiquiri den Gaumen erreicht, darf selbstverständlich erst einmal am namengebenden Pyrat Rum XO Reserve geschnuppert werden. Direkt vor den Augen des Gastes eingeschenkt, erweist sich zu guter Letzt auch diese BMF Bar Kreation von 2007 als wohl überlegt komponierte Mischung. Die leichte Süße des Rums und die Säure des frischen Limettensafts gleichen sich gegenseitig aus, ohne sich aufzuheben und der Anteil des Rohrzuckers ist angenehm gering. Dennoch ganz klar ein Drink für Daiquiri Liebhaber. Die junge Bar ist im – was die Barkultur betrifft – eher schlichten Stadtteil Johannis ein echtes Kleinod und in Nürnberg sicher den Gastronomie-Perlen zuzurechnen. Gerade wegen der unauffälligen Lage am Rande des Bezirks und der bescheidenen Präsenz der BMF Bar ist man nach einem Besuch umso überraschter, denn Angebot und Qualität, sowie die gewinnende Atmosphäre im Inneren machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis, das die Erwartungen eindeutig übertrifft.

 

Zwischen den Pegnitzauen und dem Stadtteil Johannis liegt das

außergewöhnliche Zuhause der BMF Bar. Der Nürnberger Betrieb lädt seit 2006

direkt neben dem Museum der Bayerischen Metallwaren Fabrik (BMF) zu feinen

Spirituosen in gemütlich-moderner Atmosphäre ein. Und das auf gerade einmal

60 Quadratmetern.

Bereits von außen betrachtet wird klar, dass diese Bar architektonisch eine

Ausnahme in Nürnberg darstellt. Neun Meter hohe Fenster machen den Blick frei auf

einen rechteckigen Kubus, der scheinbar endlos in die Höhe schießt. Drinnen wird

man sich des außergewöhnlichen Schnitts vollends bewusst. Im knapp vier Meter

breiten und zwölf Meter langen Raum erstreckt sich eine lange Bar, parallel zu dieser

findet man Platz auf edlen, roten Dinerbänken, jeweils zum Gegenübersitzen zweier

Personen gedacht. Heute aber treffen sich die einen oder anderen Gäste auch zu

viert in den gemütlichen Sitzecken. Loungemusik und kleine Lampen an den Tischen

verstärken die Behaglichkeit und blenden die neun Meter hohen, weißen Wände

während eines Gesprächs beinahe aus.

Service mit Stil

Eine klassische Schiefertafel empfiehlt den Louis Cyphre Sour, einen Whiskey Sour

mit Geheimzutat, 2010 im eigenen Haus kreiert. Schnell merkt man, dass die

unbekannte, angenehme Fruchtigkeit den würzigen Geschmack des Jim Beam

Devil’s Cut hervorragend ergänzt. Währenddessen erklärt BMF Gründer und Barchef

René die Herstellung der Whiskey Sorte und beantwortet auch den restlichen Abend

über kompetent jede Frage. Vom Barhocker aus schweift der Blick über ein sauberes

Backboard und einen trotz vollem Betrieb konzentriert arbeitenden Bartender, der

statt seiner eigenen Person seine Drinks in den Vordergrund rückt und im richtigen

Moment die richtigen Fragen stellt. An der Wand hinter ihm präsentiert sich das

ordentliche Sortiment bescheiden auf einem schlichten Bord, passend zum

puristischen Design der BMF Bar.

Ein Blick in die Karte offenbart dann die endgültige Vielfalt. Unter anderem lassen 42

Sorten Gin und unzählige Cocktailkreationen keinen Wunsch offen. Selbst der

Bierliebhaber kommt hier auf seine Kosten. Das Sortiment ist zwar klein, aber

speziell. Wechselnde regionale Helle bieten Abwechslung – und sind in Franken ein

Muss.

Mittlerweile tummeln sich einige Gäste sogar auf dem knappen Meter zwischen Bar

und Sitzplätzen. Das Publikum ist Anfang dreißig bis sechzig, gut gelaunt und auch

donnerstags gerne in der BMF Bar. Die Atmosphäre ist sehr familiär, viele kennen

René und lassen sich von ihm ihre Lieblingscocktails zaubern. „In Nürnberg heißt das

Motto zurzeit „Back to the Classics“. Die Leute trinken vor allem wieder besonders

gerne Gin“, erzählt der Bartender.

Durchdachte Kreationen

Bevor jetzt ein Sparrow‘s Daiquiri den Gaumen erreicht, darf selbstverständlich erst

einmal am namengebenden Pyrat Rum XO Reserve geschnuppert werden. Direkt

vor den Augen des Gastes eingeschenkt, erweist sich zu guter Letzt auch diese BMF

Bar Kreation von 2007 als wohl überlegt komponierte Mischung. Die leichte Süße

des Rums und die Säure des frischen Limettensafts gleichen sich gegenseitig aus,

ohne sich aufzuheben und der Anteil des Rohrzuckers ist angenehm gering.

Dennoch ganz klar ein Drink für Daiquiri Liebhaber.

Die junge Bar ist im – was die Barkultur betrifft – eher schlichten Stadtteil Johannis ein

echtes Kleinod und in Nürnberg sicher den Gastronomie-Perlen zuzurechnen.

Gerade wegen der unauffälligen Lage am Rande des Bezirks und der bescheidenen

Präsenz der BMF Bar ist man nach einem Besuch umso überraschter, denn Angebot

und Qualität, sowie die gewinnende Atmosphäre im Inneren machen den Aufenthalt

zu einem Erlebnis, das die Erwartungen eindeutig übertrifft.

BMF Bar

Wiesentalstraße 34, 90419 Nürnberg

Julienstraße (Tram 6)

Kontakt: +49 (0) 911 8919100

Donnerstag bis Samstag ab 20 Uhr





Kartenzahlung: Ja

Rauchen: Nein

bmf-bar.de

Photo credit: Felix Pensel & Christian Dürr von urbancube.de

2 comments

  1. Rouven

    Wirklich eine der besten Bars in Deutschland. Und immer wieder neue Gins zum Ausprobieren 🙂

  2. J.o.h

    Echte Profis
    Top Drinks..Top Service.. Top Ambiente.. Fränkische Gelassenheit trifft Kompetenz .
    Besser geht es kaum ( ausser sie öffnen jeden Tag ;))

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